Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2015/2016: So lief der 12. Spieltag

12.10.2015
An der Spitze geht es eng zu
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Die Topteams der Liga setzen sich langsam aber sicher ab von der Konkurrenz. Fünf der ersten sechs Mannschaften waren auch am 12. Spieltag erfolgreich. Lediglich der SV Meppen musste passen, seine Partie bei Hannover 96 II wurde auf den 19. Dezember verlegt.


TSV Havelse – Hamburger SV II 1:0 (0:0)

Mit einem Sieg verabschiedete sich Sören Halfar von seiner Aufgabe als Interimstrainer des TSV Havelse. Seine Mannschaft besiegte den HSV II dank eines Treffers von Deniz Cicek (68.), Halfar trat ab und übergab an Alexander Kiene, der sein Engagement beim BSV Rehden gerade beendete. Während man in Havelse nun auf ruhige Zeiten hoffen darf, wundert man sich in Hamburg. Die jüngste Niederlage war bereits das sechste sieglose Spiel in Folge, und dabei blieb der HSV zum vierten Mal ohne eigenen Treffer. Als 16. müssen sich die Hamburger mittlerweile um den Anschluss ans untere Mittelfeld sorgen.

VfB Lübeck – ETSV Weiche Flensburg 0:1 (0:1)

Ein knapper Derbysieg, aber ein wichtiger: Dank der drei Punkte aus dem Duell mit dem VfB hält Weiche den Kontakt zum Spitzenreiter aus Oldenburg. Der Treffer von Tim Wulff (24.) sicherte den Flensburgern zudem den siebten Saisonerfolg in Serie. Der VfB Lübeck kassierte dagegen die dritte Niederlage aus den vergangenen vier Partien und fiel zurück auf Rang acht.

Eintracht Braunschweig II – VfV Borussia 06 Hildesheim 1:3 (0:1)

Nach drei Niederlagen in Folge – darunter das unangenehme 1:2 gegen den Mitkonkurrenten Goslarer SC – fand der Aufsteiger in Braunschweig wieder in die Erfolgsspur zurück. Die Treffer von Philipp Rockahr (39./48.) und Omar Fahmy (55.) hatten den Gast bereits mit 3:0 in Führung gebracht, ehe dem eingewechselten Phillip Tietz der Braunschweiger Treffer gelang (57.). Er vermochte nicht zu verhindern, dass die Eintracht sechs der vergangenen sieben Partien verlor.

Goslarer SC – TSV Schilksee 1:1 (0:0)

Ein Hoffnungsschimmer für den TSV Schilksee. Beim 1:1 in Goslar gelang dem Aufsteiger der zweite Punktgewinn. Angesichts eines Rückstands von zehn Punkten auf die Nichtabstiegszone sollten allerdings schon bald weitere folgen. Nachdem Gabriel Bezak zur Führung des Gastgebers getroffen hatte (48.), glich Louis Schütt postwendend aus (49.). Was für Unzufriedenheit auf Seiten des GSC sorgte: Gegen das Schlusslicht hatte man eigentlich drei Punkte erwartet. Doch es wurde nichts aus dem dritten Erfolg in Serie.

FC St. Pauli II – Eintracht Norderstedt 0:2 (0:2)

Ein Doppelschlag kurz vor der Pause, und schon war die Niederlage besiegelt. Nach den Treffern von Jan Lüneburg (39.) und Björn Nadler (45.) fand der Gastgeber nicht mehr in die Spur zurück und blieb zum dritten Mal in Folge ohne dreifachen Punktgewinn. "Natürlich ist man frustriert. Wir haben bei den Gegentoren Fehler gemacht. Diese Dinger dürfen uns nicht passieren, das war zu einfach. Wir werden das aufarbeiten“, meinte Pauli-Coach Remigius Elert. Den Gegner spülte das vierte Spiel ohne Niederlage auf den vierten Tabellenplatz.

BSV Rehden – SpVgg Drochtersen/Assel 0:1

War es die Nachricht vom plötzlichen Abschied Alexander Kienes (zum Ligakonkurrenten TSV Havelse)? Gegen den starken Aufsteiger SpVgg Drochtersen/Assel fand der BSV jedenfalls nicht zu seiner Form und blieb zum zweiten Mal in Folge ohne Punkte - ein erfolgloser Einstand der Co-Trainer Sandy Peter Röhrbein und Jacek Burkhardt. Erfolgreich dagegen mal wieder der Neuling: Dank des Treffers von Jasper Gooßen (71.) blieb die SpVgg zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen (5-1-0).

Lüneburger SK Hansa – VfL Wolfsburg II 1:2 (0:1)

Der VfL ist die Auswärtsmannschaft der Liga. Beim LSK glückte ihm bereits der vierte Sieg in Folge, die kleinen Wölfe sind nach sechs Spielen auf fremden Platz noch unbesiegt (5-1-0). In Lüneburg wurde es in der Schlussphase allerdings noch einmal spannend. Nach Treffern von Paul Seguin (31.) und Bastian Schulz (52.) lag der Gast zwar mit 2:0 vorn. Doch in der 82. Minute traf Ali Moslehe zum Anschluss und das sorgte noch einmal für Hoffnung beim Lüneburger SK.


VfB Oldenburg – BV Cloppenburg 2:0 (1:0)

Der Boom in Oldenburg hält an. Beim Derby waren 3.721 Zuschauer dabei, und diese Kulisse knackte den Saisonrekord vom Auftakt in Hildesheim (3.000). Das sportliche Geschehen passte sich dem tollen Rahmen an. Der Derbysieg war bereits der siebte VfB-Erfolg in Serie, die Treffer von Kamen Hadzhiev (42.) und Dennis Engel (79.) brachten ihn unter Dach und Fach. „Eine sensationelle Kulisse, das hat sich die Mannschaften in den letzten Monaten und Wochen erarbeitet. Aber wir können sicher besser Fußball spielen und haben noch Luft nach oben“, kommentierte Dietmar Hirsch den Erfolg. Der VfB-Coach hatte auch ein Lob für den Gegner parat: „Dem BVC wünsche ich alles Gute, sie haben nicht gespielt wie ein Absteiger.“ Der Gast – nach der Gelb-Roten Karte gegen Kapitän Christian Willen (73.) in Unterzahl – verlor zum fünften Mal in Folge. Dessen Trainer Uwe Groothuis hatte zwar „lange nicht das Gefühl, dass wir hier verlieren würden“. Am Ende gratulierte er dem Gegner allerdings zu einem „verdienten Sieg“.

 

(Text: Stefan Freye)