Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2017/2018: „Eine ungewöhnliche Saison“

12.12.2017
Jürgen Stebani über die Spielausfälle
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

An der Spitze haben sie es noch verhältnismäßig gut: Der HSV II, Weiche Flensburg und der VfL Wolfsburg II absolvierten bislang immerhin 18 Spiele. Nachdem am Wochenende bereits der 20. Spieltag ausgetragen wurde, ist aber auch das Spitzentrio der Regionalliga Nord jeweils von zwei Ausfällen betroffen. Andere Teams mussten dagegen noch häufiger pausieren: Der VfB Oldenburg ist Spitzenreiter hinsichtlich der Ausfälle, er trat bislang gerade zu 14 Partien an, und gleich sechs Mannschaften konnten erst 16 Spiele absolvieren.

„Das ist eine ungewöhnliche Saison“, sagt Jürgen Stebani, der Spielausschussvorsitzende des NFV. Er ist nun schon seit vielen Jahren dabei, kann sich an eine derartige Spielzeit aber nicht erinnern. Als gleich zu Beginn eine Partie wegen des Hochwassers in Hildesheim abgesagt worden war, da schwante Stebani schon nichts Gutes. Und seine Befürchtungen wurden bestätigt: Seit dem Oktober werden die Spieltage von Ausfällen begleitet. Mal sind es nur ein paar Absagen, dann muss fast der komplette Spieltag ins Wasser fallen. „Es ging sehr früh los, erst war es der Starkregen, nun der Schnee“, sagt Jürgen Stebani. Was ihm besonders auffiel: Mittlerweile geht es nicht immer nur um die Großwetterlage auf dem Gebiet der Regionalliga Nord. „Manchmal ist nur ein schmaler Streifen in Norddeutschland betroffen, und das macht die Planung noch schwieriger.“

Und Stebani weiß auch: „Noch ist der Winter lange nicht vorbei.“ Es würde schon sehr überraschen, käme die Regionalliga in den kommenden Wochen und Monaten ohne weitere Spielausfälle aus. Bereits die für das kommende Wochenende angesetzten fünf Partien erscheinen angesichts der aktuellen Schneefälle gefährdet. Es muss also eine ganze Menge nachgeholt werden. Die Lösung liegt auf der Hand. „Mehr Spiele in der Woche“, sagt Jürgen Stebani. Das ist nicht schön, lässt sich aber nicht vermeiden. Schließlich kann ja keiner der Beteiligten etwas für das Klima dieser Tage. Dem Ausschussvorsitzende ist die Unterstützung der Vereine denn auch sicher: „Sie machen Angebote und sind sehr verständnisvoll.“

Dass allerdings nicht alle beteiligten Teams mal eben zu einem Auswärtsspiel an einem Mittwoch antreten können, liegt auf der Hand. Insofern ist es schon ein Vorteil, dass die Regionalliga Nord derzeit mit fünf zweiten Mannschaften antritt. „Sie arbeiten unter anderen Bedingungen und können deshalb flexibler sein“, so Stebani. Sein Fazit: Es wird zwar eng werden in den kommenden Monaten, aber eine Gefahr sieht er nicht: „Wir bekommen das hin“.

 

(Text: Stefan Freye)