Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2018/2019: So lief der 33. Spieltag

13.05.2019
Der VfL Wolfsburg ist Meister!
(Foto: VfL Wolfsburg)
(Foto: VfL Wolfsburg)

Weil der VfB Lübeck am 33. Spieltag lediglich einen Punkt gewann, der Spitzenreiter sein Heimspiel gegen Germania Egestorf-Langreder aber gewann, ist die Titelfrage geklärt: Der VfL Wolfsburg II ist Meister der Regionalliga Nord. In der Abstiegsfrage ist dagegen noch Geduld gefragt: Hier fällt die Entscheidung erst am 34. Spieltag.

Remis für Lübeck

Der VfB Lübeck musste sich zum Auftakt des 33. Spieltages im Derby beim SC Weiche Flensburg 08 vor 1.482 Zuschauern mit einem 0:0 begnügen und verpasste damit die Chance, nach Punkten zu Spitzenreiter VfL Wolfsburg II aufzuschließen. Die Lübecker blieben durch das Remis in Flensburg allerdings zum 15. Mal hintereinander ohne Niederlage und kassierten in dieser Zeit (seit Mitte November) lediglich drei Gegentore. Schon in gut zwei Wochen trifft der VfB erneut auf den SC Weiche Flensburg. Dann haben die Grün-Weißen am Samstag, 25. Mai (ab 16.15 Uhr), im Verbandspokal-Endspiel von Schleswig-Holstein im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ im Stadion Lohmühle das Heimrecht gegen den Titelverteidiger aus Flensburg. Der Gewinner qualifiziert sich für die erste DFB-Pokal-Hauptrunde.

Die SpVgg Drochtersen/Assel unterlag dem VfB Oldenburg mit 0:1 (0:0). Für die Entscheidung sorgte ein Eigentor von Liam Giwah (75.). Drochtersens Mittelfeldspieler Marcel Andrijanic handelte sich in der Schlussphase wegen groben Foulspiels zudem die Rote Karte ein (85.).

Wolfsburger U23 zum dritten Mal Nord-Meister

Das Rennen um die Meisterschaft in der Regionalliga Nord ist entschieden. Der VfL Wolfsburg II hat sich am 33. Spieltag mit einem 4:2 (3:0)-Heimsieg gegen den abstiegsbedrohten 1.FC Germania Egestorf-Langreder den Titel gesichert. Einen Tag nach dem 0:0 des Verfolgers VfB Lübeck in Flensburg baute das Team von VfL-Trainer Rüdiger Ziehl mit dem 23. Erfolg im 33. Saisonspiel den Vorsprung auf uneinholbare fünf Punkte aus. Es ist die dritte Nord-Meisterschaft für die Wolfsburger nach 2014 und 2016.
Im Anschluss an das Spiel übergab NFV-Präsident Günter Distelrath die „Schale“ mit guten Wünschen für die anstehende Relegation an VfL-Kapitän Julian Klamt.

 

Meister der Regionalliga Nord 2018/2019: VfL Wolfsburg U23                                                              (Foto: VfL Wolfsburg)


Nun soll auch erstmals der Sprung in die 3. Liga gelingen. In den Aufstiegsspielen treffen die „Wölfe“ auf die zweite Mannschaft des FC Bayern München, den Meister der Regionalliga Bayern. Das Hinspiel findet am Mittwoch, 22. Mai, in Wolfsburg statt. Vier Tage später (Sonntag, 26. Mai) kommt es zum entscheidenden Rückspiel in München. Die letzten Zweifel am Titelgewinn beseitigte der VfL dank der Treffer von Julian Klamt (17.), Blaz Kramer (27.) Murat Saglam (36.) und Julian Justvan (49.). Torben Engelking (61./76.) brachte die Gäste zwar mit einem Doppelpack noch einmal heran, konnte den erneuten Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib aber auch nicht mehr verhindern. Seit acht Partien wartet die Germania auf einen Sieg (0-1-7). Zuletzt gab es fünf Niederlagen in Serie, und deshalb belegt sie nun den ersten Abstiegsplatz.

Dritter Sieg in Serie: Rehden setzt Aufwärtstrend fort


Den dritten Sieg in Folge sicherte sich der BSV Rehden. Im Gastspiel bei der zweiten Mannschaft von Holstein Kiel setzte sich der BSV mit 3:1 (3:1) durch. Dabei hatten die Gastgeber einen Blitzstart erwischt und waren durch den Treffer von Laurynas Kulikas (1.) in Führung gegangen. Noch vor dem Seitenwechsel aber drehte der BSV dank Tore von Tomislav Ivicic (14./41) und Jakob Lewald (25.) das Spiel. Mit dem Dreier machte der BSV in der Tabelle einen Sprung auf Rang acht, Holstein Kiel II rutschte in die untere Tabellenhälfte ab, bleibt dennoch der beste Aufsteiger.

TSV Havelse hat Rettung vor Augen

Der TSV Havelse hat den Klassenverbleib in der Regionalliga Nord vor Augen. Nach dem 2:1 (1:1) gegen Lupo Martini Wolfsburg beträgt der Vorsprung der Niedersachsen auf einen möglichen Relegationsplatz drei Punkte. Der TSV kann außerdem nur dann noch in Gefahr geraten, wenn Eintracht Braunschweig aus der 3. Liga absteigen und die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg als Nord-Meister in den Aufstiegsspielen gegen Bayern München II (22. und 26. Mai) scheitern sollte. Um ganz sicher zu gehen, benötigt der TSV beim Saisonfinale am Sonntag, 19. Mai (ab 14 Uhr), beim direkten Konkurrenten FC St. Pauli II also noch einen Punkt. Lupo Martini war in Havelse durch Leon Henze (17., FE) zunächst in Führung gegangen. Deniz Cicek (30.) und Noah Plume (79.) drehten die Partie für die Gastgeber. In zwölf Ligaspielen unter Trainer Jan Zimmermann, seit der Winterpause im Amt, sammelte der TSV bemerkenswerte 22 Punkte.

Norderstedt: Erste Niederlage unter Martens

Der FC Eintracht Norderstedt kassierte mit dem 0:2 (0:1) gegen Hannover 96 II die erste Niederlage im fünften Ligaspiel unter Trainer Jens Martens und muss weiter um den Klassenverbleib bangen. Die Hannoveraner verlängerten nach Treffern von U19-Torjäger Justin Neiß (7.) und Tom Baller (54.) ihre Positivserie auf fünf Partien ohne Niederlage (3-3-0). Norderstedt rutschte dagegen auf den 14. Tabellenplatz ab, der im schlechtesten Fall die Teilnahme an der Relegation gegen den Vizemeister der Oberliga Niedersachsen bedeuten könnte. Der Vorsprung vor einem möglichen Abstiegsplatz beträgt aber auch nur einen Punkt.

Die Chancen auf den Klassenverbleib verbessert hat der Lüneburger SK Hansa mit dem 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen den SSV Jeddeloh. Den Lüneburger Führungstreffer durch Goson Sakai (12.) konnte Mats Kaiser (25.) zunächst noch ausgleichen. Kurz vor Schluss ließ Kevin Krottke (87.) den LSK doch noch jubeln. Durch den ersten Heimsieg seit Anfang März verbesserte sich der Lüneburger SK auf Rang 15. Kurios: Nach aktuellem Stand könnte diese Platzierung den Abstieg, die Relegation oder sogar die Rettung bedeuten.

Hamburger SV U21 gewinnt kleines Derby

Der Hamburger SV II hat das kleine Stadtderby gegen die zweite Mannschaft des FC St. Pauli mit 2:1 (2:0) für sich entschieden. Im achten Spiel hintereinander ohne Niederlage trugen sich Patric Pfeiffer (16.) und Moritz-Broni Kwarteng (22.) in die Torschützenliste ein. Die U23 des FC St. Pauli kam zwar durch Seung-won Lee (79., FE) noch einmal näher heran, konnte die dritte Niederlage in Folge aber nicht verhindern. Damit ist der Klassenverbleib rechnerisch noch nicht sicher. Das Team von St. Paulis Trainer Joachim Philipkowski steht bei 40 Zählern, zwei Punkte vor der Gefahrenzone.

Ebenfalls die dritte Niederlage in Folge kassierte der SV Werder Bremen II mit dem 0:1 (0:0) beim bereits abgestiegenen VfL Oldenburg. Joshua König (68., FE) schoss die Mannschaft von VfL-Trainer Dario Fossi zum zweiten Heimsieg in Serie. Bei nun fünf Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Lupo Martini Wolfsburg und elf Punkten Rückstand auf den 1. FC Germania Egestorf-Langreder wird Oldenburg die Saison definitiv auf dem vorletzten Platz beenden.

 

(Text: Stefan Freye)