Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 14. Spieltag

31.10.2013
Vorentscheidungen sind denkbar - Die Regionalliga Nord geht in Runde 14
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Am 14. Spieltag der Regionalliga Nord könnte die eine oder andere Weichenstellung erfolgen. An der Spitze wollen sich Wolfsburg, Oldenburg und Goslar weiter absetzen, und am Ende der Tabelle droht Victoria Hamburg den Anschluss zu verlieren. Wie in der Regionalliga üblich, könnte aber auch alles ganz anders laufen als gedacht...

BV Cloppenburg – SC Wilhelmshaven (Fr., 19 Uhr)

Natürlich wusste BVC-Trainer Jörg-Uwe Klütz, dass der sensationelle 1:0-Sieg in Wolfsburg „glücklich“ zustande gekommen war angesichts der Spielanteile und Chancen für den Gegner. Schwung sollte er dem Auftritt des Gastgebers trotzdem verleihen. Zumal der BVC nun drei Spiele in Folge siegreich ist. Der Gast aus Wilhelmshaven trennte sich zuletzt mit einem 1:1 vom TSV Havelse. Die beiden letzten Auswärtsspiele in Bremen (1:3) und Flensburg (0:3) waren dagegen verloren gegangen.

Victoria Hamburg – FC St. Pauli II (Sa., 13.30 Uhr)

Im Hamburger Derby stehen sich zwei Teams gegenüber, die in den vergangenen Wochen allenfalls zu durchwachsenen Ergebnissen gekommen waren. Die Victoria verlor die vergangenen vier Partien und wartet nun seit elf Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn. Der Gast landete lediglich einen Erfolg in den vergangenen sechs Partien (1-0-5). Vor allem die späte 0:1-Niederlage gegen Weiche Flensburg am vergangenen Spieltag war ärgerlich. „Eigentlich ein typisches 0:0, am Ende hatten die Gäste das Glück auf ihrer Seite“, kommentierte Pauli-Coach Thomas Meggle dieses Spiel.

ETSV Weiche Flensburg – Goslarer SC (Sa., 14 Uhr)

Der 1:0-Erfolg beim FC St. Pauli II sicherte Weiche den sechsten Tabellenplatz. Die Flensburger sind wieder dran an den Spitzenplätzen. Sie bekommen es nun aber mit der stärksten Auswärtsmannschaft der Liga zu tun. Der Goslarer SC sicherte sich nämlich eine imponierende Bilanz auf fremden Plätzen (5-0-2). Zudem ist der GSC auf Wiedergutmachung nach der 2:4-Heimniederlage gegen Oldenburg aus. Die Pleite warf den Tabellendritten im Rennen um die Tabellenspitze etwas zurück.

Werder Bremen II – Hamburger SV II (Sa., 14 Uhr)

Die Bremer hatten etwas aufzuarbeiten in dieser Woche, nämlich die 2:9-Niederlage in Hannover. „Wir mussten uns hinterfragen, nun haben wir hart gearbeitet und gehen davon aus, dass sich so etwas nicht wiederholen wird“, sagt Kapitän Florian Bruns. Er setzt im kleinen Nordderby auf den Teamgeist: „Wir müssen eine Einheit sein, in der jeder den Fehler des anderen ausbügelt.“ Der 34-Jährige möchte allerdings nicht, dass „nun alles infrage gestellt wird“. Die Bremer hätten in der laufenden Saison schließlich schon sehr gute Leistungen abgeliefert. Der siebte Tabellenplatz gibt jedenfalls noch keinen Anlass zur Panik. Zu mindestens ist Werder II deutlich besser platziert als der Hamburger SV II. Der 13. hat sich von einer längeren Durststrecke allerdings erholt und blieb zuletzt vier Mal in Folge ohne Niederlage. Seit zwei Partien ist der HSV sogar siegreich. Den Siegen in Flensburg (6:2) und gegen Victoria (3:0) würden die Hamburger nun gern einen weiteren Erfolg hinzufügen. Aber sie werden wissen: Angeschlagene Gegner sind oft die schwersten.

VfB Oldenburg – Eintracht Norderstedt (So., 14 Uhr)

Wenn eine Mannschaft einen Lauf hat, dann der VfB. Sechs Siege in den vergangenen sieben Partien (6-1-0) feierte das Team von Trainer Alex Nouri zuletzt. Da kann ein Duell mit dem Tabellenzehnten schon mal zu einem Stolperstein werden. Allerdings reicht ein Blick auf die Bilanz der Eintracht, um die Aufgabe richtig einzuschätzen: Norderstedt landete zwei Siege in Folge, ehe es zuletzt eine überraschende 0:1-Heimniederlage gegen Braunschweig II kassierte.

TSV Havelse – Hannover 96 II (So., 14 Uhr)

Seit sechs Partien wartet der Gastgeber nun auf einen Sieg (0-4-2). Da kommt das Derby gegen Hannover 96 eigentlich wie gerufen – mit nur einem Erfolg könnte der TSV so manche Enttäuschung der letzten Wochen vergessen machen. Dumm nur, dass 96 gerade erst mit 9:2 gegen Werder II gewonnen hat. Am nötigen Selbstbewusstsein sollte es dem Gast also nicht mangeln – und auch das ist ja manchmal gefährlich. 96-Trainer Sören Osterland bemühte sich gleich nach dem Spiel, das Duell mit Werder richtig einzuordnen: „Sicher, es hat an diesem Tag einiges zusammengepasst. Aber das Ergebnis interessiert mich gar nicht so sehr, wir sind noch lange nicht am Ende unseres Weges.“

VfL Wolfsburg – VfR Neumünster (So., 14 Uhr)

Valérien Ismaël nahm die 0:1-Niederlage gegen Cloppenburg gelassen und wollte seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Gegen Neumünster sollen trotzdem wieder drei Punkte her – schließlich macht der Verfolger VfB Oldenburg nun viel Druck. Der VfR Neumünster ist nun seit vier Partien sieglos, holte dabei aber drei Remis. Vor allem das 1:1 gegen Meppen am letzten Spieltag sollte dem 16. Schwung verleihen. Zumal Neumünster (3-1-2) zu den stärksten Auswärtsmannschaften der Liga zählt.

SV Eichede – SV Meppen (So., 14 Uhr)

Der Zwölfte empfängt den Vierten. Der Gastgeber bliebt zuletzt allerdings drei Mal in Folge ohne Punkt, und vor allem die 4:6-Pleite gegen Norderstedt im vergangenen Heimspiel sorgte für Enttäuschung. Ganz ohne Frust lief es aber auch beim SV Meppen nicht ab. Er blieb nach drei Siegen in Folge zuletzt drei Mal sieglos. Mit den 1:1-Unentschieden in Neumünster und gegen Rehden konnte Meppen dabei noch irgendwie leben. Mit der 1:2-Niederlage in Norderstedt dagegen nicht.

Eintracht Braunschweig II – BSV Schwarz-Weiß Rehden (So., 14 Uhr)

Der 1:0-Erfolg in Norderstedt sorgt für neue Hoffnung beim Vorletzten. Schließlich hatte Eintracht Braunschweig zuvor sechs Spiele lang auf einen Erfolg warten müssen. Fraglich allerdings, ob ausgerechnet der BSV Rehden weitere „Aufbauhilfe“ betreiben möchte. Der Tabellenfünfte ist nun bereits seit zehn Partien ohne Niederlage. Zuletzt landete Rehden einen knappen, aber verdienten 1:0-Heimsieg gegen Eichede.

 

(Text: Stefan Freye)