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„Alle sind mega-heiß“

Trainer Kristian Arambasic über Aufsteiger FC Oberneuland

(Foto: FCO)

Nein, an der Motivation mangelt es den Spielern des FC Oberneuland nicht. „Alle sind mega-heiß und haben in den letzten Wochen auch ihre eigenen Programme absolviert“, sagt Kristian Arambasic. Dem Trainer gefällt die Vorfreude seiner Kicker, betreten diese ganz überwiegend doch Neuland in der Regionalliga Nord. Da ist es umso wichtiger, mit Euphorie an die ungewohnten Aufgaben zu gehen. Für Arambasic selbst ist der Aufstieg dagegen mit einer Rückkehr verbunden – er hatte bereits 2014 für mehrere Monate auf der Bank des VfB Oldenburg gesessen. Dieser Erfahrung hätte es aber wohl nicht bedurft, um zu wissen, was nun auf den FCO zukommt: Fußball auf einem ganz anderen Niveau. Die erfolgsverwöhnten Bremer, in den Vorjahren zweimal in Folge Vizemeister, werden sich auf Rückschläge einstellen müssen. Dass der aktuelle Meister die nun abgebrochene Saison recht souverän absolvierte und damit noch ein bisschen mehr am eigenen Selbstverständnis arbeitete, dürfte nur bedingt helfen angesichts der sportlichen Herausforderung.

Vielleicht ist die personelle Kontinuität aber ein wichtiger Faktor. Denn bereits lange vor dem Vorbereitungsstart im Juli hatten bereits 15 Spieler des aktuellen Kaders ihre weitere Zusammenarbeit fixiert, und fünf weitere haben in den kommenden Wochen die Gelegenheit, sich zu empfehlen für die höhere Aufgabe. „Unser Konzept sieht vor, mit Bremern und Spielern aus dem Umland zu arbeiten“, sagt Kristian Arambasic. Er hatte demnach auch keinen Kicker aussortiert. Eine generelle Absage an mögliche Neuzugänge ist damit indes nicht verbunden. „Ich suche eigentlich auf allen Positionen“, sagt der Trainer. Er weiß: Ohne punktuelle Verstärkungen wird es sein Team wohl schwer haben.

Andererseits haben sie beim FCO aus der Vergangenheit gelernt: Einst galt der Verein aus dem Nobelstadtteil im Bremer Osten als ausgesprochen finanzstark. Oft stand deshalb weniger die nachhaltige Arbeit als der kurzfristige Effekt im Vordergrund. Das gipfelte in der ebenso spektakulären wie wirkungslosen Verpflichtung eines sportlich nur noch bedingt hilfreichen Stürmerstars Ailton – und 2013 gar in der Insolvenz. Damals hatte der FC Oberneuland ein handfestes Imageproblem. Auch deshalb setzen die neuen Verantwortlichen auf einen bescheidenen Auftritt – egal in welcher Liga.

Stadion: Florian-Wellmann-Stadion (Kapazität: 4.990 Zuschauer)

Historie: Die große Zeit des 1948 gegründeten FC Oberneuland begann 1996 mit dem Aufstieg in die Oberliga Niedersachsen/Bremen. Weil sich der Verein für die in 2004 gegründete Oberliga Nord nicht qualifizieren konnte, folgten zwei Jahre in der Bremer Verbandsliga, ehe der FCO 2006 wieder aufstieg. Auch in der 2008 eingeführten Regionalliga traten die Oberneuländer über mehrere Jahre an, ehe in der Saison 2012/2013 ein Insolvenzverfahren über den Klub eröffnet wurde. In der Folge stieg der FCO zwangsweise in die Bremer Landesliga ab, die er 2014 sogar in Richtung Bezirksliga verlassen musste. Danach konsolidierte sich der Verein auch sportlich, kehrte 2015 in die Landesliga zurück und stieg 2016 wieder in die Bremen-Liga auf. Nach drei Jahren in der höchsten Bremer Spielklasse geht es nun also wieder zurück in die vierthöchste Liga.

Zu den bekanntesten Spielern im FCO-Trikot zählten: Uli Borowka, Uwe Harttgen, André Hahn, Karim Bellarabi, Julian Brandt und Ailton.

Vereinsfarben: Rot - Weiß
Webseite: www.fcoberneuland.de
Facebook: FCO1948

 


(Text: Stefan Freye)

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