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Victoria Hamburg und Hannover 96 triumphieren in Berlin

Ü32 und Ü50-Titel gehen nach Norddeutschland

(Foto: Dipner)

Durch eine herausragende Bilanz erwiesen sich die Teilnehmer des NFV als der leistungsstärkste Regionalverband bei den Deutschen Ü-Meisterschaften 2022 in Berlin.

Ü32-Männer:
Im letzten Spiel gegen den punktgleichen Tabellenführer Hertha BSC musste SC Victoria gewinnen, um Deutscher Meister zu werden. Mitte der 1. Halbzeit gelang dem Norddeutschen Meister durch ein Kopfballtor die 1:0 Führung. Ansporn genug, um sich in der 2. Halbzeit mit ‚Mann und Maus‘ gegen den Topfavoriten zur Wehr zu setzen, was letztendlich durch eine aufopferungsvolle Mannschaftsleistung auch gelang.
Nach 40 plus 4 Minuten war der Jubel grenzenlos: „Die Nr. 1, die Nr. 1, die Nr. 1 im Land sind wir“ war der angesagte Hit im Hanns-Braun-Stadion.
Den Grundstein für diesen Erfolg legte die Truppe von Teammanager/Trainer/Spieler Dennis Theissen am Tag zuvor, als in einem wohl der besten Spiele des gesamten Turniers gegen den FC Bayern München mit einer taktischen Meisterleistung ein 2:0 Sieg gelang.

Ü35 Frauen:
Ein beachtlicher Erfolg gelang den ‚Nordlichtern‘ mit dem 3. Platz im Frauen-Cup.
Legendär wohl das Spiel gegen USV Jena, als ‚gefühlte‘ 20 Torchancen und ein Strafstoß nicht verwertet werden konnten und die Mädels mit leeren Händen dastanden. Da wäre mehr drin gewesen.

Ü40-Männer:
Es lief von Anfang an unglücklich für SV Eintracht Nordhorn. Vier verletzte Spieler und bereits am ersten Tag musste ein Spieler mit einer schweren Schulterverletzung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Aber leichte Entwarnung, bereits am nächsten Tag wurde er aus dem Krankenhaus entlassen, um gemeinsam mit der Mannschaft den Heimweg antreten zu können. Wir wünschen gute Besserung! Aber die Nordhorner erwiesen sich als ‚Meistermacher‘. Durch ein Unentschieden gegen Bayer Leverkusen wurde der 1. FC Nürnberg bereits vor dem letzten Spiel Deutscher Meister. Bemerkenswert der sportlich faire Kommentar nach der knappen Niederlage gegen die Nürnberger: ‚Nein, die waren keine Klasse besser, die waren zwei Klassen besser‘, so Teammanager Berni Deelen.

Ü50-Männer:
"Das war einwandfrei die beste Ü50-Mannschaft, die hier das Turnier gewonnen hat", war die einhellige Meinung aller beteiligten Mannschaften.. Auch Trainer Stefan Mitschke fand nur lobende Worte für sein Team: "Die Jungs können stolz auf ihre Leistung sein". Recht hat er!

Nachdem die „Roten“ 2011 und 2015 jeweils den DFB-Ü40-Cup gewinnen konnten, triumphierten sie jetzt erstmals in Berlin auch in der Altersklasse Ü50. Vier Spiele, vier Siege bei 15:4 Toren lautete die beeindruckende Bilanz für den siebenfachen Ü 50-Niedersachsenmeister, der den 1. FC Frankfurt (Oder), AH SG Darmstadt, SG Sauerbachtal und Arminia Bielefeld auf die Plätze verwies. 
Mit einem 5:3 (2:1)-Erfolg gegen die Arminia aus Bielefeld war das Team um den Hannoveraner Kapitän Reiner Lange in das Turnier gestartet. Dabei trugen sich Matthias Steinert (2), Frank Hartmann, Oliver Kästner und Armin Peithmann in die Torschützenliste ein. 
Marco Dehne bereits in der 1. Spielminute sowie erneut zweimal Matthias Steinert waren die Torschützen beim 3:0 (2:0)-Sieg über AH SG Darmstadt. In gleicher Höhe bezwangen die 96er nach torloser erster Spielhälfte auch den 1. FC Frankfurt (Oder), wobei Matthias Steinert, Marco Dehne und Alimurat Akyuz die Tore erzielten. 
Keine Chance hatte schließlich auch die SG Sauerbachtal beim 1:4 (1:2) gegen den neuen deutschen Meister, für den Joerg Sibilski, Karim Daghbouche, Martin Rapp und Kadir Cepni trafen. 
 

Alle Ergebnisse und Tabellen der vier wettbewerbe auf FUSSBALL.DE
 
Resümee:
21 Mannschaften in vier Wettbewerben mit jeweils fünf (Frauen sechs) Mannschaften, ein überschaubares, aber sinnvolles Teilnehmerfeld.
Das neue Format, nur die Meister der fünf Regionalligen nehmen an der Deutschen Meisterschaft teil, ist voll aufgegangen. Der sportliche Wert ist gestiegen, auch durch den erstmalig ausgetragenen Wettbewerb Ü32. Bei den drei Herren-Wettbewerben waren fast 50% Lizenz-Vereine am Start, bemerkenswert.

Alle Mannschaften waren im Hotel Estrel untergebracht, einem monumentalen Hotel mit 1.125 Zimmern, einer überdachten Plaza, zwei Edel-Restaurants, zwei Bars etc.
Am Abend des ersten Spieltags war ein „Come Together“ angesagt, bei dem alle Mannschaften mit Show, Abendessen und Tanz den ereignisreichen Tag ausklingen lassen konnten.
Das Turnier, wie eigentlich alles seitens DFB geplant, war von der ausführenden Agentur ‚Sevotion‘ perfekt organisiert. Zimmerreservierung für 330 Sportler:innen, Fahrdienst und Catering im Event-Zelt. Dieses war vernünftig reduziert, kein VIP-Bereich (war sowieso keiner vor Ort) und Zutritt für jedermann, um gegen Bezahlung oder Coupons Speisen und Getränke erwerben zu können.
 



(Text: Joachim Dipner / Niedersächsischer FV)
 

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