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Der HSV setzt sich an die Tabellenspitze

Zusammenfassung 1. Spieltag Regionalliga Nord

(Foto: hansepixx.de)

Nun sind die ersten sieben Partien der Regionalliga Nord absolviert, und die insgesamt 19 Treffer lassen eine interessante Saison erwarten. An Überraschungen und spannenden Spielen fehlte es dem Auftakt jedenfalls nicht. Mit dem Hamburger SV II sicherte sich eine Nachwuchsmannschaft die erste Tabellenführung der Saison.
 
"Wir haben eine motivierte, aber auch sehr junge Mannschaft“, hatte Daniel Stendel vor dem Start betont – und sein Team ließ am ersten Spieltag dann auch gleich Taten folgen. Allerdings lässt sich wohl festhalten, dass der 2:0 (0:0) von Hannover 96 II gegen Teutonia 05 Ottensen von einem Platzverweis des Gegners begünstigt wurde: Zunächst hatte Janik Jesgarzewski (Neuzugang vom SV Meppen) wegen einer Notbremse die Rote Karte kassiert (58.), und erst dann trafen Robin Friedrich (63.) sowie Damion Sura (90.+3) zum Heimerfolg. Was beim Gastgeber für Freude sorgte, bildete sich auf der anderen Seite in Enttäuschung ab: „Die erste Halbzeit war gar nichts, wir wollten ein anderes Gesicht zeigen“, meinte Trainer David Bergner. Seine Teutonia vermochte ihre Ambitionen am ersten Spieltag also noch nicht zu unterstreichen. Sie besitzt aber ja bereits ab dem zweiten Spieltag zahlreiche Chancen, dies nachzuholen. Und Niederlagen bei 96 II sind offenbar auch nicht ungewöhnlich für die Hamburger: In der vergangenen Spielzeit hatte die Teutonia mit 2:4 im Eilenriedestadion verloren.
 
Mit einer 0:2 (0:2)-Heimniederlage gegen Weiche Flensburg startete der Aufsteiger Kickers Emden in die neue Spielzeit. „Wir müssen für den Klassenerhalt nicht unbedingt Weiche Flensburg hinter uns lassen. Aber wir müssen dazu kommen, einen Rückstand besser wegzustecken“, kommentierte Kicker-Trainer Stefan Emmerling den Auftakt. Sein Team hatte früh die Gegentreffer von Christopher Kramer (8.) und Dominic Hartmann (11.) kassiert, stand danach besser, ohne aber eine echte Chance auf ein Comeback zu besitzen. Mit 1.108 Zuschauer war das Ostfriesland-Stadion dagegen sehr gut gefüllt. Emmerling: „Es war heute eine sehr gute Kulisse. Wir freuen uns, in der Regionalliga Nord spielen zu dürfen.“
 
Der erste Tabellenführer kommt aus Hamburg: Dank eines 4:0 (1:0) über Holstein Kiel setzte sich der HSV II an die Spitze der Liga. Für Trainer Pit Reimers war der Heimerfolg vor allem die Folge einer gemeinschaftlichen Leistung: „Einer war für den anderen da, jeder hat mehr Meter für den anderen gemacht. Wir haben einen guten Teamspirit in der Mannschaft, das hat man auch heute gesehen.“ Nachdem Arlind Rexhepi für die frühe Führung gesorgt hatte (10.), legten Robin Velasco (47.), Moses Otuali (61.) und Jonah Fabisch (85.) im zweiten Durchgang nach. Beim vierten Treffer war der Gast indes bereits um zwei Spieler dezimiert worden: Yunus Sari hatte die Gelb-Rote Karte gesehen (67.) und Samuel Lengle nach grobem Foulspiel glatt Rot (77.).
 
Einen guten Start feierte auch der FC St. Pauli II angesichts des 3:1 (0:0) bei Phönix Lübeck. Dabei war der Gastgeber zu Beginn des zweiten Durchgangs durch Haris Hyseni in Führung gegangen (54.). Erst die Treffer von Franz Roggow (60.) und Robin Müller (75./88.) sicherten dem Gast die drei Punkte in Lübeck. „Das war heute ein typisches Regionalliga-Auftaktspiel: Der Beginn war sehr unruhig, weil die Abläufe noch nicht verfestigt waren. Wir haben den Kampf sehr gut angenommen und nach dem Rückstand eine gute Reaktion gezeigt“, kommentierte Pauli-Trainer Elard Ostermann.
 
„Wir haben 0:0 verloren“, meinte Eintracht-Trainer Olufemi Smith nach dem torlosen Unentschieden zwischen Eintracht Norderstedt und dem TSV Havelse. Er bezog sich auf eine bittere Szene: Drei Minuten nach seiner Einwechslung hatte sich Philipp Müller eine womöglich schwere Knieverletzung zugezogen. Sein Pech überschattete ein torloses Heimremis, mit dem die Eintracht unterm Strich aber leben konnte. „Positiv ist, dass wir hinten die Null gehalten haben und dass wir über 90 Minuten ordentlich verteidigt haben. Das nehmen wir aus diesem Spiel mit“, so Smith. Sein Kollege sah dagegen eine kontinuierliche Steigerung der eigenen Mannschaft. TSV-Trainer Philipp Gasde: „Ich hätte gerne noch zehn Minuten länger gespielt, weil wir von Minute zu Minute besser geworden sind. Aber ein Spiel geht halt nun mal 90 Minuten, und unterm Strich ist es ein gerechtes Remis.“
 
Ein guter Start gelang dem SSV Jeddeloh angesichts eines 3:2 (1:0)-Auswärtssieges bei der SpVgg Drochtersen/Assel. Dabei ging der Siegtreffer in der Nachspielzeit ausgerechnet auf das Konto von Marcel Andrijanic, also einem ehemaligen Kicker des Gegners (90.+3). Zuvor hatten Alexander Neumann (55.) und Felix Niebergall (88.) für den Gastgeber sowie Julian Bennert (33.) und Michel Leon Hahn (80., FE) für die Gäste zum zwischenzeitlichen 2:2 getroffen. „Die Niederlage tut weh, denn wir haben eine mega zweite Halbzeit gespielt“, meinte D/A-Trainer Frithjof Hansen, der ebenso sein Debüt feierte Gäste-Coach Björn Lindemann. Der räumte angesichts des späten Siegtores ein: „Wir haben natürlich auch glücklich gewonnen.“
 
Die erste Halbzeit gehörte dem Gastgeber, im zweiten Spielabschnitt traten die Gäste stärker auf – das 1:1 (1:1) zwischen dem VfV Borussia 06 Hildesheim und Atlas Delmenhorst lässt sich als leistungsgerecht bezeichnen. Dabei war die Frage nach Toren in diesem Spiel bereits früh beantwortet worden: Mattia Trianni hatte schnell die Delmenhorster Führung erzielt (2.), die Moritz Göttel nahezu postwendend für den VfV ausglich (5.).

 

(Text: Stefan Freye)
 

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