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Der NFV trauert um Ehrenpräsident Dieter Jerzewski

(Foto: hansepixx.de)

Der Norddeutsche Fußball-Verband (NFV) trauert um seinen Ehrenpräsidenten Dieter Jerzewski, der Ende der vergangenen Woche im Alter von 83 Jahren verstarb.
 
Bis zu den A-Junioren hütete der in Breslau geborene Jerzewski das Tor des TSV Drentwede in Niedersachsen. Dann entschied er sich für eine Schiedsrichterlaufbahn. Bis 1964 pfiff er zunächst Spiele in Niedersachsen und wurde bis zur Landesliga eingesetzt. Anschließend folgte der Wechsel nach Bremen, wo Jerzewski in der Verbandsliga pfiff. Zwischen 1971 und 1981 war er als Verbandslehrwart auch für die Aus- und Fortbildung der Unparteiischen verantwortlich. Danach wechselte er als Beisitzer in das Präsidium des Bremer Fußball-Verbandes und zeichnete dort für das Flutlichtwesen, die stadtbremischen Vereine und die Verbindungen zum Betriebsfußball verantwortlich. Schon 1985 wurde er zum Vizepräsidenten ernannt und wurde Leiter des Lehrstabs. Als 1992 der damalige BFV-Präsident Egon Kähler plötzlich unerwartet verstarb, übernahm Jerzewski die Verantwortung des Präsidentenamtes, das er bis 2010 ausübte. Dann übergab er die Verbandsführung an seinen Nachfolger und heutigen Verbandspräsidenten Björn Fecker.
 
Auf norddeutscher Ebene war Jerzewski ein gefragter Funktionär. Zwischen 1988 und 2006 kümmerte er sich als Schatzmeister um die Finanzen des NFV, von 2006 bis 2009 war er Präsident des Regionalverbandes. Nachdem er den Staffelstab an Eugen Gehlenborg weiterreichte, ernannte ihn der NFV-Verbandstag in Hamburg zum NFV-Ehrenpräsidenten.
Auch der DFB wollte nicht auf die Dienste des leidenschaftlichen Skat- und Doppelkopfspielers verzichten. Von 1992 bis 1997 wirkte er im DFB-Beirat mit, arbeitete ab 1989 fünf Jahre lang als Kassenprüfer und war zwischen 1995 und 2000 als Beisitzer des DFB-Sportgerichts im Amt. Von 2001 bis 2004 brachte Jerzewski seine Erfahrung im Regionalliga-Ausschuss des DFB ein. Auch im DFB-Vorstand war er ein gefragter Fachmann und in der DFB-Kulturstiftung wirkte der Freund klassischer Musik ebenfalls im Vorstand mit. Folgerichtig machte der DFB Jerzewski auf dem Bundestag 2010 in Essen zu seinem Ehrenmitglied. Seit 2013 wirkte er bis zuletzt schließlich im Ehrungsrat des DFB. Neben den Silbernen und Goldenen Ehrennadeln des BFV, NFV, DFB und des Landessportbundes Bremen sowie der goldenen BFV-Spange und der Senatsehrung der Freien Hansestadt Bremen wurde dem ehemaligen Schuldirektor im Dezember 2011 eine ganz besondere Ehre zuteil. Aus den Händen des damaligen Bundespräsidenten Christian Wulff empfing Jerzewski das Bundesverdienstkreuz.
 
NFV-Präsident Ralph-Uwe Schaffert zeigte sich tief betroffen. „Dieter Jerzewski war eine Institution im Norddeutschen Fußball-Verband. Wenn es um Fragen zur Geschichte unseres Verbandes, um Gremienmitglieder oder ganz allgemein um den Fußball in Norddeutschland ging, hieß es bis zuletzt immer: „Frag Dieter“. Ein Experte auf vielen Gebieten, vor dessen Lebensleistung ich höchsten Respekt habe, so Schaffert weiter. „Wir verlieren aber nicht nur einen ausgewiesenen Fachmann, sondern in besonderem Maße einen warmherzigen Menschen, der mit Klugheit und Humor die Menschen für sich einnahm.“
 
„Wir sind tieftraurig. Dieter Jerzewski hat in einer schwierigen Phase das Ruder beim BFV übernommen und über Jahre hinweg den Verband in Bremen und Bremerhaven mit seiner ruhigen und besonnen Art geprägt. Ihm ist zu verdanken, dass unser kleiner Landesverband auch beim DFB Wertschätzung und Respekt erfuhr. Persönlich verliere ich einen geschätzten Ratgeber, der sich nach seiner Präsidentschaft nie ungefragt aufgedrängt hat, aber immer bereit war, sein Wissen und seine Erfahrung weiterzugeben. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Tagen seiner Familie. Dieter Jerzewski werden wir stets ein ehrendes Andenken bewahren“, sagte BFV-Präsident und NFV-Vizepräsident Björn Fecker.

 


(Text: BFV / NFV)

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