Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2017/2018: So lief der 33. Spieltag

07.05.2018
Weichenstellung an der Spitze
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Der neue Spitzenreiter hat die Fäden nun in der Hand: Dank des 3:1 gegen den VfL Wolfsburg II könnte der SC Weiche Flensburg schon bald die Meisterschaft unter Dach und Fach bringen. Zudem muss er sich im Saisonfinale nur noch mit dem HSV II streiten. Die Wolfsburger haben nach der Niederlage im Spitzenspiel nur noch theoretische Chancen auf den Titel.

SC Weiche Flensburg – VfL Wolfsburg II 3:1 (1:1)

Das waren mehr als drei Punkte. Der Heimsieg über die Niedersachsen verschaffte dem SC Weiche einen Vorsprung von neun Punkten vor dem Gegner – was bei noch drei ausstehenden Spielen und einem besseren Torverhältnis schon mal reichen sollte. Er distanzierte auch den HSV II, der nun zwei Punkte hinter den Flensburger liegt und dabei eine Partie mehr ausgetragen hat. Da war es wirklich kein Wunder, dass die Fans bereits vor dem Abpfiff sangen: „Oh, wie ist das schön.“ Vom Titelgewinn wollte Weiche-Coach Daniel Jurgeleit indes noch nichts wissen: „Stand heute haben wir aber bereits mehr Punkte als in der letzten Saison.“ Dominic Hartmann (8., FE) hatte den Gastgeber früh in Führung geschossen, Marcel Stutter (45.) kurz vor der Pause ausgeglichen. Nach dem Wechsel steigerte sich Weiche noch einmal und stellte mit dem Doppeltorschützen Rene Guder (48./56., FE) schließlich auch den Matchwinner.

Eintracht Braunschweig II – Eutin 08 3:0 (0:0)

Nach den Siegen über Drochtersen (1:0) und Oldenburg (1:0) landete die Eintracht nun bereits den dritten Heimsieg in Folge. Die Treffer von Panteleimon Panourgias (57.), Milislav Popovic (76.) und Ayodele Max Adetula (85.) besiegelten zudem den Abstieg des Gastgebers. Er wird den Rückstand zur Nichtabstiegszone in seinen verbleibenden zwei Saisonspielen nicht mehr aufholen.

BSV Rehden – FC St. Pauli II 1:2 (0:2)

Das war bitter für den BSV: Marcell Sobotta (3.) und Finn Xaver Schütt (35.) hatten die Gäste aus Hamburg mit 2:0 in Führung geschossen. Dem eingewechselten Fabian Lokaj (73.) gelang später nur noch der Anschlusstreffer. Damit blieben die Rehdener nun bereits zum vierten Mal in Folge sieglos, und deshalb ist es nicht einmal sicher, ob sie den 15. Platz auch am Ende einnehmen, also den ersten regulären Nichtabstiegsplatz belegen werden. Schließlich ist der VfV06 Hildesheim (16.) weiterhin nur sieben Punkte entfernt, kann den Rückstand in seinen verbleibenden drei Spielen also noch aufholen.

Eintracht Norderstedt – SpVgg Drochtersen/Assel 0:4 (0:2)

Dank das starken Auftritts in Norderstedt belegt die Spielvereinigung nun einen besonderen Platz: Der neunte Rang und die 43 Punkte reichen auch im schlechtesten Fall zum Klassenerhalt. Nämlich dann, wenn aus dem 15. Platz doch noch ein Abstiegsrang werden sollte. Seinen Anteil an dieser Entwicklung hatte zweifellos Alexander Neumann, der gleich drei Treffer erzielte (39./40./55.). Das 4:0 perfekt machte schließlich Florian Nagel (57.). Er sorgte zudem endgültig für das vierte sieglose Spiel der Eintracht in Folge.

VfV Borussia 06 Hildesheim – VfB Lübeck 0:4 (0:0)

Nach zwei sieglosen Spielen in der letzten Woche meldete sich der VfB mit dem 4:0 in Hildesheim eindrucksvoll zurück. Ein schneller Doppelschlag durch Yannick Deichmann (46./47.) sorgte für die Vorentscheidung kurz nach der Pause. Die Tore von Gary Noel (69.) und Marvin Thiel (85.) machten den klaren Auswärtserfolg perfekt. Der VfV06 kassierte nach dem 1:2 gegen Drochtersen dagegen eine weitere Niederlage und muss nun nach wie vor um den Klassenerhalt bangen. Ihn trennen drei Spiele vor dem Ende sieben Punkte von einem regulären Nichtabstiegsplatz. Zudem kassierte Abwehrspieler Abdülbaki Hot die Rote Karte nach einer Notbremse (65.).

Lüneburger SK Hansa – TSV Havelse 1:0 (0:0)

Nun haben die „Heimspieler“ drei weitere Punkte. Das siebte Spiel auf eigenem Platz in Folge sicherte dem LSK dank des Treffers von Ridel Monteiro (53.) den vierten Sieg und eine ungeschlagene Bilanz (4-3-0). Die Lüneburger (13.) liegen nun bereits sechs Punkte vor dem 15. Platz und sind von der regulären Abstiegszone (16. - 18.) gar nicht mehr einzuholen. Der TSV rutschte dagegen auf Rang elf ab, ist nach wie vor aber allenfalls theoretisch gefährdet.

VfB Oldenburg – Hannover 96 II 1:2 (0:0)

Der Bigpoint im Abstiegskampf blieb aus: Valmir Sulejmani (64.) und Fynn Arkenberg (83.) hatten den Gast mit 2:0 in Führung geschossen, ehe Frederik Lach (87.) spät verkürzte. Da nützte dem VfB auch die Gelb-Rote Karte für Hannovers Yousef Emghames (90.+3) nichts mehr. Um ganz sicher zu sein, muss der 14. sich nun nach wie vor gegen den BSV Rehden (15.) wehren.

Germania Egestorf-Langreder – SSV Jeddeloh 2:1 (1:0)

Die Germania hatte zuletzt etwas geschwächelt, kehrte nun aber in die Erfolgsspur zurück. Nach den Treffern von Christoph Beismann (10.) und Jeddelohs Aaron Thalmann (79.) fiel die Entscheidung allerdings erst spät: Erst wenige Minuten vor dem Ende schlug Hendrik Weydandt zum Heimsieg zu (86.) - und brachte dem Sechsten SSV die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Partien bei.

 

(Text: Stefan Freye)