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„Wir müssen flexibel bleiben“

Walter Fricke zum Start der Junioren-Regionalligen

(Foto: hansepixx.de)

Die Entscheidung fiel schnell, es gab ja eigentlich auch keine Alternative: Die kommende Saison in der A-, B- und C-Juniorenregionalliga wird als einfache Punkt-Runde ausgetragen. Angesichts der jeweils teilnehmenden Mannschaften (17, 16 und 18 Teams) kam eine Doppelrunde nicht in Betracht. Die Belastung wäre viel zu groß gewesen. „Das wird keine normale Saison“, sagt Walter Fricke, der Vorsitzende des NFV-Jugendausschusses. Die Vereine hatten allerdings viel Verständnis für die Straffung der Spielzeit, in den allermeisten Fällen entsprach sie sogar dem ausdrücklichen Wunsch der Beteiligten. Schließlich ist auch niemanden damit gedient, sollte es irgendwann eng werden.

Genau das könnte aber passieren. Noch ist ja nicht einmal sicher, wann der Startschuss fällt. Zwar wurde nun das Wochenende des 19./20. September als 1. Spieltag festgelegt. „Und darauf hoffen wir auch“, so Fricke. Aber allein die Beschränkungen in Hamburg und Schleswig-Holstein – dort sind bis zum 31. August nur Gruppen bis zu zehn Personen zugelassen – macht es ein bisschen kompliziert. Schließlich ist angesichts der nun allseits befürchteten zweiten Welle noch nicht ganz sicher, ob im September tatsächlich alle beteiligten Bundesländer einen normalen Trainings- und Spielbetrieb ermöglichen. „Wir lassen das auf uns zukommen“, sagt Walter Fricke.

Er weiß: Mit der nun getroffenen Entscheidung kann der NFV auf einige Eventualitäten reagieren und den Start im Fall der Fälle auch noch verschieben. Deshalb verständigten sich die Verantwortlichen auf eine ganz klare Regel: Die zahlreichen Nachhol-Spieltage, rund 10 bis zwölf pro Liga, bleiben den Nachholspielen vorbehalten und stehen nicht für Spielverlegungen zur Verfügung. „Wir müssen flexibel bleiben“, betont Walter Fricke. Wenn es dann optimal läuft, würde bereits Mitte Mai 2021 der letzte Spieltag ausgetragen. Das wäre ein sehr früher Zeitpunkt, und deshalb würde der NFV-Jugendausschuss in diesem Fall noch einen weiteren Wettbewerb anschließen. „Dabei orientieren wir uns an den gegebenen Möglichkeiten“, so Fricke.

Damit aber alles gut geht, kommt es auf die Gesamtheit der Beteiligten an, also auch auf die Vereine und ihre gewissenhafte Arbeit. „Ich weiß, dass es sehr schwierig ist, bitte aber darum, dass alle die Hygiene-Auflagen ernst nehmen und durchsetzen“, sagt Walter Fricke. Er hat zuletzt die ein oder andere vollbesetzte Tribüne gesehen und brachte kein Verständnis für diese Sorglosigkeit auf. „Es besteht immer die Gefahr, dass uns die Politik die Plätze wieder zu macht“, warnt der Ausschuss-Vorsitzende. Letztlich geht Walter Fricke aber davon aus, dass die Vereine wie der Jugendausschuss gewissenhaft arbeiten und „alle das Beste geben“.
 



(Text: Stefan Freye)

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