Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2017/2018: So lief der 17. Spieltag

20.11.2017
Kein volles Programm
(Foto: Peter Kahre)
(Foto: Peter Kahre)

Wieder nicht: Auch der 17. Spieltag der Regionalliga Nord wurde von Spielabsagen beeinflusst, und so konnten lediglich sechs von neun Partien ausgetragen werden. Dabei sicherte sich der HSV II den Titel des Herbstmeisters dank eines 1:1 gegen seinen Verfolger Weiche Flensburg. Der Tabellenzweite wird den Spitzenreiter auch mit einem Sieg im Nachholspiel bei der Germania Egestorf-Langreder (Mi., 19 Uhr) nicht mehr einholen. Ebenfalls am Mittwoch (19.30 Uhr) wird die Partie zwischen Hannover 96 II und dem Lüneburger SK Hansa nachgeholt.

FC St. Pauli II – Eintracht Braunschweig II 2:3 (2:1)

Sieh an, die Eintracht. Eine Woche nach dem überzeugenden 4:1 gegen den HSV II ließen die Brauschweiger nun einen Auswärtssieg bei St. Pauli II folgen. Dabei profitierten die Gäste allerdings von der Roten Karte gegen Svend Brodersen. Bereits nach 20 Minuten war der Hamburger Keeper wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen worden, und so musste der Gastgeber rund 70 Minuten in Unterzahl antreten. So gesehen hielten die Hamburger sich ziemlich gut. Sie waren durch einen frühen Treffer von Jan-Marc Schneider (5.) in Führung gegangen, kassierten in Unterzahl den Ausgleichstreffer von Milislov Popovic (25.) und legten dann in Person von Ersin Zehir sogar nach (26.). Erst nach dem Wechsel sicherte sich die Eintracht den Sieg dank der Tore von Quentin Fouley (49.) und Ayodele Max Adetula (85.).

Hannover 96 II – Altona 93 0:0

Ein Remis, das wohl nur den Gästen hilft. Dank des Punktgewinns beendete der Aufsteiger eine Niederlagenserie von sechs Spielen. Dagegen wurde die Heimschwäche des Gastgebers einmal mehr offenkundig: Lediglich ein Sieg nach neun Partien auf eigener Anlage steht in der Bilanz des Nachwuchsteams (1-5-3). Würde es zuhause auch nur einigermaßen normal laufen, zählte der auswärtsstarke Tabellenelfte wohl zur Spitzengruppe.

Hamburger SV II – SC Weiche Flensburg 1:1 (0:0)

Die Schlussphase machte den besonderen Reiz des Spitzenspiels aus. In der 85. Minute traf Patrick Thomsen zur Gästeführung, und in der Nachspielzeit gleich der HSV durch Stephan Ambrosius aus (90.+2). Das Tor reichte dem Gastgeber schließlich zur Herbstmeisterschaft, und es verhinderte, dass der HSV nach dem 1:4 in Braunschweig ein weiteres Mal ohne Punkte blieben würde. So gesehen gelang dem Spitzenreiter eine ordentliche Antwort auf die unerwartete Pleite aus der Vorwoche. Der Gast aus Flensburg kann mit einem Sieg im Nachholspiel bei Germania Egestorf-Langreder am Mittwoch bis auf drei Zähler zum Spitzenreiter aufschließen, einholen wird er ihn vor dem Abschluss der Hinrunde nicht mehr.

Germania Egestorf-Langreder – VfL Wolfsburg II 0:2 (0:1)

Nach zwei Niederlagen und drei sieglosen Spielen in Folge gelang dem VfL II mal wieder ein Sieg. Die Treffer von Jan Neuwirt (38.) und Nicolas Abdat (85., FE) bedeuteten zugleich die zweite Niederlage der Germania. Den starken fünften Tabellenplatz vermochte der Gastgeber allerdings zu halten, er lauert nun aber bereits vier Punkte hinter dem drittplatzierten VfL, hat den Anschluss an die Spitze also etwas verloren.

Eutin 08 – Eintracht Norderstedt 1:1 (0:0)

Acht Punkte aus vier Spielen – es läuft für Eutin 08 unter dem neuen Trainer Lars Callsen. Nach Siegen gegen den LSK (4:0) und Braunschweig II (3:1) sowie einem Unentschieden bei Weiche Flensburg (1:1) blieb das einstige Schlusslicht nun auch gegen Norderstedt unbesiegt. Nachdem Sebastian Witt zur Eutiner Führung getroffen hatte (61.), sah es sogar für kurze Zeit nach einem Heimsieg aus. Doch der Ausgleich von Sinisa Veselinovic (70.) sorgte für eine Punkteteilung. Ein gutes Ende nahm das Spiel auch deshalb nicht für den Gastgeber, weil Benjamin Petrick wegen groben Foulspiels noch die Rote Karte sah (90.+1).

TSV Havelse – BSV Rehden 1:0 (1:0)

Die Voraussetzungen des Gastgebers hätten besser sein können: Auf vier sieglose Spiele (0-1-3) waren zwei Spielausfälle gefolgt, und deshalb hatte der TSV im November noch kein Spiel absolviert. Umso größer war die Erleichterung über den Heimsieg gegen den BSV. Pech für die Gäste: Den einzigen Treffer der Partie markierte Yannik Jaeschke, indem er einen Strafstoß im Nachschuss verwandelte (11.). Der BSV wartet nun seit vier Partien auf einen Sieg.

 

(Text: Stefan Freye)