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Der NFV trauert um sein Ehrenmitglied Uwe Seeler

(Foto: Getty Images)

Der Norddeutsche Fußball-Verband trauert um sein Ehrenmitglied Uwe Seeler, der am Donnerstag im Alter von 85 Jahren verstarb.

Uwe Seeler hat die Fußballwelt verbunden wie kaum ein anderer. Bodenständig, vereinstreu, norddeutsch bis in die letzte Haarspitze. Jeder, der noch so vehement seine Fußball-Philosophie, seine Vereinsfarben verteidigt hat, bei „Uns Uwe“ waren sich alle einig. Was er sagte, war Gesetz. Da gab es keine zwei Meinungen. Uwe Seeler hat weit über norddeutsche Grenzen hinweg seine Spuren hinterlassen. Seine Taten, seine Worte werden uns noch lange begleiten.

Seeler wurde in eine Hamburger Sportlerfamilie hineingeboren. Schon sein Vater spielte neben seiner Tätigkeit als Hafenarbeiter für den Hamburger SV. Im Alter von zehn Jahren meldete der Vater auch seine beiden Söhne Uwe und Dieter in der Jugend des HSV an. Seeler machte schnell auf sich aufmerksam und ließ sein großes Talent aufblitzen. Bereits 1953 kam er so im Alter von 16 Jahren zu seinem ersten Einsatz in der Herrenmannschaft in einem Freundschaftsspiel. Ab 1954 kam er auch in den Pflichtspielen in der Oberliga Nord zum Einsatz und wurde schnell zum absoluten Stammspieler und Tor-Garanten der Hamburger.

Bis 1963 wurde er ganze sechsmal Torschützenkönig der Oberliga Nord und hatte so maßgeblichen Anteil an den neun Meisterschaften des HSV in dieser Spielklasse. Im Jahr 1960 konnte Seeler auch endlich seinen ersten großen Titel feiern mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft durch einen 3:2 Sieg über den 1. FC Köln, zu dem er selbst zwei Tore beitrug. 1963 folgte mit dem Gewinn des DFB-Pokals der nächste große Titel mit „seinem“ HSV.

Uwe Seeler blieb seinem Verein und Norddeutschland seine ganze Karriere über treu und eng verbunden. Für den HSV traf Seeler in 476 Spielen 404-mal. Selbst ein Angebot in Höhe von 1,2 Millionen Mark vom berühmten italienischen Spitzenclub Inter Mailand konnte ihn nicht von seinem Verein und seiner Heimat Hamburg trennen. Dies zeigte einmal mehr seine tiefe Heimatverbundenheit und Bodenständigkeit.

Neben seinen Leistungen für den HSV wird Seeler auch für seine Leistungen mit der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft unvergessen bleiben. Er nahm mit Deutschland an insgesamt vier WM-Endrunden teil und traf bei jedem der vier Endrunden. 1966 in England und 1970 in Mexiko führte er die Nationalelf auch als Kapitän aufs Feld. In 72 Länderspielen erzielte Seeler 43 Tore für Deutschland.

In Erinnerung wird Seeler aber nicht nur durch seine Leistungen auf dem Platz, sondern auch besonders durch sein großes Herz und sein Engagement neben dem Platz bleiben. Uwe Seeler engagierte sich bis zuletzt leidenschaftlich in Stiftungen des DFB und auch lange als Botschafter für den deutschen Fußball in seiner Rolle als DFB-Delegationsmitglied bei Länderspielreisen. Bereits 1970 wurde Uwe Seeler für seine Leistungen als erster Sportler mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Für seinen außergewöhnlichen Verdienste rund um den Fußballsport speziell in Norddeutschland wurde Uwe Seeler 2018 vom NFV-Verbandstag die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

„Uwe Seeler war ein tadelloser Sportsmann und ein Vorbild für Generationen, äußerte sich NFV-Präsident Ralph-Uwe Schaffert. "Uns Uwe" war eine große Persönlichkeit und erfreute sich gerade wegen seiner Bodenständigkeit zeitloser Popularität. Wir verlieren mit ihm nicht nur ein Ehrenmitglied, sondern einen wahren Freund unseres Verbandes. Uwe Seeler wird immer in unserer Erinnerung bleiben.“
 


(Text: NFV)

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