Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Regionalliga Nord der Herren 2018/2019: Vorschau 32. Spieltag

02.05.2019
Spieltag der Entscheidung?
(Foto: Peter Kahre)
(Foto: Peter Kahre)

Der VfB Lübeck ist am Freitag in Bremen gefordert, und so könnte bereits am Samstag die Meisterschaft der Regionalliga Nord entschieden sein - sofern die Lübecker sieglos blieben und der VfL Wolfsburg II in Hannover gewinnt. Keinesfalls im Schatten des Titelrennens steht der Abstiegskampf. Rund eine halbes Dutzend Mannschaften muss sich vorm 32. Spieltag noch mehr oder weniger große Sorgen machen. Doch manche könnten im Erfolgsfall gleich zu den Feierlichkeiten übergehen.

SV Werder Bremen II – VfB Lübeck (Fr., 19.30 Uhr)

Verlieren verboten: Wenn der VfB seine Chance auf den Titel wahren möchte, sollte er in Bremen schon gewinnen. Bleibt der Tabellenzweite dagegen sieglos, kann der VfL Wolfsburg mit einem Sieg bei 96 II am Samstag die Meisterschaft perfekt machen – in diesem Fall hätte der Spitzenreiter zwei Spieltage vor dem Saisonende ja bereits sieben bzw. acht Punkte Vorsprung. Vielleicht sollte der VfB also mal in Rehden nachfragen, wie man in Bremen gewinnt. Schließlich war dem BSV erst am letzten Spieltag ein 2:1 beim SVW II gelungen. Das bedeutet allerdings auch: Der Gastgeber steht unter Zugzwang, denn er möchte natürlich keine weitere Heimpleite kassieren.

BSV Rehden – VfL Oldenburg (Fr., 19.45 Uhr)

Der Sieg in Bremen macht es möglich: Fünf Punkte liegt der BSV nun vor dem regulären Relegationsplatz. Folgt nun noch ein Sieg gegen den Vorletzten aus Oldenburg, hätte sich der Gastgeber der größten Sorgen entledigt. Für den VfL würde eine Niederlage den Abstieg dagegen endgültig besiegeln. Um die minimale Chance auf den Klassenerhalt zu erhalten, muss also etwas Ungewöhnliches passieren: In den 15 Auswärtsspielen dieser Saison gelang dem VfL Oldenburg nämlich noch nicht ein einziger Punktgewinn – und viele Chancen hat er nun nicht mehr, diese Bilanz zumindest ein wenig aufzuhübschen.

Hannover 96 II – VfL Wolfsburg II (Sa., 13 Uhr)

Fällt die Entscheidung im Eilenriedestadion? Mit einem Sieg würde der Gast seine Chancen im Titelrennen natürlich noch einmal verbessern – und abhängig vom Ergebnis des VfB Lübeck in Bremen vielleicht sogar schon den Titel gewinnen. Beim 2:0 gegen den FC St. Pauli hatte der Spitzenreiter seine Hausaufgaben zuletzt jedenfalls erledigt. Sein aktueller Gegner war dagegen nur zu einem 1:1 in Kiel gekommen, nach einer allerdings überwiegend guten Leistung. Der Tabellensechste ist also bereit für den Spitzenreiter. Er wird es dem VfL sicher nicht leicht machen.

SC Weiche Flensburg – SpVgg Drochtersen/Assel (Sa., 13.30 Uhr)

Es geht um Platz vier, derzeit belegt durch den Gastgeber. Gerade ein Punkt trennt die Teams vor dem direkten Duell. Dabei wussten sowohl Weiche (3:1 in Lüneburg) als auch Drochtersen/Assel (1:1 in Lübeck) zuletzt zu überzeugen. Allerdings spricht die Bilanz eher für den Gastgeber: Während Weiche auf eigenem Platz 31 Punkte gewann, holte die Spielvereinigung lediglich 19 Zähler in ihren Auswärtsspielen. Und auch das Hinspiel war mit 1:0 an die Flensburger gegangen.

SSV Jeddeloh – TSV Havelse (Sa., 16 Uhr)

Der Plan ist einfach und relativ leicht zu durchschauen: Mit einem Heimsieg möchte der SSV einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. „Wir haben es in der Hand, und uns sollte ein Dreier reichen“, sagt Gerhard Meyer, Geschäftsführer in Jeddeloh. Folgt dem respektablen 1:1 beim HSV nun tatsächlich ein Dreier, könnte der Zwölfte seinen Vorsprung weiter ausbauen. Derzeit wird er durch vier Zähler vom regulären Relegationsplatz getrennt. Nur drei Punkte liegt der TSV vor dem unbeliebten Rang. Insofern steht der Gast ebenso unter Zugzwang, besitzt aber natürlich auch eine große Chance. Der Trend der letzten Wochen spricht zudem eher für Havelse: Während der Gast seit drei Partien ungeschlagen ist (2-1-0), wartet der SSV seit drei Spielen auf einen Sieg (0-2-1).

FC St. Pauli II – Eintracht Norderstedt (So., 14 Uhr)

Die Hamburger verloren zuletzt wenig überraschend mit 0:2 in Wolfsburg und sind als Zehnter noch nicht ganz raus aus dem Kampf um den Klassenerhalt. Aber die Situation von St. Pauli ist noch immer deutlich komfortabler als die ihres Gegners: Die Eintracht aus Norderstedt belegt derzeit den regulären Relegationsrang und muss nun erst einmal den Vier-Punkte-Vorsprung vor dem LSK (16.) wahren. Zuletzt gelang dem Gast beim 4:1 gegen Lupo Martini allerdings der erste Sieg unter Neutrainer Jens Martens. Er dürfte also mit etwas mehr Selbstvertrauen anreisen.

VfB Oldenburg – Lüneburger SK Hansa (So., 15 Uhr)

Vier Punkte trennen den Gast vom regulären Relegationsplatz. Der LSK muss fast schon gewinnen, möchte er die Chance auf den Klassenerhalt bewahren. Der VfB (8.) sollte dagegen gewinnen. Denn beim 0:3 in Havelse war er doch ein wenig hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Mit 42 Punkten liegen die Gastgeber zwar im Mittelfeld. Sie sind allerdings zumindest theoretisch noch nicht ganz gesichert. Mit anderen Worten: Nach einem Heimsieg würde der VfB den Klassenerhalt wohl endgültig feiern dürfen.

U.L.M. Wolfsburg – Hamburger SV II (So., 15 Uhr)

Nach dem 1:4 in Norderstedt steht Lupo Martini nun als erster Absteiger fest. Es geht also darum, sich mit Anstand aus der Liga zu verabschieden. Für den Siebten aus Hamburg auch: Der HSV dürfte angesichts seiner 44 Punkte nicht mehr in Gefahr geraten, könnte bei optimalem Verlauf der letzten Partien aber noch an Hannover 96 II vorbeiziehen. Am Ende sollten also beide Teams einigermaßen locker antreten – und das ist ja nicht selten eine gute Voraussetzung für ein schönes Spiel.

Germania Egestorf-Langreder – Holstein Kiel II (So., 15 Uhr)

Nun ist die Germania wieder mittendrin im Klassenkampf: Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Partien (1-0-5) rutschte der Gastgeber auf den 14. Rang ab, lediglich einen Zähler vorm regulären Relegationsrang. Ein Heimsieg ist also fast schon eine Pflicht für die Germania. Der Gast aus Kiel könnte der richtige Gegner sein – Holstein gewann keines der letzten sechs Spiele (0-3-3) und rutschte auf den neunten Platz ab.

 

(Text: Stefan Freye)