Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Verbandshistorie

Die Anfänge

Der Norddeutsche Fußball-Verband e.V. wurde am 15. April 1905 in Hamburg gegründet und umfasste Mecklenburg, Schleswig-Holstein, Hannover, Oldenburg, Braunschweig und die Hansestädte Hamburg/Altona und Bremen.

Erster Vorsitzender war Heinrich Thran. Ihm folgten Hugo E. Kubaseck (1907-1909), Paul Koretz (1909-1914), August Bosse (1914-1924), Henry Barrelet (1924-1928), Georg P. Blaschke (1928-1929) und Günther Riebow (1929-1933).

Aus dem Norddeutschen Fußball-Verband e.V. (NFV) wird der Norddeutsche Sportverband (NSV)

Am 20. Februar 1927 erfolgt die Umbennung aufgrund der vielen Mitglieder aus anderen Sparten. Insgesamt hatte der ehemalige Norddeutsche Fußball-Verband e.V. 10 Sparten. Die meisten Mitglieder hatte der Fußball (55%, 48000), gefolgt von Leichtathletik (20%, 18000) und Turnen (12,5%, 11000). Aber auch Handball (7%, 6000), Faustball (6%), Schlagball (2,5%) und Hockey (2%) hatten relativ viele Mitglieder. Weniger Mitglieder waren in den restlichen Sparten Schwimmen, Boxen, Tennis und Sonstigen vertreten.

Am 16. Juli 1933 wurde der Norddeutsche Sportverband aufgrund des neuen Vereins- und Verbandsverbots aufgelöst. Er wurde durch den Reichssportbund abgelöst.

Neugründung des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V.

Am 4. Dezember 1948 wurde der Norddeutsche Fußball-Verband e.V. neu gegründet. Erster Vorsitzender war Heino Gerstenberg (1948-1953). Der NFV war nun föderativer strukturiert und ein Verband der Verbände. Mit der Neugründung wurde auch die Oberliga eingeführt.

Die Neuzeit - Innovationen aus dem Norden

Am 24. August 1963 gab es den ersten Spieltag der heutigen Fußballbundesliga. 

Von 1974 bis 1994 war der Norddeutsche Fußball-Verband e.V. der einzige Verband mit einer Amateuroberliga, welche sich eine Spielklasse unter der zweiten Fußballbundesliga befand. Der erste Spieltag war am 4. August 1974. Insgesamt kamen 12000 Zuschauer zu den neun Spielen.

Im Jahre 1976 wurde erstmals ein Amateurteam in der Amateuroberliga gemeldet: Die SV Werder Bremen Amateure. Der SV Werder Bremen wollte somit den Talenten den Übergang ins Profiteam erleichtern. Später wurde dieses Modell von allen anderen Bundesligavereinen kopiert.

1987 war der Norddeutsche Fußball-Verband e.V. der erste Verband, der die Jugendregionalliga (Nord) für die A-Jugend einführte. Erst im Jahr 2003 folgte der DFB dieser Idee.

Im Juni 2000 wurde die B-Junioren Regionalliga eingeführt. Im Jahre 2003 folgte dann die Einführung der C-Junioren Regionalliga.

Erfolge

Der erste Deutsche Meister aus dem Norddeutschen Fußball-Verband e.V. war 1912 Holstein Kiel. Weitere 14 deutsche Meisterschaften gingen zum NFV:

6x Hamburger SV

4x SV Werder Bremen

2x Hannover 96

1x Eintracht Braunschweig

1x VfL Wolfsburg

1x KSV Holstein Kiel

Den deutschen Pokal sicherte sich der NFV 9 mal:

5x SV Werder Bremen

3x Hamburger SV

1x Hannover 96

International wurden 3 Pokale gewonnen:

2x Hamburger SV

1x SV Werder Bremen

Heute

Jetziger Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V. ist Eugen Gehlenborg.

Er wurde auf dem 42. Verbandstag in Bremerhaven einstimmig von allen 198 anwesenden Delegierten gewählt. Damit übernahm Eugen Gehlenborg das Amt von Dieter Jerzewski (Bremen), der aus persönlichen Gründen nicht mehr für eine weitere dreijährige Amtzeit kandidiert hatte.

Heutzutage hat der Norddeutsche Fußball-Verband e.V. 3700 Vereine und über eine Million Mitglieder und umfasst die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig- Holstein.

Vorsitzende des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V. seit 1948 (ab 1997 Präsidenten)

  • 1948-1953 Heino Gerstenberg (Hamburg)
  • 1953-1962 Dr. Hermann Gösmann (Osnabrück)
  • 1962-1975 Ernst Hornbostel (Oldenburg)
  • 1975-1989 August Wenzel (Einbeck)
  • 1989-2005 Dr. h.c. Engelbert Nelle (Hildesheim)
  • 2005-2009 Dieter Jerzewski (Bremen)
  • seit 2009 Eugen Gehlenborg (Garrel)

Für weitere Informationen zum Norddeutschen Fußball-Verband e.V. finden Sie in dem Buch von Bernd Jankowski, Harald Pistorius und Jens R. Prüss "Fußball im Norden".