Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2015/2016: Vorschau 20. Spieltag

03.12.2015
Endlich wieder volles Programm?
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Spitzenspiel, Derby und Abstiegskampf – die Regionalliga Nord hat auch am 20. Spieltag eine Menge zu bieten. Doch ob es wieder so turbulent zugehen wird wie im Nachholspiel zwischen dem TSV Havelse und dem FC St. Pauli am Mittwoch? Dank der Treffer von Okan Adil Kurt (18.) und Marian Andre Kunze (90.+2) gewannen die Gäste überraschend mit 2:0. Der TSV scheiterte mit den Elfmetern von Deniz Cicek (60.) und Deniz Undav (90.) aber an St. Pauli-Keeper Svend Brodersen, vergab die Chance zum Ausgleich also zwei Mal. Der Torhüter der Hamburger avancierte dagegen zum Mann des Tages.

Eintracht Braunschweig II – Goslarer SC (Fr., 18 Uhr)

Lediglich eine Niederlage kassierte der Gastgeber in den vergangenen fünf Partien, 0:2 gegen das Topteam des VfB Oldenburg. Zuletzt gab es wieder drei Punkte. "Wir sind mit der Leistung sehr zufrieden. Trotz schwieriger Bedingungen bei einem tiefen und seifigen Platz haben wir es geschafft, auch wirklich gut Fußball zu spielen“, meinte Trainer Henning Bürger nach dem 4:0-Erfolg beim LSK am vergangenen Spieltag. Während der Tabellensiebte sich in richtig guter Form präsentierte, gelang seinem Gegner zuletzt ein Überraschungserfolg. Dank des 2:0-Heimsiegs gegen den SV Meppen kletterte der GSC auf den zwölften Tabellenplatz. Für ein spannendes Derby dürfte also gesorgt sein.

Hamburger SV II – VfL Wolfsburg II (Sa., 13 Uhr)

In den vergangenen Spielzeiten zählte dieses Duell regelmäßig zu den Spitzenspielen. Davon kann derzeit keine Rede sein. Zwar kletterten die Niedersachsen zuletzt an die Tabellenspitze, begünstigt durch die Spielausfälle der Konkurrenz. Der HSV hält sich in dieser Spielzeit dagegen in unteren Gefilden auf. Mit 14 Punkten aus 16 Spielen belegt das Team von Soner Uysal den 15. Platz. Keine Frage: Gegen den VfL Wolfsburg II stehen die Hamburger nicht nur vor einer schweren Aufgabe. Sie haben auch die Chance auf einen Befreiungsschlag. Als Favorit treten sie nämlich nicht an.

Hannover 96 II – Lüneburger SK Hansa (Sa., 13 Uhr)

Lange, nämlich sechs Spiele (0-2-4), musste der Gastgeber auf einen Sieg warten. Zuletzt klappte es gleich zwei Mal in Folge mit einem dreifachen Punktgewinn. Gegen Rehden (2:0) und Lübeck (2:1) gelangen Heimsiege, und weil 96 II am vergangenen Wochenende nicht aktiv war, soll nun der Hattrick her für den Tabellenelften. Vom LSK darf sich der Gastgeber allerdings keine Hilfe erwarten. Dem 13. gelang lediglich ein Sieg in den vergangenen sieben Partien (1-2-4). Er muss nun erst recht punkten.

Eintracht Norderstedt – BV Cloppenburg (Sa., 14 Uhr)

Einer beispiellosen Verletztenmisere folgte ein beispielloses Ergebnis – nach der 1:8-Niederlage geht es bei der Eintracht trotz zahlreicher Ausfälle um Wiedergutmachung. Von einem Spitzenplatz musste sich der Tabellenachte mittlerweile allerdings verabschieden. Beim Gegner würde man sich vermutlich freuen über einen Rang im Mittelfeld. Der 17. aus Cloppenburg sitzt derzeit noch immer im Keller fest. Dabei gestaltete sich der Einstand von Neutrainer Steffen Bury durchaus ordentlich. Nach den Remis gegen Weiche Flensburg (0:0) und Drochtersen/Assel (1:1) käme dem BVC ein Sieg natürlich ganz recht. Die Eintracht wird allerdings etwas dagegen haben, gerade jetzt.

BSV Rehden – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 15 Uhr)

Endlich: Nach acht Spielen ohne Sieg (0-3-5) gelang dem BSV beim 3:1 gegen St. Pauli II der Befreiungsschlag. Rechtzeitig, nämlich auf dem zehnten Tabellenplatz, stoppte der Gastgeber die Talfahrt. Sein Gegner, zuletzt mit nur einem Sieg in sechs Partien (1-1-4), sucht dagegen seit geraumer Zeit nach einem Weg zum Erfolg. Der Aufsteiger aus Hildesheim wurde in den vergangenen Wochen bis auf Platz 16 durchgereicht.

SV Meppen – TSV Schilksee (So., 14 Uhr)

Genug der Überraschungen. Nach der unerwarteten Niederlage in Goslar (0:2) möchte der SV Meppen nicht noch einmal sicher geglaubte Punkte verlieren. Zumal eine Heimniederlage gegen den TSV Schilksee mittlerweile das Potenzial für eine Sensation besitzt. Noch immer wartet das Schlusslicht auf den ersten Saisonsieg, gerade drei Punkte sammelte der Neuling in seinen 15 Spielen.

TSV Havelse – VfB Oldenburg (So., 14 Uhr)

Dem 0:2 im Nachholspiel gegen St. Pauli folgt gleich der nächste Auftritt auf eigenem Platz. Gegen den VfB Oldenburg – einer der formstärksten Mannschaften dieser Spielklasse – möchte sich der TSV Havelse aber nicht nur für die zwei Niederlagen in Folge rehabilitieren. Er hat auch noch etwas aus dem Hinspiel gerade zu rücken. In Oldenburg hatte der Gastgeber nämlich eine 0:4-Pleite kassiert.

SpVgg Drochtersen/Assel – ETSV Weiche Flensburg (So., 15 Uhr)

Der Flensburger Spielausfall am vergangenen Wochenende macht es möglich: Beide Mannschaften traten zuletzt gegen die gleichen Gegner an. Während die Spielvereinigung gegen Wolfsburg auf eigenem Platz und in Cloppenburg jeweils 1:1 spielte, gewann Weiche zwar das Spitzenspiel gegen den VfL II (1:0), musste sich zuhause gegen den BVC aber mit einem 0:0 begnügen. Große Rückschlüsse lässt dieser Vergleich also nicht zu. Aber eines steht fest: Auf der Anlage des Neulings kommt es zum Duell zwischen zwei der stärksten Teams dieser Regionalliga statt. Ein Spitzenspiel.

FC St. Pauli II – VfB Lübeck (So., 14 Uhr)

Der erste Auswärtssieg nach zuvor drei vergeblichen Versuchen soll den Hamburgern Auftrieb geben. "Das war das erste Spiel in dieser Saison, in dem wir das Glück erzwungen haben“, meinte Trainer Remigius Elert nach dem 2:0 in Havelse. Der „Fußballgott“ habe gewollt, dass seine Mannschaft diese Partie gewinnt. „Die Jungs haben sich super reingehauen, eine kämpferisch überragende Leistung“, so Elert. Der Trainer weiter: „Jetzt müssen wir unsere Kräfte bündeln und haben mit Lübeck einen schweren Gegner vor der Brust." Da dürfte etwas dran sein: Dem Gast gelang mit dem 2:1 gegen Havelse am vergangenen Spieltag der erste Sieg nach zuvor fünf Partien ohne dreifachen Punktgewinn (0-2-3). Nun stehen sich also ausgerechnet die beiden Teams gegenüber, die zuletzt eine beeindruckende Erfolgsserie des TSV beendet hatten.

 

(Text: Stefan Freye)