Der letzte reguläre Spieltag in diesem Jahr steht bevor und die Tabelle beginnt sich klarer zu sortieren. Oben kämpft das Vierergespann weiter um jeden Punkt im Rennen um die Meisterschaft, aktuell führt der SV Meppen den Schlitten an. Im unteren Drittel geht es ebenso eng zu, denn nur acht Punkte trennen die Plätze neun bis sechzehn. Pünktlich zum Nikolaus-Wochenende dürfte es in den Partien wieder die eine oder andere Überraschung geben. Wir gehen rein und schauen auf den Spieltag.
Krisenstimmung gegen Abstiegsangst
Am Samstag, den 6. Dezember, empfängt der VfB Lübeck Eintracht Norderstedt an der Lohmühle. Zum Nikolaustag wollen die Mannschaften einen sportlichen Erfolg feiern, denn die bisherige Saison verlief für beide äußerst wechselhaft.
Für Lübeck geht es im letzten Meisterschaftsspiel des Kalenderjahres 2025 darum, die Fans mit einem Heimerfolg zu beschenken. Der ohnehin schon dünn besetzte Kader wird immer wieder durch Verletzungen oder Platzverweise geschwächt. In den letzten Wochen überwogen vor allem Unentschieden. Der Sieg beim Bremer SV am 18. Spieltag war daher für alle Beteiligten enorm wichtig. Dieses Momentum verpuffte jedoch schnell durch eine deutliche Niederlage gegen den SV Meppen und ein Remis gegen das Tabellenschlusslicht St. Pauli II.
Die Gäste aus Norderstedt stehen selbst unter Druck. Nach einem holprigen Saisonverlauf rangieren sie auf Platz 15 und befinden sich in direkter Nähe zur Abstiegszone. Aus den letzten fünf Spielen sprang lediglich ein Sieg heraus. Zusätzlich sorgte die Personalie Felix Drinkuth für Unruhe: Der Offensivspieler, der im Sommer von Lübeck nach Norderstedt gewechselt war, bat vor wenigen Wochen um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags, um sich auf seinen beruflichen Weg und den Schritt in die Selbstständigkeit konzentrieren zu können. Nun kehrt er an die Lohmühle zurück, ist aber noch nicht spielberechtigt und wird das Spiel von der Tribüne aus verfolgen.
Das Hinspiel am 24. August endete mit einem 4:2 für Lübeck. Zwei strittige Elfmeter brachten die Gastgeber zunächst in Rückstand, doch die Hansestädter zeigten Moral und drehten die Partie. Norderstedts Ostermann sagt: „Die Partie ist lange her und spukt in unseren Köpfen nicht mehr herum.“
Bremer SV im Flow – Altona unter Zugzwang
Nach dem 1:0-Auswärtssieg in Lohne hat sich der Bremer SV in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt und präsentiert sich als äußerst unangenehmer Gegner. Angesichts der finanziellen Voraussetzungen sowie der vielen Ab- und Zugänge im Kader und auf dem Trainerstuhl hätte das dem Kultverein kaum einer zugetraut. Ralf Voigt und sein Team leisten jedoch eine herausragende Arbeit, denn die Mannschaft wirkt stabil und verliert auch nach einem Rückschlag nicht die Fassung. Aus diesem Grund ist der Cheftrainer auch zum Bremer Amateur-Trainer des Jahres nominiert worden.
Beim Aufsteiger aus Altona ging es hingegen nach dem guten Saisonstart mehr und mehr bergab. Mittlerweile befindet sich der AFC auf Tabellenplatz 17 und muss zusehen, dass wieder dreifach gepunktet wird. Mit zwei Nachholspielen in der Hinterhand können sie rein rechnerisch die Abstiegszone aus eigener Kraft verlassen. Die aktuelle Form lässt aber zu wünschen übrig, vor allem die defensive Anfälligkeit ist in den letzten Spielen ein großes Problem gewesen. Elf Gegentore in zwei Spielen sprechen für sich und auch fünf Niederlagen in Folge sprechen nicht gerade nach einem Momentum. Wer weiß vielleicht gelingt ja grade der Turnaround bei den Freunden am Panzenberg. Anpfiff ist am Sonntag, den 7. Dezember um 13:30 Uhr.
Kellerkind trifft auf Spitzenteam
Ebenfalls am Sonntag, den 7. Dezember, empfängt der FC St. Pauli II den SSV Jeddeloh II im Edmund-Plambeck-Stadion. Nach einem schwierigen Saisonstart stehen die Kiezkicker weiter auf dem letzten Tabellenplatz und warten noch immer auf ihren ersten Heimsieg. Immerhin gab es zuletzt zwei 1:1-Unentschieden, die defensiv wieder Stabilität brachten. Gerade gegen ein Schwergewicht wie Oldenburg einen Punkt zu sammeln, spricht für eine aufsteigende Tendenz. Nach den engen Spielen wird es nun Zeit, dass sich die Talente zum Jahresende nochmal belohnen.
Genau das wollen die Jeddeloher verhindern. Sie selbst reisen mit viel Selbstvertrauen im Gepäck an. Platz vier in der Tabelle, dazu ein klarer 6:2-Erfolg in Schöningen zeigen, wie gut das Team harmoniert und das auch trotz der verletzungsbedingten Zwangspause von Führungsspieler Kasra Ghawilu. Seit dem ersten Spieltag präsentiert sich die Elf von Björn Lindemann als verschworene Einheit. Auch die Neuzugänge haben sich hervorragend in die Spielidee integriert. Das Hinspiel gewannen die Ammerländer mit 7:1, für St. Pauli II wird es also ein schwerer Nachmittag. Doch wenn die Hamburger alles in die Waagschale werfen, könnte am Ende ein kleiner Punktezuwachs unterm Weihnachtsbaum liegen.
Unser Blick auf den Spieltag
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