Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2018/2019: So lief der 9. Spieltag

10.09.2018
Unvorhersehbar
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Auch die Ergebnisse des 9. Spieltag der Regionalliga Nord waren nicht so leicht zu tippen. Es gab jedenfalls die eine oder andere Überraschung, und so wurde die Tabelle einmal mehr neu sortiert. Mal sehen, wie es am Mittwoch (19 Uhr) zugeht. Dann treffen der FC St. Pauli und der SSV Jeddeloh zum Nachholspiel aufeinander.

VfL Wolfsburg II – SpVgg Drochtersen/Assel 4:0 (2:0)

Zum Sieg beim Spitzenreiter reichte es dann doch nicht: Als Tabellensechster und entsprechend zuversichtlich war der Gast zum VfL gereist. Doch unterm Strich gab es nichts zu holen für die Spielvereinigung; die Treffer von Daniel Hanslik (6./65.) - der nun mit acht Treffern die Torschützenliste anführt -, Murat Saglam (30.) und Elvis Rexhbecaj (82.) machten eine deutliche Niederlage perfekt. Und nun führen die sechs Spiele ungeschlagenen Wolfsburger die Liga weiterhin an, während Drochtersen/Assel einen Rang verlor und auf Platz sieben abrutschte.

VfB Lübeck – Hannover 96 II 2:1 (2:1)

Für den Gastgeber ging es in diesem Spiel um mehr als nur drei Punkte: Die Lübecker wollten gegen 96 II untermauern, dass ihr selbstgestecktes Ziel, nämlich die Meisterschaft, durchaus realistisch ist. Und das gelang ihnen angesichts des Heimerfolgs, der zudem den „Titel“ der einzigen noch ungeschlagenen Mannschaft bewahrte. Allerdings waren die Gäste durch Noah-Joel Sarenren-Bazee (26.) in Führung gegangen, ehe der VfB für die Wende sorgte. Die Treffer von Cemal Sezer (39.) und Tommy Gruppe (45.) fielen schon bald und sorgten noch vor der Pause für eine Wende. Nach der Halbzeit folgten dann zwar keine Tore, trotzdem kam Farbe ins Spiel. Denn sowohl Lübecks Sven Mende (57.) als auch 96-Kicker Maurice Springfeld (69.) sahen die Gelb-Rote Karte.

SV Werder Bremen II – SSV Jeddeloh 1:3 (1:2)

Hoppla, das kam überraschend. Die Heimniederlage gegen den SSV Jeddeloh hatte niemand erwartet, die Bremer selbst wohl am allerwenigsten. Der ersatzgeschwächte Gastgeber hatte über 90 Minuten allerdings nie zu seiner Form gefunden und musste die Punkte folgerichtig dem engagierten Gegner überlassen. „Wir müssen jetzt alle aus dem Spiel die richtigen Lehren ziehen mit dem Bewusstsein, dass uns so ein Auftritt nicht passieren darf“, meinte Werder-Coach Sven Hübscher, der vor allem die „Intensität“ im Spiel seiner Mannschaft vermisste. Während Florian Stütz (11./45.) und Fabian Istefo (50.) zum ersten Auswärtssieg des Gastes trafen, gelang Debütant Malte Karbstein (44.) lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich.

Germania Egestorf-Langreder – FC St. Pauli II 1:0 (0:0)

Es bleibt dabei: Auf eigenem Platz ist die Germania eine Macht. Beim 1:0 gegen St. Pauli feierte der Gastgeber bereits den vierten Sieg im fünften Heimspiel (4-1-0). Allerdings war schon ein wenig Geduld gefragt, ehe der nächste Dreier feststand: Erst in der 84. Minute erzielte Marek Waldschmidt das Tor des Tages. Es sollte dann nicht lange dauern bis zu einem weiteren Rückschlag für dan Gast. In der Nachspielzeit kassierte St. Pauli-Kapitän Sirlord Conteh nach einer Unsportlichkeit die Rote Karte (90.+1).

BSV Rehden – U.L.M. Wolfsburg 2:1 (2:0)

Seit dem Auftaktsieg, also sieben Spiele lang, hatte der Gastgeber auf den zweiten Saisonsieg warten müssen. Entsprechend groß war die Erleichterung angesichts des 2:1 über den Aufsteiger. Nachdem Solomon Okoronkwo (15.) und Shinhi Yamada (22.) früh für eine 2:0-Führung gesorgt hatten, wurde es allerdings noch einmal eng. Denn gleich nach dem Wechsel verkürzte Siim Tenno auf 2:1 (48.), und so durfte erst nach dem Schlusspfiff ausgelassen gejubelt werden.

Hamburger SV II – TSV Havelse 5:0 (4:0)

So etwas nennt man Befreiungsschlag. Der 5:0-Heimerfolg folgte schließlich auf einen schwachen Start, der den HSV in den Tabellenkeller geführt hatte. Nach vier Niederlagen in Folge war die Freude entsprechend groß. „Das war ein völlig verdienter und wichtiger Sieg“, meinte Steffen Weiß. Der HSV-Coach warnte allerdings auch: „Es ist nur der erste Schritt.“ Tatsächlich ist derzeit ja auch nicht ganz klar, welchen Maßstab der nun seit fünf Partien sieglose Gegner abbildet. In Hamburg waren die Havelser jedenfalls chancenlos und hatten den Gegentreffern von Khaled Mohssen (7.), Christian Stark (14./42.), Moritz Broni Kwarteng (25.) und Mats Köhlert (78.) nur wenig entgegenzusetzen.

Eintracht Norderstedt – Lüneburger SK Hansa 1:2 (1:1)

Eigentlich galten die Lüneburger als heimstark, für gefährliche Auftritte als Auswärtsteam waren sie angesichts von nur zwei Punkten aus drei Spielen nicht bekannt. In Norderstedt sorgten die Tore von Michael Kobert (5.) und Marian Andre Kunze (58.) - bei einem Gegentreffer durch Vico Meien (40.) - allerdings für den ersten Dreier auf fremden Platz. Weshalb sich die zuvor dreimal unbesiegte Eintracht auch nicht weiter verbessern konnte und auf Rang zehn abrutschte, punktgleich mit dem neuen Neunten aus Lüneburg.

Holstein Kiel II – SC Weiche Flensburg 0:2 (0:1)

Dominic Hartmann (25., HE) traf vor dem Wechsel, Marvin Ibekwe (78.) im zweiten Durchgang – fertig war der erste Auswärtserfolg des Titelverteidigers. In einem umkämpften Spiel hatte allerdings auch der Gastgeber seine Möglichkeiten besessen und damit untermauert, dass er zu den positiven Überraschungen der Saison zählt. „Wir haben das mit Leidenschaft runtergespielt und bei einer guten Mannschaft drei Punkte geholt“, meinte Weiche-Coach Daniel Jurgeleit zufrieden. Sein Team kletterte auf Rang drei, mischt nach mäßigem Start also endlich wieder in der Spitzengruppe mit.

VfL Oldenburg – VfB Oldenburg 1:1 (0:0)

Einen Sieger gab es nicht im ersten Oldenburger Punktspiel-Derby seit 2010: Zwar war der VfB durch Lennart Madroch (50.) in Führung gegangen, doch Fabian Lokaj (64.) glich nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung aus, und so gab es vor der stattlichen Kulisse von 2.387 Zuschauern keinen Sieger. Das half dann allerdings keiner der seit vier Partien sieglosen Mannschaften weiter. Der VfL (18.) und der VfB (16.) zählen weiterhin zum Stammpersonal des Tabellenkellers.

 

(Text: Stefan Freye)