Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2018/2019: Vorschau 20. Spieltag

22.11.2018
Spitzenspiel in Wolfsburg
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Es gibt eine ganze Reihe interessanter Partien am 20. Spieltag der Regionalliga Nord. Das Duell des Spitzenreiters VfL Wolfsburg II mit seinem direkten Verfolger Holstein Kiel II stellt die anderen Spiele allerdings noch etwas in den Schatten. Die Liga hofft dabei auf einen Erfolg des Gastes – denn sollte der VfL auch das neunte Spiel in Folge gewinnen, würde wohl noch ein bisschen mehr Spannung an der Spitze verloren gehen.

TSV Havelse – BSV Rehden (Fr., 19 Uhr)

Die jüngsten Begegnungen verliefen durchwachsen: Nach dem 1:1 gegen 96 musste sich der TSV der benachbarten Germania aus Egestorf zuletzt mit 0:1 geschlagen geben. Nun geht es allerdings nicht mehr um das Prestige in einer Region. Es geht um mehr im Wilhelm-Langrehr-Stadion: Mit dem BSV ist der direkte Verfolger zu Gast, der 15. (Relegationsplatz) trifft auf den 16. (1. Abstiegsplatz). Gewinnt der Gastgeber gegen den seit vier Partien sieglosen Gegner aus Rehden, würde er seinen Vorsprung auf sechs Punkte ausbauen. Der BSV will das auf jeden Fall verhindern. Es wird spannend.

SpVgg Drochtersen/Assel – Hannover 96 II (Fr., 19.30 Uhr)

Der 1:0-Erfolg bei St. Pauli II half der Spielvereinigung deutlich weiter: Als Tabellensechster hält der Gastgeber nämlich den Anschluss zur erweiterten Spitzengruppe, während seine Verfolger bereits einige Punkte Rückstand aufweisen. Zu diesen Teams zählt als Neunter mittlerweile auch 96 II. Der Gast wartet nun ja bereits seit vier Partien auf einen Sieg. „Jetzt geht es um Stabilität, um nicht den Abstand nach unten zu verkleinern. Da müssen wir höllisch aufpassen und dessen muss sich jeder bewusst sein“, warnte Trainer Christoph Dabrowski nach dem 1:2 gegen den LSK am letzten Wochenende.

VfL Wolfsburg II – Holstein Kiel II (Sa., 12 Uhr)

Ein unerwartetes Spitzenspiel. Die Tabellenführung des Mitfavoriten VfL kommt sicher nicht überraschend, aber der zweite Tabellenplatz des Aufsteigers aus Kiel war sicher nicht vorherzusehen. Nach einem richtig guten Start sind die kleinen Störche nun aber seit fünf Partien ungeschlagen. Ihr Rückstand von gleich elf Punkten lässt sich allein durch die Souveränität des Gastgebers erklären: Der VfL ist jetzt seit acht Spielen siegreich – und dürfte deshalb auch diesmal als Favorit antreten.

SC Weiche Flensburg – FC St. Pauli II (Sa., 13.30 Uhr)

Sieben Spiele lang ist Weiche nun ungeschlagen. Das 2:2 bei Lupo Martini sorgte trotzdem für Enttäuschung. Aber der Gastgeber war damit noch deutlich besser bedient als sein Gegner: Der FC St. Pauli kassierte beim 0:1 gegen Drochtersen/Assel bereits die dritte Niederlage in Folge. „Natürlich sind wir enttäuscht, jetzt müssen wir gucken, dass wir den Bock umstoßen", meinte Trainer Joachim Philipkowski.

Eintracht Norderstedt – VfL Oldenburg (Sa., 14 Uhr)

Noch ist nichts passiert. Als Tabellenelfter mischt die Eintracht im gesicherten Mittelfeld mit, noch wird sie durch neun Punkte von einem Abstiegsplatz getrennt. Damit das so bleibt, sollte allerdings ein Sieg gegen das Oldenburger Schlusslicht her. Allerdings vermochte der Gast zuletzt auf sich aufmerksam zu machen: Er verlor schließlich nur mit 1:2 gegen den VfL Wolfsburg – da hatte so manches Team schon viel mehr Tore kassiert gegen den Spitzenreiter.

SSV Jeddeloh – VfB Lübeck (Sa., 16 Uhr)

Der 2:0-Erfolg über den Nachbarn VfB Oldenburg hat die Stimmung verändert: Das auch am Wochenende vom Sportlichen Leiter und Interimscoach Ansgar Schnabel trainierte Team glaubt nach den Enttäuschungen der Vorwochen wieder an sich. Der Gegner auch? Beim 1:2 in Kiel vermochte der VfB bereits zum zweiten Mal in Folge keinen Punktgewinn zu verbuchen. Er fiel auf den dritten Rang zurück und liegt nun zumindest ein bisschen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Leicht favorisiert dürfte er gleichwohl beim 14. in Jeddeloh antreten.

Lüneburger SK Hansa – Germania Egestorf-Langreder (So., 14 Uhr)

Dem 3:0 über St. Pauli II folgte zuletzt ein 2:1 bei 96 II. Keine Frage: Nachwuchsteams scheinen dem LSK derzeit zu liegen. Nun kommt aber kein Nachwuchsteam, sondern die seit drei Partien siegreiche Germania. Insofern stellt sich eine ganz neue Herausforderung für den Tabellenachten, der gerade durch einen Punkt vom Zwölften aus Egestorf getrennt wird – es geht um die Sicherung des Mittelfeldplatzes.

VfB Oldenburg – U.L.M. Wolfsburg (So., 14 Uhr)

Mit nur einer Niederlage aus elf Spielen war der VfB zum Derby nach Jeddeloh gereist – um dann eine 0:2-Pleite zu kassieren. Sie tat natürlich weh, vermochte aber nichts daran zu ändern, dass die Oldenburger nach den insgesamt erfolgreichen Wochen einen Platz im Mittelfeld (10.) belegen. Ihnen geht es damit deutlich besser als dem Vorletzten aus Wolfsburg. Allerdings: Dank der Unentschieden in Drochtersen (2:2) und gegen Flensburg (2:2) schöpfte Lupo Martini neues Selbstbewusstsein. Als Punktelieferant wird der Aufsteiger nun sicher nicht antreten.

Hamburger SV II – SV Werder Bremen II (15 Uhr)

Die Auswärtshürde in Rehden vermochte der HSV zu nehmen. „Wir sind erleichtert und freuen uns sehr, dass wir die drei Punkte mitnehmen konnten“, meinte Trainer Steffen Weiß nach dem 2:1 beim BSV. Der zweite Sieg aus den vergangenen acht Partien ließ den Vorsprung des 13. auf den Relegationsplatz auf fünf Punkte anwachsen. Es wäre trotzdem eine gute Idee, im kleinen Nordderby nachzulegen. Zumal der HSV nach dem 0:4 im Hinspiel noch eine Rechnung offen hat mit dem zuletzt wankelmütigen Fünften aus Bremen.

 

(Text: Stefan Freye)