Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2013/2014: Vorschau 26. Spieltag

20.03.2014
Von Entspannung keine Spur
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Zwei Derbys, der Kampf an der Spitze und eine interessante Situation im Tabellenkeller – auch der 26. Spieltag der Regionalliga Nord dürfte wieder für gute Unterhaltung sorgen. Komplettiert wird er allerdings erst mit dem Spiel SV Meppen - FC St. Pauli II am kommenden Montag (20.15 Uhr) , das erneut von Sport 1 übertragen wird.

SC Victoria Hamburg – BV Cloppenburg (Sa., 14 Uhr)

Das Duell der Enttäuschten: Der Gast aus Cloppenburg hat seit dem erfolgreichen Derby in Rehden (3:2) noch kein weiteres Spiel in diesem Jahr gewonnen, wartet also seit vier Partien auf einen Sieg (0-3-1). Mit dem Abstieg hat der Tabellenneunte deshalb aber noch lange nichts zu tun. Der Gastgeber dagegen schon, Victoria wartet nun seit sechs Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn und gewann lediglich zwei Zähler.

ETSV Weiche Flensburg – VfL Wolfsburg II (Sa., 14 Uhr)

Zwei Mal blieb der Spitzenreiter in den vergangenen vier Partien sieglos (2-2-0), gegen Meppen und Oldenburg kam Wolfsburg nicht über ein 1:1 hinaus. „Man hat gesehen, dass die Saison nach wie vor für unsere junge Mannschaft ein Lernprozess ist“, hatte Trainer Valérien Ismaël nach dem späten Gegentreffer gegen den VfB am vergangenen Spieltag betont. Ob der Spitzenreiter in Flensburg zu einem souveränen Auftritt zurückfindet? Der Tabellensechste ist bis auf die Niederlage in Bremen noch ungeschlagen in 2014 (2-2-1) und überzeugte zuletzt mit einem 5:2-Erfolg in Cloppenburg.

Eintracht Braunschweig II – Hannover 96 II (Sa., 14 Uhr)

Die Tabellennachbarn sind noch nicht raus aus dem Abstiegskampf. Der Gastgeber (13.) landete beim 4:0 in Wilhelmshaven aber mal wieder einen Erfolg, dürfte also schwungvoll ins Spiel gehen. Das Team von Hannover 96 II (12.) hatte Anfang März zwar eine sieben Spiele währende Negativserie beendet (2:1 gegen Rehden), wartet seitdem aber erneut auf einen dreifachen Punktgewinn. Vor allem das 3:3 gegen Eichede am vergangenen Spieltag – nach 3:0-Führung – vermochte die Stimmung bei 96 nicht zu verbessern. Seine Mannschaft habe bis zum 3:1 nach rund einer Stunde ein „hervorragendes Spiel“ absolviert, meinte 96-Coach Sören Osterland. Die sich anschließenden Unsicherheiten in seinem Team ließen den Trainer gleichwohl fragen, ob weiterhin Nachsicht angesagt ist: „Wir haben es in der Vergangenheit mit viel Einfühlungsvermögen versucht, genützt hat es bis jetzt leider nicht." Gerade in Braunschweig wird es die Reserve nun besser machen wollen.

BSV Schwarz-Weiß Rehden – Goslarer SC (Sa., 15 Uhr)

Ein Punkt aus den vergangenen vier Partien – der BSV sucht noch immer nach der Form der Hinrunde. Die 0:3-Niederlage in Havelse hatte zur Folge, dass der Gastgeber auf den achten Rang zurückfiel. Die Rehdener geraten deshalb noch nicht in Abstiegsgefahr, doch wenn sich nicht bald etwas ändert, muss dies nicht so bleiben. In der Rückrundentabelle belegt der BSV jedenfalls nur den vorletzten Platz (1-1-6). Ganz anders der GSC, Spitzenreiter im Ranking der Rückrunde (6-1-1). Der Gast ist also nicht gerade der richtige Gegner für die Rehdener, um die Negativserie zu beenden. Aber was heißt das schon? Immerhin war St. Pauli II gegen Goslar vor rund drei Wochen eine Überraschung beim 2:1-Sieg über den GSC gelungen, und Norderstedt erkämpfte sich am vergangenen Spieltag ein 1:1 bei den Harzern.

Eintracht Norderstedt – VfR Neumünster (So., 14 Uhr)

Die Eintracht dürfte mit viel Schwung antreten, schließlich waren ihr vorm Remis in Goslar die Siege bei St. Pauli II (3:0) und beim HSV II (1:0) gelungen. Der VfR ist dagegen seit fünf Spielen ohne Sieg und verlor zuletzt drei Mal in Folge. Bei der 0:1-Niederlage beim HSV II am Mittwoch saß allerdings ein Hoffnungsträger auf der Bank. Erst am Dienstag hatte der Verein nämlich die Verpflichtung von Trainer Uwe Erkenbrecher bekannt gegeben. Er folgt auf Helmut Szpadzinski, der im Januar das Amt von Ervin Lamce übernommen hatte und am Montag seinen Abschied nehmen musste. Der dritte VfR-Coach in dieser Saison, zuletzt in Estland aktiv, soll nun auch die Planungen für die kommende Saison vorantreiben – und die Lage in der Liga entspannen. Derzeit wird der 14. nur durch drei Punkte von den Abstiegsrängen getrennt.

SV Eichede – Hamburger SV II (So., 14 Uhr)

In der Tabelle rutsche der SV Eichede auf den vorletzten Platz ab, im Rückrundenranking belegt der Gastgeber sogar den letzten Rang (0-2-5). Seit 14 Spielen wartet der SVE nun auf einen Sieg. Aber das 3:3 bei Hannover 96 II sorgt für Hoffnung, schließlich hatte Eichede nach dem 0:3-Rückstand eine tolle Aufholjagd geliefert. Der Gegner tritt dank des 1:0-Siegs gegen Neumünster am Mittwoch allerdings auch nicht ohne Erfolgserlebnis an. In der Schlussphase sicherte Mattia Maggio (84.) seinem Team den ersten Erfolg nach zuvor fünf Spielen ohne Sieg (0-1-4).

SV Werder Bremen II – TSV Havelse (So., 14 Uhr)

Der Siebte tritt beim Dritten an. Angesichts der Rückrundentabelle wird aus diesem Duell allerdings ein echtes Spitzenspiel. Denn nach diesem Ranking spielt der Zweite (6-0-1) gegen den Vierten (5-2-1). „Die Mannschaft entwickelt sich zu Zeit sehr gut, wir haben einen Lauf“, meinte Havelses Trainer Christian Benbennek nach dem ungefährdeten 3:0 gegen Rehden im Nachholspiel am Mittwoch. In einer starken Startphase hatten Erhan Yilmaz (16.), Hilal El-Helwe (18.) und Christoph Beismann (30.) den TSV früh mit 3:0 in Führung geschossen. Während Havelse in diesem Jahr noch ungeschlagen ist, kassierte Werder II vor rund vier Wochen eine 0:3-Niederlage in Oldenburg. Ob Spitzenspiele den Bremern nicht liegen?

VfB Oldenburg – SV Wilhelmshaven (So., 15 Uhr)

Das 1:1 in Wolfsburg sorgte für Hoffnung auf Seiten des Gastgebers. Mit dem Punkt beim Spitzenreiter war nicht unbedingt gerechnet worden. Mit einem Sieg gegen den SVW könnte der Fünfte den Abstand zur Spitze nun noch einmal verringern. Solche Sorgen hätte der Gegner gern: Wilhelmshaven (16.) kassierte zuletzt eine 0:4-Heimniederlage gegen Braunschweig II. Aber Derbys sind letztlich ja auch nichts anderes als Pokalspiele – sie haben ihre eigenen Gesetze.

 

(Text: Stefan Freye)