Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2017/2018: Ruhige Saison im Bereich Sicherheit

24.01.2018
AuWi Winsmann zum Start nach der Winterpause
(Foto: hansepixx)
(Foto: hansepixx)

Es ist nicht immer ein schlechtes Zeichen, wenn es mal nicht nach oben geht. Im Gegenteil. Die Kennzahlen zur Sicherheit in der Regionalliga Nord sanken in den vergangenen Monaten, und das ist zweifellos ein sehr gutes Zeichen. „Das sind auch im Vergleich zu den anderen Regionalligen blendende Zahlen“, betont August-Wilhelm Winsmann, der Vorsitzende der Sicherheitskommission.

In den bislang 152 ausgetragenen Partien kam es lediglich zu 12 Vorfällen, also strafbaren Handlungen. Die ruhige Gesamtlage führte dazu, dass mittlerweile nur noch durchschnittlich 7,39 Polizeibeamte zu einem Regionalligaspiel aufgeboten werden. Das sind deutlich weniger als in den Vorjahren 2017 (12), 2016 (16) und 2015 (23). Stabil blieb dagegen die Zahl der Sicherheitskräfte. Sie pendelte sich bei durchschnittlich 22, 23 Ordnern ein. „Da können wir auf bestimmte Standardaufgaben nicht verzichten“, sagt August-Wilhelm Winsmann.

Der Sicherheitsexperte hat auch eine Erklärung für die bislang so ruhige Saison. „Das liegt zum einen an der guten Netzwerkarbeit zwischen den Sicherheitsbeauftragten der Vereine, der Polizei und dem Norddeutschen Fußball-Verband, und zum anderen am Aufstieg des SV Meppen“, so Winsmann. Mit dem Abschied des SVM in Richtung der 3. Liga verlor die Regionalliga nicht nur Zuschauer (der Schnitt sank von rund 700 auf 633), sondern auch eine potenzielle Gefahr - wie bei Holstein Kiel im 2013. „In größeren Fangruppen ist die Anonymität auch größer, und dort können sich dann die Straftäter in der Menge verstecken“, sagt August-Wilhelm Winsmann.

Sportlich erwartet er an der Spitze einen Zweikampf zwischen dem Hamburger SV II und dem SC Weiche Flensburg 08. „Der Dritte VfL Wolfsburg II ist zu wankelmütig“, findet Winsmann. Allerdings müsse nun auch erst einmal abgewartet werden, wie sich der Trainerwechsel der Hamburger Profis auf die Reserve auswirkt: „Bernd Hollerbach kennt ja den Laden.“ Am Tabellenende wäre eine Prognose dagegen schwierig. Winsmann: „Es gibt wohl ein Hauen und Stechen bis zum Schluss.“

 

(Text: Stefan Freye)