Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2018/2019: So lief der 32. Spieltag

06.05.2019
Keine Vorentscheidung in Sicht
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Es bleibt spannend: Während der VfB Lübeck das schwere Auswärtsspiel in Bremen gewann, holte der VfL Wolfsburg II beim nicht minder herausfordernden Duell mit Hannover 96 II lediglich einen Punkt. Nach dem 32. Spieltag der Regionalliga Nord werden die beiden Topteams also nur noch durch drei Zähler getrennt. Wie gesagt: Es bleibt spannend.

Lübeck bleibt „Wölfen“ auf den Fersen

Der VfB Lübeck hält das Rennen um die Meisterschaft in der Regionalliga Nord offen. Die Mannschaft von Trainer Rolf Martin Landerl wahrte ihre Titelchance durch einen 2:0 (0:0)-Auswärtserfolg beim SV Werder Bremen II. Zum 14. Mal in Folge blieb der VfB damit ohne Niederlage, er kassierte seit Mitte November lediglich drei Gegentreffer. In der Anfangsphase der zweiten Halbzeit sorgte ein Eigentor von Malte Karbstein (54.) für die Lübecker Führung. Kurz vor dem Abpfiff machte der eingewechselte Fabio Parduhn (89.) alles klar und die zweite Bremer Heimniederlage hintereinander perfekt. Ganz nebenbei spielte VfB-Torhüter Benjamin Gommert bei seinem 18. Einsatz in dieser Saison zum 13. Mal zu Null.

Absteiger VfL Oldenburg auswärts weiter ohne Punkt

Der direkte Wiederabstieg des VfL Oldenburg in die Oberliga Niedersachsen ist definitiv besiegelt. Nach dem 0:3 (0:1) beim BSV Rehden, der 16. Niederlage im 16. Auswärtsspiel, kann der Tabellenvorletzte auch theoretisch einen möglichen Relegationsrang nicht mehr erreichen. Tomislav Ivicic (4.) markierte schon früh per Kopfball das Rehdener Führungstor, Ex-Profi Addy-Waku Menga (49./75.) schnürte später einen Doppelpack. Und sorgte damit für Jubel: Mit nunmehr 43 Punkten kann der BSV endgültig für eine weitere Spielzeit in der Nord-Staffel planen.

Ligaprimus Wolfsburg II strauchelt in Hannover

Die Tabellenführung des VfL Wolfsburg II ist am 32. Spieltag in der Regionalliga Nord auf drei Punkte geschrumpft. Nachdem Verfolger VfB Lübeck bereits am Freitag bei der U23 von Werder Bremen 2:0 gewonnen hatte, kamen die Wölfe nicht über ein 1:1 (0:0) bei Hannover 96 II hinaus. Yannick Möker (48.) hatte den Ligaprimus zunächst in Führung gebracht; Benjamin Hadzic (60.) sicherte Hannover mit seinem Treffer noch das dritte 1:1 hintereinander. Die Wolfsburger verpassten dagegen den dritten Sieg in Serie. „Das Spiel war ein Vorgeschmack darauf, was uns in den eventuellen Aufstiegsspielen zu 3. Liga erwartet“, kommentierte Rüdiger Ziehl. Der VfL-Trainer weiter: „Man hat der Mannschaft eine gewisse Spannung angemerkt. Phasenweise haben uns Mut und Bereitschaft gefehlt. Wir hatten nicht unseren besten Tag erwischt und müssen aus dieser Partie die richtigen Schlüsse ziehen.“

Julian Bennert schießt Jeddeloh zum Sieg

Dem SSV Jeddeloh ist mit dem 3:1 (1:1) gegen den Mitkonkurrenten TSV Havelse ein wichtiger Schritt in Richtung Klassenerhalt gelungen. Nach drei vergeblichen Anläufen sicherten Doppeltorschütze Julian Bennert (31./48.) und Thorsten Tönnies (90.+4) dem SSV wieder einen Dreier. Torge Bremer (45.) hatte zwar zwischenzeitlich den Ausgleich erzielt. Die erste Niederlage seit drei Partien (2-1-0) konnte der TSV aber nicht verhindern.

Der SC Weiche Flensburg 08 hat durch ein 2:0 (0:0) gegen Verfolger SpVgg Drochtersen/Assel den vierten Tabellenplatz gefestigt. Marvin Ibekwe (54.) und Torge Paetow (57.) waren als Torschützen für den aktuellen Meister zur Stelle. Weiche Flensburg weist nun 55 Punkte auf. Der Verfolger Drochtersen/Assel steht bei 51 Zählern.

Norderstedt: Auswärtssieg im eigenen Stadion

Der FC Eintracht Norderstedt hat seine Chancen auf eine weitere Saison in der Regionalliga Nord am 32. Spieltag erhöht. Das 3:2 (1:1) beim FC St. Pauli II war bereits das vierte Spiel ohne Niederlage in Folge. Damit ist Norderstedt unter dem neuen Trainer Jens Martens weiterhin unbesiegt und holte dabei acht Punkte. Der FC St. Pauli war gegen Norderstedt durch Jan-Marc Schneider (5.) und Sirlord Conteh (50.) zwar zweimal in Führung gegangen. Die Eintracht meldete sich aber durch Treffer von Johann Knebel (24.), Marcus Coffie (69.) und den eingewechselten Jordan Brown (72.) zurück. Kurios: Obwohl Norderstedt eigentlich ein Auswärtsspiel hatte, fand die Partie im heimischen Edmund-Plambeck-Stadion statt. Dort trägt nämlich auch der FC St. Pauli II in dieser Saison seine Heimspiele aus.

Für den Hamburger SV II reichte es beim bereits als Absteiger feststehenden Schlusslicht Lupo Martini Wolfsburg zum dritten 1:1 (1:1) in Serie. Mats Köhlert (15.) hatte die Hamburger zunächst in Führung gebracht, Alper Kara (28.) sicherte den Wolfsburgern noch einen Punkt.

Lüneburg beendet Negativserie und darf hoffen


Ebenfalls einen wichtigen Sieg im Rennen um den Klassenerhalt landete der Lüneburger SK Hansa  mit dem 2:1 (1:0) beim VfB Oldenburg. Utku Sen (37.) und Kevin Krottke (76.) erzielten für die Mannschaft von Trainer Rainer Zobel die Treffer zum ersten Dreier nach acht vergeblichen Anläufen. Der VfB Oldenburg kam zwar noch durch Maik Lukowicz (87.) zum Anschlusstreffer, zu etwas Zählbarem reichte es aber nicht mehr. Lüneburg belegt zwar weiterhin einen möglichen Abstiegsplatz, verkürzte aber den Rückstand zur Konkurrenz.

Der 1. FC Germania Egestorf-Langreder setzte dagegen mit dem 1:3 (0:2) gegen Holstein Kiel II seinen Negativtrend fort und muss mehr denn je um den Klassenverbleib bangen. Die Mannschaft von Trainer Paul Nieber rutschte nach dem siebten Spiel in Folge ohne Sieg und der vierten Niederlagen hintereinander auf den 15. Platz ab. Ob dieser Rang zur Rettung reicht, die Teilnahme an der Relegation oder sogar den direkten Abstieg bedeutet, hängt davon ab, ob Eintracht Braunschweig in der 3. Liga bleibt und ob sich der Nord-Meister (VfL Wolfsburg II oder VfB Lübeck) in den Aufstiegsspielen gegen Bayern-Vertreter FC Bayern München II durchsetzen kann. Für die Kieler, die erstmals seit sechs Partien wieder die volle Punktzahl einfuhren, markierten Noah Awuku (3./55.) und Laurynas Kulikas (18., HE) die Tore. Torben Engelking (88.) konnte für Egestorf-Langreder lediglich verkürzen.

 

(Text: Stefan Freye)