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„Dafür läuft es ganz gut“

Der SV Henstedt-Ulzburg in der Frauen-Regionalliga Nord vorne dabei

(Foto: hansepixx.de)

Drei Spiele, drei Siege und dabei ein Torverhältnis von 24:2 – der SV Henstedt-Ulzburg ist richtig gut in die Frauen-Regionalliga Nord gestartet und belegt den Spitzenplatz der Spielklasse. Die klaren Erfolge gegen den TuS Büppel (6:1), die TSG 07 Burg Gretesch (7:0) und zuletzt den Eimsbütteler TV (11:1) stellen natürlich auch Trainer Christian Jürss zufrieden: „Wir haben einen Umbruch hinter uns, und dafür läuft es ganz gut.“
 
Die Frauen des SV Henstedt-Ulzburg sind also mit einem Ausrufezeichen in die Regionalliga zurückgekehrt. Vor gut einem Jahr hatten sich die Schleswig-Holsteinerinnen ja zum wiederholten Mal in Richtung 2. Bundesliga verabschiedet. Im Gegensatz zum vorletzten Aufstieg 2015, als der SVHU anschließend drei Jahre in der zweiten Liga verbrachte, blieb es diesmal nur bei einer Saison. Und der Abstieg hatte Folgen, zog er doch diverse Personalwechsel nach sich. Den elf Abgängen stand nämlich die gleiche Anzahl von Zugängen gegenüber.
 
Angesichts der Fluktuation ist der Start bemerkenswert. Allerdings: Noch stellte sich dem Team von Christian Jürss kein Gegner aus der aktuellen Spitzengruppe entgegen, zudem drohen nach den vielen Personalwechsel nun Personalprobleme: Beim Spiel in Eimsbüttel zog sich Stürmerin Vera Homp einen Schlüsselbeinbruch zu. Sie wird ihrer Mannschaft lange fehlen und ist damit nach Torfrau Anneke Klaas (Fingerbruch) bereits die zweite verletzte Schlüsselspielerin. „Diese Ausfälle können wir so nicht kompensieren, da ist das Team gefragt“, unterstreicht Christian Jürss.
 
Der Trainer wird also einigermaßen gespannt verfolgen, wie sich der SVHU in den kommenden Wochen schlägt. Die Aufgaben haben es angesichts der Spiele gegen Hannover 96 (4.) und SV Meppen II (6.) in sich. Aber wer wie Christian Jürss „ganz oben mitspielen“ möchte, der sollte fertig werden mit diesen Gegnern. Doch wie sieht es mit dem Duell gegen den von allen Seiten als Topfavorit bezeichneten Hamburger SV aus? „Sie sind auch für mich der ganz klare Favorit“, sagt Jürss. Der HSV verfüge über deutlich bessere Möglichkeiten als der Rest der Liga, sei also auch dem SVHU nominell überlegen.
 
Aber das heißt natürlich nicht, dass sich der Absteiger geschlagen geben wird und damit auch die Möglichkeit auf den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga vorzeitig verwirft. „Wenn das möglich wäre, würden wir mal schauen, was möglich ist“, sagt Christian Jürss. Derzeit beobachtet der Trainer vor allem gespannt, ob sich der allgemeine Aufschwung des Frauenfußballs auch auf die Regionalliga auswirken wird. Noch macht er allerdings keinen Unterschied aus. „Da müssen wir uns wohl Zeit geben“, sagt Jürss. Eines steht für den Coach des Spitzenreiters aber fest: „In der Regionalliga wird viel Aufwand betrieben, und es wäre schön, wenn der gesehen würde.“
 

 


(Text: Stefan Freye)

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