Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2018/2019: So lief der 34. Spieltag

20.05.2019
Das Hoffen auf den VfL Wolfsburg
(Foto: hansepixx.de)
(Foto: hansepixx.de)

Nun ist es raus: Nachdem Eintracht Braunschweig den Abstieg aus der 3. Liga vermieden hat, muss der 15. der Regionalliga (Lüneburger SK Hansa) zum Relegationsspiel gegen den Vizemeister aus Niedersachsen (Nordheim) antreten – es bleibt vorerst also bei der eigentlich vorgesehenen Regelung. Sie könnte sich allerdings noch zugunsten der Kellerkinder verschieben, sollte Meister VfL Wolfsburg II der Aufstieg in die 3. Liga gelingen. Dann würde der 16. (Egestorf-Langreder) zur Relegation antreten, und der 15. könnte für eine weitere Saison in der Regionalliga planen.

Werder-Kapitän Groß mit Last-Minute-Tor

Der SV Werder Bremen II hat sich zum Saisonabschluss in der Regionalliga Nord den dritten Tabellenplatz gesichert. Nach dem späten 3:2 (1:0)-Heimsieg gegen Holstein Kiel II konnten die Grün-Weißen mit 61 Punkten vom viertplatzierten SC Weiche Flensburg 08 nicht mehr überholt werden. Dafür verantwortlich war ein Last-Minute-Treffer von Kapitän Christian Groß (90.+3), der in der Nachspielzeit per Kopfball für die Entscheidung sorgte. Jonah Osabutey (10./84.) hatte die Bremer zuvor zweimal in Führung gebracht. Tim Schüler (54.) und der eingewechselte Timo Barendt (90.) glichen aber jeweils für die Gäste aus. Die Kieler werden die Spielzeit 2018/2019 trotz der Niederlage als bester Neuling auf Rang zehn abschließen. Vor der Partie hatte Werder fünf Spieler verabschiedet. Neben Fridolin Wagner, der zusammen mit Trainer Sven Hübscher zum Drittligisten SC Preußen Münster wechselt, werden auch Leander Wasmus (FC Oberneuland), Lars Bünning (Borussia Dortmund II), Marco Kaffenberger (Ziel unbekannt) und Ersatz-Torhüter Tobias Duffner, der seine Karriere beendet, das Team verlassen. Der 35 Jahre alte Duffner hatte zehn Jahre lang beim SV Werder zwischen den Pfosten gestanden.

VfL Oldenburg: 17 Auswärtsspiele, null Punkte

Vizemeister VfB Lübeck hat die Saison in der Regionalliga Nord ohne Heimniederlage beendet. Am 34. Spieltag setzte sich der ehemalige Zweitligist gegen Absteiger VfL Oldenburg vor 2.121 Zuschauern an der Lohmühle mit 5:2 (3:0) durch. Die jüngste Heimniederlage des VfB liegt inzwischen schon 14 Monate zurück (23 Spiele). Die Gäste aus Oldenburg, die nach dem Aufstieg als Tabellenvorletzter direkt wieder runter in die 5. Liga (Oberliga Niedersachsen) müssen, haben dagegen alle 17 Auswärtspartien in dieser Saison verloren. Das gab es in der fünfgleisigen Regionalliga (seit der Saison 2012/2013) noch nie. Die insgesamt 25 Zähler holte der VfL allesamt vor heimischer Kulisse. Für Lübeck trafen Yannick Deichmann (12./33.) und Stefan Richter (68., Foulelfmeter/89.) doppelt. Außerdem trug sich Tommy Grupe (25.) in die Torschützenliste ein. Die Gästetreffer erzielten Lennart Blömer (59.) und Efkan Erdogan (75.). Während die Spielzeit für Oldenburg beendet ist, kann sich Lübeck am Samstag, 25. Mai, noch für den DFB-Pokal qualifizieren. Im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ trifft der VfB im Landespokalendspiel von Schleswig-Holstein im heimischen Stadion auf Titelverteidiger SC Weiche Flensburg 08. Anpfiff ist um 16.15 Uhr, die ARD überträgt live.

Meister Wolfsburg II mit Remis zum Abschluss

Beim BSV Rehden bestritt Meister VfL Wolfsburg II sein letztes reguläres Saisonspiel. Die Partie endete mit 1:1 (1:1). Das frühe Führungstor der Gastgeber durch Santiago Aloi (1.) egalisierte Wolfsburgs Marcel Stutter (30.) noch vor der Halbzeitpause. Am Mittwoch (ab 19 Uhr) geht es für die „Wölfe“ im Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 3. Liga vor eigenem Publikum gegen den Bayern-Titelträger FC Bayern München II. Das Rückspiel geht am Sonntag (ab 16 Uhr) in München über die Bühne. Beide Partien der Aufstiegsrunde werden im Livestream bei Magenta Sport und BR.de gezeigt.

Für Hannover 96 II gab es am letzten Spieltag ein 1:1 (0:1) gegen den Hamburger SV II. David Jonas (38.) hatte den HSV in Führung gebracht. Nikita Marusenko (64.) glich aus. Durch das Remis beendet Hannover die Saison vor den Hamburgern, die mit 49 Punkten zwei Zähler weniger als die 96er (51) auf dem Konto haben.

Norderstedt rettet sich - Egestorf-Langreder bangt


Der FC Eintracht Norderstedt hat sich am 34. und letzten Spieltag den direkten Klassenverbleib gesichert. Im „Endspiel“ beim direkten Konkurrenten 1.FC Germania Egestorf-Langreder behielt die Mannschaft von Eintracht-Trainer Jens Martens mit 3:1 (1:0) die Oberhand und kletterte zum Saisonabschluss noch auf Platz 13 (41 Punkte). Die Germania (36 Zähler) landete dagegen auf dem 16. Rang und damit einem direkten Abstiegsplatz. Nur wenn sich Nord-Meister VfL Wolfsburg II in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga gegen die U23 des FC Bayern München (22. und 26. Mai) durchsetzen kann, dürfte Egestorf-Langreder anstelle des Lüneburger SK Hansa noch die Relegation um den Klassenverbleib gegen den Vizemeister der Oberliga Niedersachsen (FC Eintracht Northeim) bestreiten. Scheitern die Wölfe jedoch, dann ist der Abstieg der Germania besiegelt. Großen Anteil am Klassenverbleib des FC Eintracht Norderstedt hatten die Torschützen Mats Facklam (6.), Sinisa Veselinovic (57.) und Evans Nyarko (84.). Jos Homeier (67.) trug sich für Egestorf-Langreder in die Torschützenliste ein, konnte die achte Niederlage aus den vergangenen neun Partien (0-1-8) aber nicht mehr verhindern.

Lüneburger SK Hansa hofft auf Meister Wolfsburg II

Obwohl sich der Lüneburger SK Hansa beim bereits abgestiegenen Tabellenschlusslicht Lupo Martini Wolfsburg mit 2:1 (0:1) durchsetzen konnte, hat die Mannschaft von LSK-Trainer Rainer Zobel den Klassenverbleib noch nicht sicher. 38 Zähler und Position 16 würden nur bei einem Aufstieg der U23 des VfL Wolfsburg definitiv eine weitere Saison in der Regionalliga Nord bedeuten. Sonst müsste der LSK in der Relegation gegen den Vizemeister der Oberliga Niedersachsen (FC Eintracht Northeim) antreten. Gegen Lupo Martini Wolfsburg geriet der LSK nach einem Treffer von Ante Rezic (27.) zunächst in Rückstand. Doppeltorschütze Utku Sen (58./90.+3) machte aber doch noch den dritten Sieg in Serie perfekt.

Der FC St. Pauli II unterlag zum Saisonabschluss dem TSV Havelse mit 2:3 (1:2). Dario Kovacic (31.) und Sirlord Conteh (56.) konnten die vierte Niederlage der Hamburger in Folge nicht verhindern. Kovacic verpasste seinen zweiten Treffer und scheiterte mit einem Foulelfmeter an Torhüter Alexander Dlugaiczyk (80.). Die Treffer für Havelse fielen durch Erhan Yilmaz (35.) und Doppeltorschütze Yannik Jaeschke (41./51.). Beide Mannschaften hatten schon vor der Partie den Klassenerhalt sicher gehabt, weil Eintracht Braunschweig in der 3. Liga den Abstieg verhindern konnte.

Gewitter-Unterbrechungen in Jeddeloh und Oldenburg

Der entthronte Meister SC Weiche Flensburg 08 zeigte beim 4:3 (0:2) im Auswärtsspiel beim VfB Oldenburg Comeback-Qualitäten. Der VfB war durch Okan Erdogan (18.) und Ibrahim Temin (20.) zunächst vor 1.417 Zuschauern mit zwei Treffern in Führung gegangen. Der eingewechselte Marvin Ibekwe (51./56.), Kevin Schulz (67.) und Tim Wulff (73.) drehten aber die Partie. Der Treffer zum Endstand ging auf das Konto von Oldenburgs Kifuta Kiala Makangu (76.). Die zweite Halbzeit hatte wegen eines Gewitters erst mit rund acht Minuten Verzögerung begonnen.

Das Wetter hatte auch beim 3:3 (2:1) des SSV Jeddeloh gegen die SpVgg Drochtersen/Assel Einfluss. Die Partie musste während der zweiten Halbzeit wegen eines Gewitters für 15 Minuten unterbrochen werden. Als der Ball rollte, trugen sich Kevin Samide (15.), Keven Oltmer (41.) und Fabian Istefo (68.) für die Gastgeber in die Torschützenliste ein. Sung Hyun Jung (37.) sowie Doppeltorschütze Alexander Neumann (81./90.+3) verhinderten für Drochtersen/Assel die dritte Niederlage in Folge. Am Mittwoch (19 Uhr) geht es für die SVD um den erneuten Einzug in den DFB-Pokal. Im Endspiel um den Verbandspokal von Niedersachsen für die Dritt- und Viertligisten haben die Kehdinger Heimrecht gegen den SV Meppen aus der 3. Liga.

 

(Text: Stefan Freye)