Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 25. Spieltag

14.03.2014
Spitzenfußball – Spitzenspiel
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Am 25. Spieltag der Regionalliga Nord kommt es in Wolfsburg zu einem Duell auf höchster Ebene. Dabei möchte der Vierte VfB Oldenburg die Partie beim Spitzenreiter VfL II nutzen, um nach durchwachsenen Ergebnissen wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

TSV Havelse – SC Victoria Hamburg (Sa., 14 Uhr)

Auf dem Papier tritt hier der Tabellenachte gegen das Schlusslicht an. Angesichts der letzten Resultate ist die Lage noch klarer: Während sich der TSV Havelse längst von einer kleinen Ergebniskrise erholte und nun seit fünf Partien ohne Niederlage ist (3-2-0), wartet der Gast aus Hamburg seit fünf Spielen auf einen Sieg (0-2-3). Die Victoria muss nun unbedingt punkten, um nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu verlieren. Helfen soll dabei auch der neue Manager, Sven Piel kam vom SV Blankenese und nahm vor wenigen Tagen seine Arbeit auf.

FC St. Pauli II – TSV Schwarz-Weiß Rehden (Sa., 14 Uhr)

0:3 gegen Eintracht Norderstedt - der Gastgeber verlor am vergangenen Wochenende erstmals seit dem November 2013 und nach zuvor zehn Punkten aus vier Spielen. Angesichts einer ordentlichen Leistung nahm sein Trainer das allerdings gelassen. „Am Ende mussten wir nach dem unglücklichen ersten Gegentor hinten öffnen, und das hat die Eintracht zu weiteren Treffern nutzen können“, meinte Thomas Meggle. Sein Team, derzeit auf Rang zehn, möchte gegen Rehden aber schon unter Beweis stellen, dass die Pleite im Derby ein Ausrutscher war. Der Gast kam zuletzt zu einem torlosen Unentschieden beim Hamburger SV II, was angesichts der vergangenen Wochen bereits ein kleiner Erfolg war. Dennoch scheint der Tabellensiebte noch ein Stückchen vom guten Niveau des Vorjahres entfernt.

Hamburger SV II – SV Meppen (Sa., 14 Uhr)

Auch für den HSV II dürfte das 0:0 gegen Rehden als Schritt nach vorn gelten. „Insgesamt waren wir die bessere Mannschaft und dem entscheidenden Tor in einigen Situationen näher“, meinte Trainer Rodolfo Cardoso. Seine Mannschaft wartet aber bereits seit acht Partien auf einen dreifachen Punktgewinn (0-4-4), zuletzt waren die Hamburger Anfang November mit einem Sieg vom Platz gegangen (2:0 gegen Havelse). Der Gast aus Meppen verriet dagegen eine aufsteigende Tendenz. Er war mit einer Niederlage ins neue Jahr gestartet (0:1 gegen Havelse), ließ zwei Unentschieden folgen (Cloppenburg, Wolfsburg II) und gewann zuletzt zwei Partien (2:1 in Wilhelmshaven und gegen 96 II).

VfL Wolfsburg II – VfB Oldenburg (Sa., 15.30 Uhr)

Das Spitzenspiel, der Tabellenführer empfängt den Vierten. Während die Wolfsburger nun seit fünf Spielen ohne Niederlage sind (4-1-0) und beim 2:1 in Braunschweig einen „wichtigen Schritt nach vorn“ machten (Valérien Ismaël), sucht der Gast seit ein paar Wochen allerdings nach seiner Form. Gerade fünf Punkte holte der VfB aus den vier Spielen dieses Jahres (1-2-1). Das ist eine ordentliche Bilanz, aber zu wenig, um sich auf Dauer an der Spitze zu halten. Zuletzt, nach der 1:2-Niederlage in Havelse vor rund zwei Wochen, erinnerte Trainer Alex Nouri daran, dass seine Mannschaft „immer bis ans Limit gehen“ muss, um Erfolg zu haben. Beim VfL II besteht nun die große Chance zum Befreiungsschlag, beim 2:1 im Hinspiel stellte der VfB unter Beweis, dass er dem Topteam aus Wolfsburg gewachsen ist. Auf anderer Ebene gelang Oldenburg bereits ein Schritt in die „richtige Richtung“: In dieser Woche gab die Stadt grünes Licht für den Ausbau des Marschweg-Stadions. Es wird mithilfe mehrerer Millionen fit für die 3. Liga gemacht.

VfR Neumünster – SV Werder Bremen II (So., 14 Uhr)

Der Gastgeber ist als „Auswärtsschreck“ bekannt, weist aber nach wie vor eine sehr schwache Heimbilanz auf. Mit gerade einem Sieg auf eigenem Platz (1-6-4) ziert der VfR das Ende der Heimtabelle. Dass der Tabellendreizehnte vier Punkte aus den vergangenen beiden Spielen in Neumünster gewann, darf unter diesen Umständen schon als Erfolg gelten. Die Bremer sollten also gewarnt sein. Nachdem sie zuletzt sechs Siege in sieben Partien landeten, sind sie wieder dran an der Tabellenspitze, und das möchte Trainer Viktor Skripnik nutzen, um es noch einmal spannend zu machen: „Natürlich wollen wir uns in der Tabelle so weit oben wie möglich platzieren.“ Bevor es Anfang April zum womöglich vorentscheidenden Duell mit dem Spitzenreiter aus Wolfsburg kommt, stehen allerdings diverse Pflichtaufgaben auf dem Programm. Das Spiel in Neumünster ist eine davon.

Goslarer SC – FC Eintracht Norderstedt (So., 14 Uhr)

2:0 im Heimspiel gegen Neumünster - der Gastgeber zeigte sich am vergangenen Spieltag gut erholt von der 1:2-Niederlage bei St. Pauli und dem Ende einer sieben Spiele währenden Siegesserie. Aber auch der Gast fuhr zuletzt ziemlich gute Ergebnisse ein, denn er gewann die Derbys gegen den HSV II (1:0) und St. Pauli II (3:0) und ist damit seit vier Partien ohne Niederlage. Während die Eintracht nun auf einem guten Weg in das gesicherte Mittelfeld ist, mischt der GSC sogar an der Tabellenspitze mit. Gerade drei Punkte trennen den Zweiten vom VfL Wolfsburg.

Hannover 96 II – SV Eichede (So., 14 Uhr)

Das war Pech: Nachdem sie beim 2:1 gegen Rehden eine sieben Spiele währende Negativserie beendet hatten, verloren die 96-Kicker zuletzt nach Führung mit 1:2 in Meppen. "Wir sind manchmal noch zu grün hinter den Ohren“, meinte Trainer Sören Osterland nach einer guten Leistung, die unbelohnt blieb. Am Ende hätten seine Spieler jedenfalls nicht gewusst, „warum sie dieses Spiel verloren“ haben. Die Tendenz ist also eher positiv, und gegen Eichede soll nun ein weiterer Schritt in die richtige Richtung folgen. Der Gast hofft seinerseits aber auch auf ein Erfolgserlebnis, er wartet schließlich seit 13 Partien auf einen Sieg.

BV Cloppenburg – ETSV Weiche Flensburg (So., 15 Uhr)

Das sieht schon sehr nach einer Serie aus: Nachdem der BVC zum Auftakt das Derby gegen Rehden gewonnen hatte, trennte er sich drei Mal in Folge mit einem Unentschieden (Meppen, Eichede, Braunschweig). Auf diese Weise sicherte sich der Tabellenneunte nach unten ab, konnte die Teams vor ihm aber auch nicht angreifen. Immerhin: In 2014 ist Cloppenburg noch ungeschlagen. Auch der Gast tritt ein bisschen auf der Stelle, und deshalb ist auch dem ETSV noch nicht ganz klar, wie sich die kommenden Wochen entwickeln werden. Noch ist die Bilanz dieses Jahres aber ausgeglichen (1-2-1).

SV Wilhelmshaven – Eintracht Braunschweig II (So., 15 Uhr)

Nach fünf Heimspielen in Folge (1-2-2) tritt die Eintracht mal wieder auswärts an, und zwar beim Tabellennachbarn. Insofern bietet das Duell des 14. gegen den 15. Chancen für beide Seiten, aber eben auch ein Risiko – wer dieses Spiel verliert, verliert auch wichtige Punkte im Abstiegskampf.

 

(Text: Stefan Freye)