Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

NFV-Präsident Eugen Gehlenborg nach der Wahl: „Wichtige Weichen stellen“

22.06.2015
"Wir müssen gemeinsam nach kreativen Lösungen und Fördermöglichkeiten suchen"

Einstimmig wurde Eugen Gehlenborg auf dem 44. Ordentlichen Verbandstag des Norddeutschen Fußball-Verbandes e.V. im Amt des Präsidenten bestätigt.
Im Anschluss an seine Wahl im historischen Zechensaal der Bergwerksanlage Barsinghausen betonte der 67-Jährige auch die “Verantwortung“, die mit seiner Aufgabe verbunden ist:

Eugen Gehlenborg über:

Die Perspektiven:

„Wir müssen nun wichtige Weichen für die Zukunft stellen, personell und inhaltlich. Personell: Da ein Teil des Präsidiums zum Ende der kommenden Legislaturperiode das 70. Lebensjahr überschritten haben wird, gilt es hier, sich personell neu aufzustellen. Inhaltlich: Obwohl die Identifikation der Vereine und des Regionalverbandes mit der Regionalliga gewachsen ist, müssen die Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten für diese erst drei Jahre alte Spielklasse noch verbessert werden.“

Seine Ankündigung, auf dem nächsten Verbandstag in drei Jahren nicht mehr zu kandidieren:

„Ich werde dann neun Jahre lang Präsident gewesen sein und wie einige andere Präsidiumskollegen das 70. Lebensjahr überschritten haben. Nach 40 Jahren als ehrenamtlicher Funktionär in der Vereins- und Verbandsarbeit, hoffe ich auf Verständnis, wenn ich mich aus dem operativen Einsatz zurückziehe. Ich möchte dann ohne dichten Terminkalender einfach mein Privatleben genießen.“

Die Ausrichtung des NFV:

„Die Regionalliga der Herren ist eine sportlich attraktive Spielklasse, aber sie ist wirtschaftlich nicht einfach zu managen. Das gilt grundsätzlich für den Fußballsport auf regionaler Ebene. Wir müssen deshalb gemeinsam mit den Vereinen noch stärker nach neuen, kreativen Lösungen und Fördermöglichkeiten suchen. Es gibt hier bereits vielversprechende Ansätze, etwa was die Medienpräsenz und die Vermarktung der Regionalliga Nord betrifft.“

Die vordringlichste Aufgabe für die Zukunftssicherung der Regionalliga Nord:

„Ein Ansatz besteht unter anderen darin, die Regionalligen, insbesondere die der Herren, insgesamt –  nicht ausschließlich – auch als Nachwuchsliga zu begreifen. Über eine gute Nachwuchsarbeit schaffen wir eine Zukunft, die Verband und Vereine trägt. Eine solche Nachwuchsförderung orientiert sich unter anderen daran, wie intensiv die Vereine ihre Talente fördern und ob sie in den Regionalligen junge Spieler aus der Region einbauen, letztlich also an der Frage, ob sie im Sinne der Nachhaltigkeit ihrer eigenen Entwicklung arbeiten.“

 

Eugen Gehlenborg, alter und neuer Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes (Foto: Oliver Vosshage)