Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2018/2019: So lief der 18. Spieltag

12.11.2018
Der VfL setzt sich ab
(Foto: Peter Kahre)
(Foto: Peter Kahre)

Auch nach dem 18. Spieltag ist die Winterpause noch in weiter Ferne. Dabei steht mittlerweile wohl längst fest, wozu die Spitzenteams die Auszeit nutzen werden: Sie werden intensiv darüber nachdenken, wie sich der VfL Wolfsburg II noch stoppen lässt. Nach dem späten 2:1 über Werder II führt der Spitzenreiter die Liga jedenfalls mit neun Punkten an.

VfL Wolfsburg II – SV Werder Bremen II 2:1 (0:1)

Kein Wunder, dass Werder-Trainer Sven Hübscher von einer „bitteren Niederlage“ sprach. Bis weit in die Schlussphase hatten die Bremer nach guter Leistung geführt, um dann zwei Tore zu kassieren und mit leeren Händen dazustehen. Nach der Gästeführung durch Jonah Osabutey (22.) hatte es richtig gut ausgesehen. Erst die eingewechselten Murat Saglam (82.) und Marcel Stutter (90.+2) sicherten dem VfL den siebten Sieg und das 15. ungeschlagene Spiel in Folge. Die Niedersachsen bleiben damit das Maß der Dinge, während Werder nun bereits 13 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter aufweist.

SC Weiche Flensburg – SSV Jeddeloh 4:2 (1:1)

Mit dem Heimsieg nahm der amtierende Meister zugleich für die 1:2-Niederlage in Jeddeloh Revanche. Zwar glich das Eigentor von Weiches Hendrik Ostermann (20.) die Führung durch Gökay Isitan (12.) noch aus. Doch nach dem Wechsel legten Kevin Schulz (48.), erneut Isitan (69., FE) und Ilidio Pastor Santos (90.+1) für die Flensburger nach. Der zwischenzeitliche 2:3-Anschluss von Keven Oltmer (82.) brachte den Gästen deshalb auch nichts ein. Sein Gegner feierte also den fünften Sieg aus den vergangenen sechs Partien (5-1-0).

Hamburger SV II – Germania Egestorf-Langreder 1:2 (0:0)

Da scheint der Knoten aber so richtig geplatzt: Beim 4:0 in Norderstedt hatte die Germania die ersten Auswärtspunkte der Saison gewonnen. Nun legte sie beim HSV gleich mal nach. Zunächst hatte Christoph Beismann (48., FE) den Gast in Führung geschossen, und nach dem Ausgleich von Jonas Behounek (66.) sicherte Marvin Stieler (79.) die drei Punkte. Was den Gast auf den zwölften Tabellenplatz klettern ließ, bringt die Hamburger (13.) zumindest in leichte Schwierigkeiten. Der Gastgeber liegt nur noch zwei Zähler vor dem Relegationsrang 15.

VfB Oldenburg – VfB Lübeck 5:1 (2:0)

Hoppla, damit war nicht zu rechnen gewesen: Der VfB Oldenburg kam ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten zu einem klaren Heimsieg. Den Treffern von Jan-Patrick Kadiata (14./48.), Maik Lukowicz (15.), Ibrahim Temin (64.) sowie Kifuta Kiala Makangu (86.) hatten die Lübecker lediglich das Tor von Ahmet Metin Arslan (82.) zum zwischenzeitlichen 4:1 entgegenzusetzen. Weshalb der Lübecker VfB nun bereits neun Punkte (und ein Nachholspiel) hinter dem Spitzenreiter VfL Wolfsburg zurück liegt – und die Oldenburger ihre Serie auf eine Niederlage aus den vergangenen elf Partien ausbauten.

Eintracht Norderstedt – BSV Rehden 5:1 (5:0)

Auch in Norderstedt fielen die Treffer wie reife Früchte. Dabei hatte der Gastgeber zuvor noch zwei klare Heimniederlagen kassiert. Für den Befreiungsschlag waren die Tore von Jan Lüneburg (3./37.), Vico Meien (13./16.) und Felix Drinkuth (43.) von maßgeblicher Bedeutung. Durch Mohammed Salifou Moussa (90.) gelang dem Gast lediglich Ergebniskosmetik. Er hatte Augustino Canzian da Silva allerdings früh mit einer Roten Karte wegen groben Foulspiels verloren (6.).

TSV Havelse – Hannover 96 II 1:1 (0:0)

Am Ende sicherten nur neun Hannoveraner den Punkt in Derby: Nachdem Havelses Tobias Fölster (50., HE) und Yousef Emghames (70.) getroffen hatten, ging es los: Zunächst sah 96 in Person von Kevin Wolf (82./Tätlichkeit) die Rote Karte, dann erwischte es Benjamin Hadzic (87./Grobes Foulspiel). Der Gast (8.) wartet nun bereits seit drei Partien auf einen Sieg und hat den Anschluss an die Spitzengruppe einstweilen verloren. Die Situation des TSV (15.) vermochte die Punkteteilung allerdings auch nicht zu verbessern.

Lüneburger SK Hansa – FC St. Pauli II 3:0 (2:0)

So souverän hatte man den Gastgeber gar nicht erwartet. Aber die Treffer von Kevin Krottke (2.), Utku Sen (40.) und Ridel Varela Monteiro (59.) sorgten für eine ebenso ungefährdeten wie klaren Heimsieg des Tabellenelften. Er kommt St. Pauli (7.) damit immer näher – lediglich drei Zähler trennen die Teams nun noch.

Holstein Kiel II – VfL Oldenburg 4:2 (1:1)

Nach der Kieler Führung durch Noah Awuku (21.) begann die Kulikas-Show: Mit einem Hattrick erhöhte der Torjäger im Alleingang auf 4:0 (55./65./75.). Die Treffer von Kebba Badjie (62.) und Nils Frenzel (90.) vermochten die Auswärtsniederlage der Oldenburger im Duell der Aufsteiger deshalb nicht zu verhindern. Während der VfL damit weiterhin die Rote Laterne trägt, verbesserte sich Holstein II auf den vierten Rang.

SpVgg Drochtersen/Assel – U.L.M. Wolfsburg 2:2 (1:0)

Nach dem 1:1 im Hinspiel trotzte Lupo Martini der Spielvereinigung auch diesmal einen Punkt ab. Das ist schon insofern verwunderlich, da der Gastgeber nach drei Spielen aus den vergangenen vier Partien als Favorit in das Duell mit dem Vorletzten aus Wolfsburg gegangen war. Nachdem Sung Hyun Jung (35.) für Drochtersen getroffen hatte, drehten Andrea Rizzo (54.) und Timon Hallmann (64.) die Partie sogar zugunsten des Gastes. Erst der Treffer von Erdogan Pini (81.) ermöglichte die Punkteteilung.

 

(Text: Stefan Freye)