Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2017/2018: Vorschau 11. Spieltag

06.10.2017
Fernduell um die Spitze
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Der Hamburger SV hat erfolgreich gekontert: Dank eines 1:0-Erfolgs bei 96 II gelangte das Team von Christian Titz an die Tabellenspitze zurück. Trotzdem deutet derzeit vieles auf einen Zweikampf mit dem SC Weiche Flensburg hin, und deshalb zählen die Partien des HSV (gegen Havelse) und seines Verfolgers (in Egestorf) sicher zu den interessantesten Partien des 11. Spieltags. Abgeschlossen wird die Runde dann am kommenden Montag, mit dem Spiel zwischen Eintracht Braunschweig II und dem VfV Borussia 06 Hildesheim (19 Uhr).

Hamburger SV II – TSV Havelse (Sa., 13 Uhr)

Der Spitzenreiter ist zurück. Nach einem Treffer von Jungprofi Bakery Jatta (65.) sicherte sich der HSV II einen 1:0-Erfolg bei Hannover 96 II und kletterte wieder auf den ersten Platz der Regionalliga Nord. „Es war ein Spiel, in dem wir über weite Strecken gut mit und gegen den Ball agiert haben“, meinte Trainer Christian Titz zufrieden. Sein Team ist nun neben Energie Cottbus aus der Staffel Nordost die einzige Mannschaft ohne Niederlage in den fünf Regionalligen des Landes. Mit dem TSV ist nun allerdings ein Team zu Gast, das zuletzt für eine Trendwende gesorgt hatte: Der 3:2-Heimsieg über Eutin 08 war der erste Erfolg nach zuvor sieben sieglosen Partien.

VfL Wolfsburg II – VfB Oldenburg (Sa., 13 Uhr)

Noch in der vorletzten Saison, als diese Teams am Ende die Plätze eins und zwei belegten, war es das Duell des Jahres. Der VfL ist mittlerweile auch wieder auf einem guten Weg in die Spitze, lauert derzeit als Tabellenfünfter hinter den Topteams. Beim Gast läuft es dagegen noch gar nicht. Nach sieben sieglosen Spielen richteten die Oldenburger nun einen offenen Brief an ihre Fans. Darin heißt es: „Die bisherige Ausbeute ist für unsere Ansprüche und Erwartungen viel zu gering. Wir verstehen den Unmut und Frust vieler Anhänger. Wir haben aber keine Angst um den Klassenverbleib und werden nicht in Panik geraten. Wir sind sicher, dass sich der sportliche Erfolg bald einstellen wird.“ In diesem Sinne wird der VfB in Wolfsburg vermutlich alles tun, um in die Erfolgsspur zurückzukehren. Ein Spitzenspiel früherer Zeiten ist aber wohl nicht zu erwarten.

VfB Lübeck – Eintracht Norderstedt (14 Uhr)

Spielausfall

SSV Jeddeloh – Altona 93 (Sa., 16 Uhr)

Das Duell der Aufsteiger, mit einer ganz eigenen Note. Denn der Gastgeber gibt sich einfach nicht wie ein Neuling. Der SSV ist nun bereits seit fünf Spielen in Folge siegreich und grüßt von Platz vier. Die Euphorie in Jeddeloh ist also groß. Aber darin besteht nach allgemeiner Erfahrung ja auch immer eine gewisse Gefahr: Wir der Gastgeber den 14. aus Hamburg ernst genug nehmen, um auch im sechsten Spiel siegreich zu bleiben?

Germania Egestorf-Langreder – SC Weiche Flensburg (So., 15 Uhr)

Schlägt Weiche nun zurück? Bis zum Montagabend, dem 1:0 des HSV bei 96, waren die Flensburger an der Spitze der Liga – zumindest für ein paar Tage. Nun darf sich der Zweite natürlich keinen Ausrutscher erlauben, möchte er dran bleiben an den Hamburgern und für ein enges Rennen sorgen. Die Germania zählt als Tabellenneunter allerdings zu den positiven Überraschungen der Saison. Leicht wird sie es dem Gast sicher nicht machen.

Eutin 08 – Lüneburger SK Hansa (So., 15 Uhr)

Seit acht Partien wartet der Aufsteiger nun auf einen dreifachen Punktgewinn, Eutin fiel zuletzt sogar auf den letzten Tabellenplatz zurück. Es geht langsam aber sicher um den Anschluss an die sichere Zone der Liga. Der LSK wusste zuletzt allerdings mit einem 2:0-Heimsieg über den VfL Wolfsburg II zu überzeugen. Der erste Erfolg auf eigenem Platz sollte dem Gast zusätzlichen Auftrieb geben. Als auswärtsstark ist der 11. ohnehin bekannt.

SpVgg Drochtersen/Assel – BSV Rehden (So., 15 Uhr)

Die 0:1-Niederlage gegen Jeddeloh hatte den gelungenen Einstand des neuen BSV-Trainers verhindert. Nun will Benedetto Muzzicato seine ersten Punkte bei der Spielvereinigung feiern. Allerdings benötigt der Gastgeber die Zähler schon noch selbst: Der 13. hat sich derzeit in der unteren Tabellenhälfte festgesetzt, möchte dort aber keinesfalls bleiben.

 

(Text: Stefan Freye)