Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2016/2017: So lief der 31. Spieltag

02.05.2017
Jubel in Meppen, Enttäuschung in Eichede
(Foto: Martin Behlmann)
(Foto: Martin Behlmann)

Zwei Entscheidungen fielen am 31. Spieltag: Der SV Meppen sicherte sich dank eines 4:1-Heimerfolgs über den Hamburger SV II vorzeitig den Titel, und der SV Eichede hat nach der 0:3-Niederlage in Wolfsburg auch rechnerisch keine Chance mehr auf den Klassenerhalt.

SpVgg Drochtersen/Assel – Hannover 96 II 4:1 (1:1)

Nach drei Spielen ohne Niederlage kassierte 96 II nun eine herbe Pleite. Doch die wird man vermutlich einzuordnen wissen. Nach der Gästeführung durch Tim Dierßen (23., FE) hatte Nico Mau (35., FE) zwar relativ schnell - ebenfalls vom Punkt - ausgeglichen. Doch danach war die Partie relativ lange ausgeglichen verlaufen. Erst in der Schlussphase setzte sich der Gastgeber zum klaren Erfolg durch. Die Treffer von Alexander Neumann (75./86.) und Marius Winkelmann (83.) verhalfen der Spielvereinigung allerdings nicht nur zu einem Sprung auf Rang sieben, sie machen den Klassenerhalt auch endgültig perfekt.

VfL Wolfsburg II – SV Eichede 3:0 (1:0)

Das war es. Der SV Eichede wird die Regionalliga Nord nach nur einem Jahr wieder verlassen und in die Schleswig-Holstein-Liga zurückkehren. Er hatte bereits vor der Partie in Wolfsburg nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt besessen - nicht zuletzt deshalb, da der Gastgeber in einer klaren Favoritenrolle angetreten war. So verlief denn auch die Partie, auch wenn es am Ende etwas knapper zuging, als das Ergebnis aussagt. Zwar hatte Sebastian Stolze für die frühe Führung des VfL gesorgt (16.). Doch danach war Geduld gefragt, ehe Marcel Reichwein die Treffer zum Endstand erzielte (86./90. +1).

FC Eintracht Norderstedt – TSV Havelse 1:2 (0:1)

Leicht irritiert hatte die Mannschaft des TSV Havelse gewirkt, nachdem sie die Nachricht vom Abschied ihres Trainers Alexander Kiene im kommenden Sommer erhalten hatte. Doch der 0:1-Heimniederlage gegen den BSV Rehden sollte nun ein wichtiger und selbstbewusster Erfolg in Norderstedt folgen. Bevor die Eintracht in der Nachspielzeit durch Jan Lüneburg verkürzen konnte (90. +2), hatten Noah Plume (22.) und Andrej Startsev (78.) den Gast nämlich bereits mit 2:0 in Führung geschossen.

VfB Lübeck – U.L.M. Wolfsburg 1:0 (1:0)

Die 0:3-Niederlage gegen Hannover 96 II war nicht eingeplant gewesen und sie kam völlig überraschend. Insofern war man beim VfB auch mit dem knappen Heimerfolg über den Aufsteiger zufrieden. Die Niederlage nach dem frühen Gegentreffer durch Gary Noel (14.) vermochte die Lage des Gastes natürlich nicht zu verbessern. Er belegt nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge den vorletzten Tabellenplatz und muss in den letzten drei Partien mindestens sechs Punkte bis zu einem Nichtabstiegsplatz wettmachen.

FC St. Pauli II – Eintracht Braunschweig II 1:2 (0:2)

Nur ein Plan ging auf, und es war der der Eintracht. Dank der drei Punkte aus diesem Nachwuchsduell kletterten die Braunschweiger auf Rang zwölf. Sie sind dem Hamburger Gegner (38) mit 37 Punkten nun recht nahe gekommen, unternahmen also einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Drei Spieltage vor dem Ende wird die Eintracht durch sechs Punkte vom ersten Abstiegsplatz getrennt. Möglich machten dies die Treffer von Phillip Tietz (14.) und Eros Dacay (41.). Ihnen hatte St. Pauli lediglich das Anschlusstor durch Sirlord Conteh (59.) entgegen zu setzen.

Lüneburger SK Hansa - VfB Oldenburg 2:1 (0:0)

Diese Niederlagen-Serie schien fast schon wie ein Fluch über dem LSK zu liegen: 13 Spiele lang hatte der Gastgeber nicht mehr gewonnen, bevor er nun gegen den VfB zu einem ganz wichtigen Sieg kam. Aber wie es sich für das Ende einer solch monströsen Serie gehört, kam deren Ende nicht einfach so daher. Bevor Gökay Isitan (47./81.) in der Schlussphase sein zweiter Treffer gelungen war, hatte Conrad Azong nämlich zum 1:1 ausgeglichen (62.). Am Ende war der Jubel über den dreifachen Punktgewinn natürlich umso größer. Er verschaffte den Lüneburgern nun immerhin einen Vorsprung von vier Punkten auf die Abstiegszone.

1.FC Germania Egestorf/Langreder – ETSV Weiche Flensburg 3:1 (0:0)

Zunächst gelang ein Sieg in Lüneburg, nun der Erfolg über Weiche Flensburg: Die Germania hat im Schlussspurt der Liga noch einmal richtig Fahrt aufgenommen und sich ein Polster von sechs Punkten verschafft. Jan Baßler (64.) und Hendrik Weydandt (74./90. +2) drehten die zwischenzeitliche Führung des Gastes durch Christian Jürgensen (52.) zum Heimsieg. Er beendete zugleich die stolze Serie des Gegners, Weiche hatte zuvor 13 Spiele lang nicht verloren.

SV Meppen – Hamburger SV II 4:1 (2:0)

Einen kleinen Schock hatte diese 0:2 Niederlage im Derby beim VfB Oldenburg schon hinterlassen. Noch einmal wollte sich der SV Meppen nun offenbar nicht die Party-Stimmung vermiesen lassen. Die Treffer von Benjamin Girth (10.), Patrick Posipal (27.), Marcel Gebers (49.) und Marius Kleinsorge (57.) sorgten vor 2.444 Zuschauern jedenfalls für klare Verhältnisse, ehe der HSV durch Tatsuya Ito zu seinem Ehrentreffer kam (60.). Nach der sicheren Teilnahme an den Play-Off-Spielen um den Drittliga-Aufstieg hat sich der SVM nun auch die Meisterschaft in der Regionalliga Nord vorzeitig gesichert.

VfV Borussia 06 Hildesheim - BSV Rehden 3:0 (1:0)

Was für ein wichtiger Sieg! In einer Art Abstiegsendspiel sicherte sich der VfV06 drei wichtige Punkte und liegt nun bereits vier Zähler vor dem BSV auf dem 14. Tabellenplatz. Kein Wunder, dass die Treffer von Dominic Hartmann (11.), Marvin Ibekwe (50.) und Mame Mbar Diouf (81.) frenetisch bejubelt wurden und der verschlossene Foulelfmeter von Jane Zlatkov (57.) kaum ins Gewicht fiel. Der BSV verlor nicht nur Maciej Zieba mit einer Gelb-Roten Karte (83.). Er befindet sich als 16., drei Punkte hinter dem rettenden Ufer, auch weiterhin in akuter Abstiegsgefahr.

 

(Text: Stefan Freye)