Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2017/2018: So lief der 34. Spieltag

14.05.2018
Entscheidung vertagt
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Das ist schon eine sehr interessante Konstellation an der Spitze der Regionalliga Nord: Zwar hat Weiche Flensburg am 34. Spieltag die Tabellenführung wieder übernommen und im Gegensatz zum punktgleichen Verfolger HSV II noch ein Nachholspiel in Havelse auszutragen. Doch eine Niederlage würde erneut zu einem Führungswechsel und dem Titelgewinn der Hamburger sorgen – die engen Torverhältnisse (+36/+35) machen also ein Endspiel möglich.

VfL Wolfsburg II – Eintracht Norderstedt 4:1 (3:0)

Sie lassen nicht nach: Obwohl der Titelkampf ohne den VfL stattfindet, lieferte der Tabellendritte und sicherte sich den dritten Tabellenplatz noch vor seinem letzten Saisonspiel. Die Treffer von Dominik Franke (6.), Torjäger Blaz Kramer (20.), Julian Justvan (22.) und Felix Drinkuth (67.) brachten den Gastgeber mit 4:0 in Führung, ehe die Eintracht durch Murat Saglam verkürzte (89.). Sein Tor vermochte allerdings nicht zu verhindern, dass der Gast zum dritten Mal hintereinander leer ausging und seit fünf Partien auf einen Sieg wartet.

FC St. Pauli II – Altona 93 2:0 (1:0)

Es war nicht immer ganz rund gelaufen für St. Pauli in den letzten Wochen. Aber selbst die eine oder andere Enttäuschung vermochte eine unter dem Strich sehr ordentliche Saison nicht zu verhindern: Die Hamburger haben nun 48 Punkte auf dem Konto, mehr als in jeder anderen Regionalliga-Spielzeit – und dabei steht noch ein Nachholspiel auf dem Programm. Der Siebte trägt mit dem SSV Jeddeloh nun sogar ein Finale um den sechsten Platz aus. Den Rekord perfekt machten die Tore durch Sirlord Conteh (32.) und Irwin Pfeiffer (57.). Sie verhinderten gleichzeitig, dass sich das Schlusslicht aus Altona mit einem Erfolg aus der Liga verabschiedet.

Lüneburger SK Hansa – VfB Lübeck 0:0

Nun ist es raus: Der VfB Lübeck wird die Liga nach der Punkteteilung auf dem vierten Rang abschließen. Das ist eine starke Platzierung für ein Team, das zuletzt zahlreiche Nachholspiele austragen musste. Aber auch die Leistung des LSK kann sich sehen lassen: Der Gastgeber – der seit Wochen nur noch Heimspiele austrägt – wird nach einer ebenfalls schwierigen Spielzeit mindestens den 12. Platz belegen, und er ist nun seit elf Partien unbesiegt. Man darf wohl davon ausgehen, dass beide Teams ein relativ zufriedenes Wochenende verbracht haben.

SSV Jeddeloh – VfV Borussia 06 Hildesheim 1:1 (1:1)

Mit drei Niederlagen in Folge war der Gastgeber zu seinem vorletzten Saisonspiel angetreten: Das Remis gegen den VfV06 beendete aber nicht nur die Negativserie des Sechsten, auch der Gast kam noch drei vergeblichen Anläufen mal wieder zu einem Punktgewinn. Die Treffer erzielten Mario Fredehorst (9.) für den SSV und Jane Zlatkov (40., FE) für Hildesheim. Dank der Entwicklung in Braunschweig (nach dem Abstieg der Profis muss Eintracht II die Regionalliga verlassen) würde der VfV (16.) die Liga halten, wenn der Regionalligameister in die 3. Liga aufsteigt.

SpVgg Drochtersen/Assel – Germania Egestorf-Langreder 0:1 (0:0)

Ob das wirklich nötig war? Eigentlich hatten sich die Beteiligten doch bereits auf eine Punkteteilung eingestellt. Dann gab es aber noch einmal einen Foulelfmeter, den Marvin Stieler zum Auswärtssieg nutzte (90.). Er markierte zugleich den dritten dreifachen Punktgewinn in Folge und sicherte der Germania den fünften Tabellenplatz. Die Spielvereinigung muss dagegen die Nachholspiele abwarten, bevor ihr neunter Rang feststeht.

Eutin 08 – SC Weiche Flensburg 2:5 (0:2)

Nun haben sie ihr Endspiel: Verliert Weiche das Nachholspiel in Havelse am Mittwoch nicht, dann ist der Titel perfekt. Der neue Spitzenreiter hat also seine Hausaufgaben gemacht. In Eutin war er durch Christian Jürgensen (13.) und Nico Empen (36.) bereits vor der Pause mit 2:0 in Führung gegangen. Nach dem Wechsel legten Empen (50.) und Rene Guder (53./58.) nach. Für den Gastgeber sorgte Doppeltorschütze Rasmus Tobinski (83./85.) kurz vor dem Ende ein bisschen überraschend für eine Ergebniskorrektur – und dafür, dass es angesichts der Tordifferenz doch noch einmal eng zugeht an der Spitze. So gesehen endete das letzte Heimspiel des 17. versöhnlich. Wie Schlusslicht Altona 93 muss allerdings auch Eutin 08 nach nur einem Jahr wieder absteigen.

Hamburger SV II – Eintracht Braunschweig II 4:2 (0:1)

Auch der HSV erfüllte seine Aufgabe mit dem Heimsieg. Zwar war der Gast durch Maik Lukowicz (30.) und Deniz Undav (48.) in Führung gegangen. Doch nach dem Wechsel drehten die Treffer von Törles Knöll (49.), Arianit Ferati (54.), Bjarne Thoelke (81.) und Mohamed Gouaida (84.) die Partie zugunsten des Tabellenzweiten. Für die Eintracht kam es dagegen knüppeldick, und das hatte gar nichts mit der Niederlage zu tun: Weil die Braunschweiger Profis aus der 2. Bundesliga absteigen müssen, wird die zweite Mannschaft in die Oberliga versetzt.

Hannover 96 II – BSV Rehden 0:1 (0:1)

Weil die Brauschweiger Reserve absteigen muss, ist mit dem 15. Rang automatisch der Klassenerhalt verbunden – obwohl feststeht, dass Werder II aus der 3. Liga kommt und noch nicht klar ist, ob dem Regionalligameister der Aufstieg in die 3. Liga gelingt. So gesehen kam es auf den Auswärtserfolg des BSV Rehden gar nicht mehr an. Aber wer konnte schon mit dieser rasanten Entwicklung rechnen? Aber so ein Sieg im letzten Auswärtsspiel der Saison versüßt ja auch das Saisonfinale. Möglich wurde er dank des Treffers von Francky Sembolo (40.). Er sorgte denn auch dafür, dass 96 II (8.) nach vier Partien mal wieder eine Niederlage kassierte.

TSV Havelse – VfB Oldenburg 1:3 (1:2)

Auch der VfB hätte sich angesichts der Vorgänge um Eintracht Braunschweig eigentlich keine so große Mühe mehr geben müssen. In Havelse trafen Kifuta Makangu (4./84.) und Thorsten Tönnies (43.), Daniel-Kofi Kyereh hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (34.). Die Oldenburger müssen nun abwarten, ob sie auch am Ende den 13. Rang belegen werden, während der TSV im „Titelfinale“ gegen Weiche Flensburg noch vom 11. auf den 9. Platz klettern könnte.

 

(Text: Stefan Freye)