Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: So lief der 12. Spieltag

21.10.2013
Umfassender Plätzetausch
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Nur an der Spitze und am Ende änderte sich nichts. In der Mitte der Tabelle kam es am 12. Spieltag der Regionalliga Nord dagegen zu einer Menge Positionswechseln. Vom Vierten bis zum 16. blieb kein Team auf seinem Platz, und das lag an ein paar durchaus überraschenden Ergebnissen.

Eintracht Braunschweig – Goslarer SC 0:1 (0:1)

Er trifft im Moment wie er möchte: Bereits beim 2:0 gegen Eichede hatte Nils Pichinot beide Treffer erzielt, nun besorgte er in der 14. Minute das Tor des Tages, steigerte seine Bilanz auf  insgesamt fünf Saisontreffer und verhalf dem Goslarer SC zur Sicherung des zweiten Tabellenplatzes. Die Eintracht ging zwar sehr engagiert zu Werke, ihr fehlten aber die spielerischen Mittel, um zum zweiten Saisonsieg zu kommen. Sie ist nun seit sechs Partien sieglos. Zudem verlor der Gastgeber auch noch
Niclas Erlbeck mit der Gelb-Roten Karte wegen wiederholten Foulspiels (70.).

SV Meppen – BSV Schwarz-Weiß Rehden 2:2 (0:0)

Die Rehdener bleiben die Remis-Könige der Liga. Seit neun Partien sind sie nun ungeschlagen, gleich sechs Mal spielte der BSV dabei unentschieden. In Auswärtsspielen verhält es sich ähnlich, denn Rehden spielte in allen seinen sechs Spielen auf fremden Platz Remis. In Meppen hatten Florian Stütz (59.) und Marius Winkelmann (70.) den Gast zwei Mal in Führung gebracht, während Max Kremer (62.) und Sergej Schmik (78.) jeweils zum letztlich leistungsgerechten Unentschieden ausglichen.

Victoria Hamburg – Hannover 96 II 0:2 (0:2)

Es wird nicht leichter für das Schlusslicht. Beim 0:2 gegen Hannover blieb die Victoria bereits zum zehnten Mal in Folge ohne Sieg. Dagegen schaffte das Team von Hannover 96 II nach zuvor sieben erfolglosen Partien die Trendwende, und zwar schnell und innerhalb von nur wenigen Minuten: Tim Dierßen (2.) und Ali Gökdemir (12.) hatten gleich zu Beginn des Spiels für klare Verhältnisse gesorgt.

ETSV Weiche Flensburg – Hamburger SV II 2:6 (1:3)

Nur ein Sieg in den vergangenen acht Partien – vom tollen Start des ETSV Weiche ist mittlerweile nur noch wenig übrig geblieben. Beim 2:6 gegen den Hamburger SV trafen lediglich Patrick Thomsen (7.) und Jonas Walter (67., FE) ins Tor des Gegners. Für den Gast waren Robert Tesche (16.), Kapitän Fabio
Morena (23.), Josef Shirdel (37./77), Dennis Bergmann (46.) und Nils
Brüning (68.) erfolgreich. Beim HSV war die Erleichterung nach zuvor sieben Spielen ohne Sieg natürlich groß. „Wir freuen uns, dass wir wieder mal gewonnen haben“, meinte Rodolfo Cardoso. Nach dem „hochverdienten“ Erfolg möchte der Trainer beim Derby gegen Victoria nun gleich nachlegen. Als 14. der Regionalliga ist der HSV ja auch noch nicht im grünen Bereich.

Werder Bremen II – SV Wilhelmshaven 3:1 (2:1)

Werders Martin Kobylanski (17./33.) hatte den Gastgeber in Führung geschossen, Alessandro Alfieri (18.) war lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich gelungen. Kurz vor dem Ende traf Levent Aycicek zum Endstand (86.) - und machte den Arbeitssieg der Bremer perfekt. „Kompliment an die Mannschaft, das war ein verdienter Erfolg“, kommentierte Werder-Trainer Viktor Skripnik. Der Gegner aus Wilhelmshaven kassierte erst die zweite Niederlage in den vergangenen zehn Partien.

TSV Havelse – VfL Wolfsburg II 0:1 (0:0)

„Es war eine enge Partie, und wir sind froh, dass wir das entscheidende Tor gemacht haben“, meinte Wolfsburgs Trainer Valérien Ismaël nach dem umkämpften Spiel in Havelse. Der eingewechselte Andac Güleryüz (81.) hatte den vierten Sieg in Folge erst in der Schlussphase perfekt gemacht. Für Ismaël auch die Folge eines reifen Auftritts seiner Mannschaft: “Wir haben gezeigt, dass wir flexibel sind und auch gegen so einen Gegner körperlich gegenhalten können, wenn es eng wird.“ Der Gegner wartet dagegen seit fünf Partien auf einen dreifachen Punktgewinn. Trainer Christian Benbennek: „Man kann nicht davon ausgehen, dass man gegen Wolfsburg einen Sieg holt. Aber wir haben die Fans zum Schluss singen hören: 'Wir sind stolz auf unser Team', und das war unser Ziel für dieses Spiel.“ Nun gelte es, positiv zu bleiben und die Verhältnismäßigkeit zu wahren, so Benbennek.

VfB Oldenburg – FC St. Pauli II 3:0 (2:0)

Leo Baal (37.), Addy-Waku Menga (43.) und Kai Pröger (64.) sorgten für den ungefährdeten Heimerfolg des Gastgebers. „Wir haben wieder die richtige Einstellung gezeigt und Herz auf den Platz gebracht. Wir dürfen nur jetzt nicht glauben, dass wir in der Lage sind, die Spiele allein spielerisch zu lösen“, meinte VfB-Coach Alex Nouri nach der Partie vor rund 2120 Zuschauern. Seine Mannschaft belegt nun nicht nur den dritten Rang in der Liga, sondern führt auch die Fairplay-Wertung an. Lediglich 15 Gelbe Karten kassierte der VfB in seinen elf Partien, eine Rote Karte sah er noch gar nicht.

BV Cloppenburg – VfR Neumünster 3:1 (1:1)

Der wiedererstarkte BVC war zu stark für den Serientäter aus Neumünster: Nach fünf Spielen ohne Niederlage verlor der VfR trotz des Treffers von Kevin Ingreso (30.) zur zwischenzeitlichen Führung der Gäste. Denn Moritz Steidten (42.), Andreas Gerdes-Wurpts (70.) und Christian Willen (81.) drehten die Partie in der zweiten Halbzeit. Während Cloppenburg damit der Sprung auf den 13. Rang gelang, fiel Neumünster auf einen Abstiegsplatz (16.).

SV Eichede – Eintracht Norderstedt 4:6 (1:3)

Tag der offenen Tür im Duell der Aufsteiger. Zwar hatte André Kossowski den Gastgeber in Führung gebracht (21.). Doch anschließend schoss der Gast aus Norderstedt durch Jan Lüneburg (30./59.), Björn Nadler (37.) sowie Philipp Koch (57., FE) einen satten 4:1-Vorsprung heraus. Der SVE wollte sich allerdings noch nicht geschlagen geben und setzte selbst in Unterzahl (Rote Karte gegen Sebastian Meyer, 56.)  zu einer furiosen Aufholjagd an. Ein Eigentor von Norderstedts Marin Mandic (70.) sowie die Treffer von Arnold Lechler (74.) und Nico Fischer (85.) - schon stand es 4:4. Aber es passte zu diesem irren Spiel, dass auch damit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht war: Björn Nadler mit seinem zweiten Treffer (88.) und Yayar Kunath (90.) raubten dem Gastgeber den sicher geglaubten Punkt

(Text: Stefan Freye)