Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2015/2016: Vorschau 31. Spieltag

28.04.2016
Spannung im Tabellenkeller
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Es könnte eine Vorentscheidung fallen im Titelrennen. Während der VfB Oldenburg am 31. Spieltag vor einer schweren Aufgabe in Drochtersen/Assel steht, empfängt der VfL Wolfsburg II auf eigenem Platz den TSV Schilksee. Wohl niemand rechnet ernsthaft damit, dass der Spitzenreiter ausgerechnet gegen das noch sieglose Schlusslicht ausrutscht.

SpVgg Drochtersen/Assel – VfB Oldenburg (Fr., 20 Uhr)

Nachdem der VfB beim 0:0 gegen Weiche Flensburg trotz guter Leistung zwei Punkte verlor, herrschte Niedergeschlagenheit. „Die Mannschaft ist jetzt sehr deprimiert, aber wir werden die Jungs wieder aufrichten“, bekannte Trainer Dietmar Hirsch. Trotz des Rückstands von mittlerweile drei Punkten auf den Spitzenreiter will man beim VfB allerdings noch lange nicht aufgeben. „Vielleicht haben wir noch mal die Chance, dass Wolfsburg strauchelt“, so der VfB-Coach. Worauf es nun ankommt, ist Dietmar Hirsch allerdings auch klar: „Wir werden uns intensiv auf Drochtersen vorbereiten und weiter alles geben, bis zum Schluss.“ Die Aufgabe beim Aufsteiger dürfte seiner Mannschaft auch eine Menge abverlangen – die Spielvereinigung, Tabellenvierter und deshalb die Überraschung der Saison, erwies sich bereits beim 1:1 im Hinspiel als schwerer Gegner.

VfL Wolfsburg II – TSV Schilksee (Sa., 13 Uhr)

Das leichteste Spiel der Saison? Theoretisch auf jeden Fall. Noch immer wartet das Schlusslicht auf den ersten Saisonsieg, längst steht die Rückkehr in die Schleswig-Holstein-Liga fest. Beim heimstarken VfL wird man allerdings wissen, dass auch diese vermeintlich niedrige Hürde nur mit voller Konzentration genommen werden kann. Der TSV Schilksee hat schließlich nichts zu verlieren in dieser Partie. Im Gegenteil. Eine Überraschung beim Topteam könnte den Gast über die eine oder andere Enttäuschung hinweghelfen.

BV Cloppenburg – Goslarer SC (Sa., 14 Uhr)

Elf Punkte trennen den Gastgeber mittlerweile vom rettenden Ufer. Sie sind schwer aufzuholen in den noch verbleibenden fünf Partien. Unmöglich ist aber selbst eine solche Aufholjagd nicht. Sie setzt allerdings zwingend einen Heimsieg gegen Goslar voraus. Der Gast ist nur einen Rang vor dem BVC platziert, befindet sich also selbst noch in der Abstiegszone. Er hat allerdings zehn Punkte mehr gesammelt als sein Gegner und liegt nur einen Zähler hinter den Teams auf den Nichtabstiegsplätzen – mit einem Erfolg in Cloppenburg wäre der GSC also wieder voll im Geschäft um den Klassenerhalt.

FC Eintracht Norderstedt – VfB Lübeck (Sa., 14 Uhr)

Vor ein paar Wochen deutete noch nichts darauf hin, dass dieses Derby womöglich eine Bedeutung im Abstiegskampf erlangen könnte. Doch weil der VfB (11.) zuletzt wenig Punkte gewann und nun auch noch zwei Spiele in Folge verlor, ist es eng geworden. Der Gast liegt lediglich vier Punkte vor der Abstiegszone, sollte in Norderstedt also besser nicht verlieren. Der Gastgeber, als Tabellenachter im gesicherten Mittelfeld, will nach vier Niederlagen in Folge allerdings auch unbedingt in die Erfolgsspur zurückfinden.

SV Meppen – FC St. Pauli II (Sa., 18 Uhr)

Der Tabellenfünfte empfängt den abstiegsbedrohten 13. aus Hamburg. Aber die Platzierungen geben nicht unbedingt Auskunft über die Vorzeichen dieses Duells. Denn während der SV Meppen zuletzt eine herbe 2:5-Niederlage in Havelse kassierte, war St. Pauli zwei Mal in Folge siegreich. Der Gast befindet sich also auf einem guten Weg heraus aus dem Tabellenkeller und tritt selbstbewusst in Meppen an. Dort wird man sich allerdings keine weitere Pleite leisten wollen. Der vierte Rang, derzeit belegt vom frechen Aufsteiger Drochtersen/Assel, ist schließlich nur drei Zähler entfernt.

Eintracht Braunschweig II – TSV Havelse (So., 14 Uhr)

Der Tabellensiebte empfängt den Sechsten, und damit ist der Beweis angetreten: Es gibt sie doch noch, die Spiele in der Regionalliga Nord, die weder mit dem Titelkampf noch mit dem Abstieg zu tun haben. Das bedeutet allerdings nicht, dass dieses Spiel ohne Bedeutung ist. Beide Mannschaften haben schließlich noch die Möglichkeit, den einen oder anderen Platz gutzumachen. Zudem dürfte der Gastgeber sich für die 1:2- Hinspiel-Niederlage revanchieren wollen.

ETSV Weiche Flensburg – Lüneburger SK Hansa (So., 14 Uhr)

Es sind zwar sechs Unentschieden dabei, aber trotzdem ist der Gastgeber mittlerweile seit neun Spielen unbesiegt. Den formstarken Flensburgern (3.) steht nun allerdings ein Team im Weg, das zuletzt ebenfalls zu überzeugen wusste. Schließlich gewann der LSK drei der vergangenen vier Partien, lediglich beim VfL Wolfsburg II kassierte der Zwölfte eine unglückliche Niederlage. Er zählt zweifellos zu den Aufsteigern der vergangenen Wochen, ist aber nach wie vor noch nicht gesichert.

Hamburger SV II – BSV Rehden (So., 14 Uhr)

An die deutliche 0:3-Heimniederlage gegen den HSV erinnert man sich in Rehden nur ungern. Aber dieses Duell ist für den Gast noch mehr als nur Vergangenheitsbewältigung. Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Partien kletterte der BSV auf den neunten Rang. Jetzt noch einmal punkten, und der Klassenerhalt dürfte sicher sein. Der HSV (15.) ist dagegen seit vier Partien sieglos (0-3-1) und verbesserte seine Situation deshalb nicht. Der Gastgeber benötigt die Punkte also noch deutlich dringender als sein Gegner, und so würde er wohl nur zu gern den Hinspiel-Erfolg wiederholen.

VfV Borussia 06 Hildesheim – Hannover 96 II (So., 15 Uhr)

Der Gast (14.) ist nach wie vor gefährdet. Lediglich ein Zähler trennt ihn vom HSV auf Rang 15, nur zwei Punkte sind es bis zum Goslarer SC auf dem ersten Abstiegsplatz. Beim 4:2 in Meppen riss zuletzt zudem eine vier Spiele währende Positivserie. Dass 96 II den Abstiegskampf angenommen hat, steht allerdings außer Frage. Der Gegner indes auch. Erst beim 0:2 in Oldenburg kassierte der Aufsteiger die erste Niederlage in 2016. Ihr folgte am vergangenen Spieltag jedoch ein enttäuschendes 0:0 beim TSV Schilksee. Der Tabellenzehnte ist deshalb auch noch nicht ganz auf der sicheren Seite. Ein spannendes Derby dürfte garantiert sein.

 

(Text: Stefan Freye)