Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Vorschau 11. Spieltag der Regionalliga Nord der Herren 2012/13

12.10.2012

Am elften Spieltag der Regionalliga Nord kommt es in Kiel zum Duell zweier Favoriten, denn Tabellenführer Holstein empfängt mit dem VfL Wolfsburg II einen ebenfalls hoch gehandelten Gegner. Aber auch sonst hat die Liga wieder eine Menge an spannenden Paarungen zu bieten.

SC Victoria Hamburg – SV Wilhelmshaven (Fr., 19 Uhr)

 

In der Schlussphase des 1:1 beim VfB Oldenburg hatte Victoria einen Punkt und damit auch die Serie gerettet: Seit drei Spielen sind die Hamburger nun ohne Niederlage. Der Gast blickt allerdings auf noch imposantere Wochen zurück. Seit vier Partien ist der SVW nun siegreich, zudem glückte dank des 5:1-Erfolgs beim TuS Celle der Einzug ins Halbfinale des niedersächsischen Pokalwettbewerbs. Trainer Christian Niedhart: „Solange meine Spieler weiterhin beherzigen, dass es in dieser Liga keine Selbstläufer gibt und wir immer alles in die Waagschale werfen müssen, können wir auch bei Victoria Hamburg bestehen und unsere Serie fortsetzen.“

 

Holstein Kiel – VfL Wolfsburg II (Sa., 14 Uhr)

 

Der Schlager des 11. Spieltags. Als Tabellenführer sind die Kieler mittlerweile in der Rolle des Topfavoriten angekommen, und die Niedersachsen, ähnlich hoch eingeschätzt, folgen ihnen auf Rang fünf. „Die Jungs sind auf einem guten Weg und ziehen voll mit“, sagt deren Trainer Lorenz-Günther Köstner. „ Luft nach oben“, hat er allerdings angesichts der gelegentlich mangelhaften Durchschlagskraft seiner Mannschaft ausgemacht. In dieser Hinsicht könnte auch Holstein Probleme bekommen: Mit Jaroslav Lindner (Muskelbündelriss) wird der nach Marcel Schied (6 Tore) erfolgreichste Angreifer der letzten Wochen (5 Tore) fehlen. Ausgeglichen ist das Duell auch in der Statistik. Im Vorjahr gewann jeweils der Gastgeber, und zuvor hatte es in sechs Partien gleich vier Mal ein 1:1-Remis gegeben.

 

Hannover 96 II – BV Cloppenburg (Sa., 14 Uhr)

 

Der Gast, nun seit vier Partien ohne Sieg, kann eigentlich keine Heimmannschaft erschrecken: Cloppenburg gewann bislang lediglich einen Punkt in Auswärtsspielen und ist damit das schwächste Team auf fremden Platz. Nun geht es auch noch zum Tabellenzweiten – der zuletzt allerdings etwas schwächelte. Man hatte nicht gerechnet mit den Niederlagen gegen Havelse (0:1) und in Neumünster (2:3). Das Team von Valerian Ismael will gegen den BVC unbedingt in die Erfolgsspur zurückkehren, um gegenüber Holstein Kiel nicht noch mehr an Boden zu verlieren.

 

ETSV Weiche Flensburg – VfB Oldenburg (Sa., 14 Uhr)

 

Seit drei Spielen ungeschlagen – das ist eine Bilanz, die man dem Gastgeber kaum zugetraut hatte. Zuletzt punktete das Team von Daniel Jurgeleit allerdings zwei Mal auswärts, nämlich beim FCO (1:0) und beim BVC (2:2). Die Oldenburger mussten nach zuvor vier Siegen in Folge dagegen Federn lassen. Weder in Lübeck (0:1), noch gegen Victoria (1:1) gelang ein Sieg. Was man unterm Strich aber ziemlich gelassen zur Kenntnis nahm beim VfB: Als Tabellensechster befinden sich die Niedersachsen noch immer im Einklang mit den eigenen Ansprüchen.

 

FC Oberneuland – FC St. Pauli II (Sa., 15 Uhr)

 

Hinter den eigenen Erwartungen zurück liegt mittlerweile der FCO. Nach fünf Spiele ohne Sieg und drei Niederlagen in Folge soll nun endlich wieder eine Erfolg her. Der punktgleiche Gast aus Hamburg scheint eigentlich der richtige Gegner: St. Paulis Reserve ist nun schon sieben Spiele ohne Sieg und blieb zuletzt sogar vier Mal ohne Punktgewinn.

 

TSV Havelse – VfR Neumünster (So., 14 Uhr)

 

Gleich 13 seiner insgesamt 15 Punkte gewann der TSV in den vergangenen fünf Partien. Vier Siege und ein Remis stehen damit in der jüngsten Bilanz des Teams von Andre Breitenreiter. Allerdings dürften auch die Gäste nach dem 3:2-Erfolg gegen Hannover 96 II mit breiter Brust antreten. Auswärts lief es zuletzt allerdings weniger gut. Mitte August gelang der letzte Sieg auf fremdem Platz. Als Tabellenvierter hat Neumünster die Erwartungen bislang jedoch locker übertroffen.

 

Hamburger SV II – BSV Schwarz-Weiß Rehden (So., 14 Uhr)

 

Nur Werder II (6) hat weniger Spiele ausgetragen als die HSV-Reserve (8). Insofern kann man im Team von Rudolfo Cardose gut leben mit dem achten Tabellenplatz. Weniger erbaulich ist die Heimbilanz des kleinen HSV: lediglich ein Sieg aus vier Partien. Die Auftritte des BSV auf fremden Plätzen waren allerdings auch durchwachsen. Zuletzt fertigte Rehden aber den SV Meppen in dessen Stadion mit 5:0 ab.

 

SV Meppen – VfB Lübeck (So., 15 Uhr)

 

Das Schlusslicht steht im Heimspiel unter Druck, denn es geht nun schon um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze. Lediglich der 3:1-Auftakterfolg gegen Victoria Hamburg brachte Meppen drei Punkte ein. Seitdem, neun Spiele lang, wartet man auf einen Sieg. Der Gegner hat sich zuletzt dagegen etwas gefangen. Zwar ging das Derby gegen Spitzenreiter Kiel mit 0:2 verloren. Doch zuvor hatte der VfB dank überraschender Punktgewinne den Anschluss ans Mittelfeld hergestellt.   

  

(Text: Stefan Freye (sfy))