Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Futsal-Regionalliga Nord 2017/2018: Eine gelungene Premiere

28.02.2018
HSV Panthers dominieren
(Foto: Sportfoto Gettschat)
(Foto: Sportfoto Gettschat)

Endlich war es soweit. Auf seiner Sitzung im April 2017 beschloss der Spielausschuss des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) die Norddeutsche Futsal-Meisterschaft und die damit verbundene Ermittlung der Teilnehmer für die Deutsche Futsal-Meisterschaft nicht mehr in Turnierform zu spielen, sondern testweise in einer Futsal- Regionalliga Nord auszuspielen. Damit war der NFV der vierte von fünf Regionalverbänden, der flächendeckend seinen Meister in einer Spielrunde ausspielte.

Ziel war es, bereits im September 2017 zu starten, eine anspruchsvolle Aufgabe, vier Landesverbände unter ‚einen Hut‘ zu bringen. Schnell hat man sich auf einen Verteilerschlüssel geeinigt. Der Schleswig-Holsteinische-Fußballverband (SHFV) meldete PTSK Kiel, der Niedersächsische Fußballverband (NiFV) Eintracht Braunschweig Futsal. Der Bremer Fußball-Verband (BFV) Werder Bremen Futsal und OSC Bremerhaven Futsal. Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) setzte eine Qualifikationsrunde an, aus der sich vier von sieben Mannschaften qualifizieren konnten. Die Hamburg Panthers, FC Fotis Hamburg, Sparta Futsal und überraschenderweise der erst 2016 gegründete Verein Hamburger Futsal Club 2016.

Das Eröffnungsspiel bestritten die mittlerweile in den HSV e.V. eingegliederten ‚HSV-Panthers‘ gegen HFC 16. NFV-Vizepräsident Dirk Fischer und der damalige Präsident des HSV e.V., Jens Meyer, ließen es sich nicht nehmen, persönlich den ‚Kick Off‘ für die Premierensaison vorzunehmen.
Was sich dann in den 14 Spieltagen über die Saison abspielte, war ein Spiegelbild des Sports im Allgemeinen. Träume platzten oder wurden wahr. Teilweise überraschende aber natürlich auch erwartete Ergebnisse durch den großen Favoriten HSV prägten die Premierensaison. Insgesamt muss gesagt werden, dass alle Vereine mit großer Begeisterung und Engagement dabei waren und es den Organisatoren leicht machten, den Spielbetrieb entsprechend zu begleiten.

Dass die HSV-Panthers als klarer Favorit in diese Saison gingen, war eigentlich jedem klar. So wurden sie auch ungeschlagen, bei einem Unentschieden, überlegen Norddeutscher Futsal Meister. Äußerst spannend aber der Kampf um Platz zwei. FC Fortis, Werder Bremen Futsal, Eintracht Braunschweig Futsal, alle hatten sich berechtigte Chancen auf den Platz hinter dem HSV ausgerechnet. Aber auch Futsal kann für Überraschungen sorgen, und so war es der zweite Hamburger Vertreter, HFC 16, der am Ende die Vizemeisterschaft holte und damit automatisch mit den HSV-Panthers die Farben Norddeutschlands bei der Deutschen Futsal-Meisterschaft vertreten wird. Diese wird im April 2018 ausgetragen. Weitere Teilnehmer oder Ansetzungen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Allerdings ist NFV der einzige Regionalverband, dessen beiden Vertreter aufgrund der Erfolge in den Vorjahren, automatisch für das Viertelfinale qualifiziert sind.

Bei der Siegerehrung der HSV Panthers, die vom DFB-Vizepräsidenten Eugen Gehlenborg, dem NFV-Vizepräsidenten Dirk Fischer und dem Leiter der Amateursparte im HSV e. V., Kumar Tschana, vorgenommen wurde, betonten alle ausdrücklich nochmals den gelungenen Start in diese erste Spielzeit.

Aber bekanntermaßen ist nach der Saison vor der Saison. Und so laufen die Planungen für die neue Spielzeit bereits auf Hochtouren. Da der DFB zum 30.06.2018 eine eigene Futsal-Spielordnung mit den entsprechenden Durchführungsbestimmungen vorgelegt hat, sind die Zeiträume der Wechselfristen jetzt analog zum Fußball. So ist geplant, die neue Futsal-Saison Mitte September zu starten.
Da dem Wunsche der Vereine, keine Absteiger in der ersten Saison, entsprochen wurde, startet die neue Saison dann mit zehn Mannschaften. Die beiden Aufsteiger werden in einer Qualifikationsrunde entsprechend der Meldungen aus den Landesverbänden ermittelt. Zwei Meldungen liegen bereits vor.

Dank und Anerkennung sei auch den Schiedsrichtern ausgesprochen. Genauso wie für die Vereine, war es auch für sie absolutes Neuland, musste man doch plötzlich nachts um 22 Uhr von Bremerhaven oder Braunschweig zurück in heimatliche Gefilde. Dass es auch auf dem Hallenboden hektisch und unangemessen zugehen kann, wurde bei so manch einem Spiel mehr als deutlich. Gelbe, Gelb-Rote- und Rote Karten waren auch in dieser Saison erforderlich und wird es wohl auch weiterhin bleiben. Aber auch der besonders ausgeprägte ‚Redebedarf‘ einiger Spieler wurde souverän gemeistert und Rückmeldungen der Schiris belegen eine durchweg positive Bilanz.

So blicken wir alle gespannt und voller Zuversicht auf die zweite Saison und hoffen, dass es, gemeinsam mit den Vereinen, den Schiedsrichtern und dem NFV einen ebenso erfolgreichen wie interessanten Saisonverlauf geben wird.



(Text: NFV-Spielausschuss/Dipner)