Schleswig-Holsteinischer FVBremer FV

Spielleiter Jürgen Stebani mit dem Fazit: „Es war eine gute Saison“

21.05.2019
Regionalliga Nord der Herren 2018/2019 ist Geschichte

Noch ist die Spielzeit in der Regionalliga Nord nicht ganz beendet angesichts der ausstehenden Aufstiegs- und Relegationsspiele. Aber die Punktspielrunde ist nun absolviert, und das ist ein guter Grund, den NFV-Spielausschussvorsitzenden Jürgen Stebani um ein Fazit zu bitten.

Herr Stebani, der VfL Wolfsburg II hatte sich die Meisterschaft bereits am vorletzten Spieltag gesichert. Er ist ein würdiger Meister, oder?

Jürgen Stebani: Ja, der VfL ist verdient Meister geworden. Er war noch etwas stabiler als der VfB Lübeck und ist insbesondere ein spielerisch überzeugender Meister. Ich hoffe, dass den Wolfsburgern nun im dritten Anlauf auch der Aufstieg in die 3. Liga gelingt.

Relativ früh konzentrierte sich der Titelkampf auf den VfL Wolfsburg II und den VfB Lübeck. Hat es Sie überrascht, dass die anderen Anwärter wie Werder Bremen II oder Weiche Flensburg nicht mehr eingreifen konnten?

Nein. Die üblichen Verdächtigen haben sich einfach vorzeitig verabschiedet. Entscheidend ist eben die Konstanz, und die haben der VfL Wolfsburg II und der VfB Lübeck gehabt. Zwischen diesen beiden war es dann ja auch lange Zeit offen.

Noch mehr Spannung gab es aber im Tabellenkeller…

Auf jeden Fall. Eine Zeitlang war die halbe Liga bedroht, obwohl der VfL Oldenburg und Lupo Martini ja relativ früh keine guten Karten mehr hatten.

Zwischenzeitlich sah es auch so aus, als könnten bis zu sechs Mannschaften absteigen, aufgrund der möglichen Zugänge aus der 3. Liga und der neuen Relegation des 15. gegen den Vizemeister in Niedersachsen. Wie froh sind Sie, dass aus der 3. Liga keine Mannschaft absteigt und dieses Szenario der Liga erspart bleibt?


Natürlich bin ich darüber froh. Aber die Relegation stößt immer noch auf Ablehnung bei den Vereinen. Es ist ja auch ein Ärgernis, weil die betroffenen Vereine nun zehn Tage warten müssen, bevor wir wissen, wer in der Relegation überhaupt antritt – das ist schließlich von den Aufstiegsspielen des VfL Wolfsburg abhängig. Nun sind der Lüneburger SK und Germania Egestorf-Langreder davon betroffen, und letztlich auch Northeim als Vizemeister in Niedersachsen, da der Gegner noch nicht feststeht. Man muss ernsthaft überlegen, ob man diese Regel vielleicht korrigiert.

Wie schätzen Sie die Chancen des VfL Wolfsburg II in den Aufstiegsspielen gegen Bayern München II eigentlich ein?


Ich sehe gute Chancen. Bayern und der VfL sind auf einem Niveau, spielerisch starke Nachwuchsmannschaften. Insofern ist alles drin. Wir wären aus dem Norden ja auch mal wieder dran, nachdem dem SV Meppen 2017 der letzte Aufstieg gelungen ist. Eigentlich sind ja auch aller guten Dinge drei, und Wolfsburg ist nun 2014 gegen Großaspach und 2016 gegen Regensburg zweimal gescheitert.

Aus den Oberligen werden neben HSC Hannover, dem Meister der Oberliga Niedersachsen, noch zwei weitere Aufsteiger in einer Qualifikationsrunde gesucht. Ihr Kommentar zu den Bewerbern Altona 93, Bremer SV und Heider SV?

Ein kleiner Favorit ist für mich Altona 93. Wir wissen aus den letzten Jahren aber, dass dies nichts bedeuten muss. Es wird aber wohl besonders auf das erste Spiel zwischen dem BSV und Altona an diesem Mittwoch ankommen. Der Heider SV ist als Vierter der Oberliga in Schleswig-Holstein dagegen schwer einzuschätzen.

Auch wenn noch einige Spiele ausstehen: Wie werden Sie die Saison 2018/2019 in Erinnerung behalten?

Bis auf einzelne Ausreißer war es eine ganz ruhige Saison. Wir hatten ja auch nur acht statt der 98 Spielausfälle aus dem Vorjahr. Da konnten wir fast ein Drittel der Partien aufgrund des Wetters nicht wie geplant durchführen. Insofern war es eine gute Saison und im Großen und Ganzen recht problemlos.

 

(Das Interview führte Stefan Freye)