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Der VfB Oldenburg - Auf den Spuren Assauers und Sidkas?

Aufstiegsspiele zur 3. Liga: Der Meister der Regionalliga Nord im Blickpunkt

(Foto: Günther Rojahn)

Geschichte:

Einer der Vorläufer des VfB Oldenburg war der am 17. Oktober 1897 gegründete F.C. Oldenburg. Am 29. April 1903 gründeten Absolventen des örtlichen Lehrerseminars mit dem Fußball Verein Germania von 1903 den zweiten Stammverein des VfB Oldenburg. Beide Vereine fusionierten am 18. Februar 1919 zum VfB Oldenburg miteinander.

1921 konnte der Verein die Bezirksmeisterschaft gewinnen. Zwei Jahre später unterlag die ehemaligen Germanen im Finale um die Jadestaffelmeisterschaft aber Werder Bremen mit 0:5. Ab 1928 spielten die Oldenburger dann erstmal nur noch zweitklassig.

Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich der VfB 1949 als Meister der Landesliga Weser/Ems für die Aufstiegsrunde zur damals erstklassigen Oberliga Nord qualifizieren und durch einen 5:0 Sieg gegen Bergedorf 85 vor 15.000 Zuschauern den Aufstieg feiern. Nach einem guten Platz neun in der ersten Saison, wurde die Blau-Weißen 1951 nur Vorletzter und stiegen wieder ab. Zur Saison 1954/55 schaffte die Mannschaft die Rückkehr ins Oberhaus, aber nur ein Jahr später ging es für sie direkt wieder runter.

Nach letztmaliger Rückkehr für drei Jahre in die Oberliga im Jahr 1959, spielte der VfB mit der Gründung der Bundesliga 1963, die nächsten zehn Jahre in der neu geschaffenen zweithöchsten Spielklasse, der Regionalliga. Den Sprung in die zur Saison 1974/75 neugeschaffenen 2. Bundesliga glückte nicht und so spielten die Oldenburger nur noch in der drittklassigen Oberliga Nord. Die Saison 1979/80 verlief sehr erfolgreich und das Team konnte am Ende die Meisterschaft feiern und so in die 2. Bundesliga aufsteigen. Es gelang aber mit Platz 15 nicht, die Klasse zu sichern, sodass der direkte Wiederabstieg besiegelt war.

Durch die Vizemeisterschaft 1986 hinter dem FC St. Pauli konnten sich die Oldenburger für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga qualifizieren, verpassten den Aufstieg letztendlich. Nur zwei Jahre später spielten der Verein an der Hunte dank Platz drei wieder um den Aufstieg, aber durch ein 4:5 nach Elfmeterschießen im letzten Spiel gegen Eintracht Trier verpasste der VfB erneut den Aufstieg. Nach der Meisterschaft in der Oberliga Nord im Jahr 1990 schafften die Oldenburger es jedoch im dritten Anlauf sich endlich in der Aufstiegsrunde durchzusetzen und aufzusteigen.

Zur Saison 1990/1991 übernahm Rudi Assauer als Manager und Wolfgang Sidka als Trainer beim VfB Oldenburg. Nach einer soliden ersten Saison mit Platz 12, hatten Sidka und Assauer erheblichen Anteil an der folgenden Saison, die zum Höhepunkt der Vereinsgeschichte werden sollte. Im ersten Jahr im Marschweg-Stadion konnte der Verein überraschend in die Aufstiegsrunde zur Bundesliga einziehen. Am Ende wurden die Männer vom Marschweg-Stadion mit nur einem Punkt Rückstand auf Meister Uerdingen Vizemeister der 2. Bundesliga Nord und verpassten knapp den Aufstieg.

In der folgenden Saison konnte die Mannschaft jedoch nicht an den Erfolg anknüpfen und stieg mit über 90 Gegentoren in die Oberliga ab. Erst in der Saison 1995/1996 konnten die Oldenburger, die inzwischen von Hubert Hüring trainiert wurden, rehabilitieren. Nach überstandener Relegation gelang als Meister der Regionalliga Nord die Rückkehr ins Unterhaus der Fußball-Bundesliga. Unglücklicherweise hielt sich der Verein nur eine Saison in der 2. Bundesliga und stieg direkt wieder ab.

Nach drei Jahren in der Regionalliga Nord musste der VfB zur Saison 2000/2001 den bitteren Gang in die viertklassige Oberliga Niedersachsen/Bremen antreten. Außerdem musste der Verein Insolvenz anmelden. Nachdem der Verein um zwei Punkte die Qualifikation für die eingleisige Oberliga Nord verpasste, spielten die Oldenburger ab der Saison 2004/2005 sogar nur noch fünftklassig.

Dank eines dritten Platzes in der Saison 2011/2012 in der Oberliga Niedersachsen gelang die Rückkehr in die inzwischen nur noch viertklassige Regionalliga Nord. Bis heute spielt der VfB Oldenburg in der Regionalliga Nord und hat nun nach der Meisterschaft 2021/2022 die große Chance, nach 26 Jahren in den Profifußball zurückzukehren. Zunächst stehen aber die beiden Aufstiegsspiele gegen den BFC Dynamo an, die erst erfolgreich bestritten werden müssen.

Stadion: Marschweg-Stadion (15.200 Plätze)

Lange war die traditionelle Heimat des VfB Oldenburg das Stadion Donnerschwee. Das größere städtische Stadion am Marschweg wurde lediglich vereinzelt für besondere Spiele mit großem Zuschaueraufkommen genutzt. Aus finanziellen Gründen sah sich der Verein gezwungen, das Stadion 1991 zu verkaufen und dauerhaft in das Marschweg-Stadion umzuziehen.

Das Stadion wurde ab 1948 auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet und erhielt 1960 erstmals eine Tribüne mit 2.000 Sitzplätzen, die 1996 auf 4.600 Sitzplätze erweitert wurde. Die restlichen Plätze bestehen aus unüberdachten Stehrängen, die durch eine Laufbahn vom Spielfeld getrennt sind. Dem Stadion fehlt es außerdem an Flutlicht, da das Stadion direkt an der Autobahn A28 liegt wäre hierfür spezielles Flutlicht von Nöten, dass die Autos nicht blendet. Aufgrund dessen kam in den vergangenen Jahren verstärkt der Wunsch nach einem neuen, reinen Fußballstadion auf.

Saison 2021/2022

Mit neun Siegen in den neun Spielen starteten die Männer von Trainer Dario Fossi perfekt in die Saison und setzte ein erstes Ausrufezeichen. Erst am zehnten Spieltag kam der VfB im Spitzenspiel gegen den SV Werder Bremen II nicht über ein 0:0 hinaus. Trotz kurzer Schwächephase im November, als die Mannschaft erstmals drei Spiele am Stück sieglos blieb und sogar erstmals ein Spiel verlor (1:2 gegen VfV Borussia 06 Hildesheim), konnten die Oldenburger zur Winterpause die Gruppe Süd der zweigeteilten Regionalliga Nord als Tabellenführer mit einem Punkt vor Verfolger Werder II abschließen und so in die Meisterrunde der Regionalliga Nord einziehen.

In die Meisterrunde startete die Mannschaft von Dario Fossi mit einem 0:0 gegen den SC Weiche Flensburg, der sich zum stärksten Konkurrenten der Oldenburger im Kampf um die Meisterschaft entwickeln sollte. In den kommenden neun Spielen der Meisterrunde blieben die Blau-Weißen weiter ungeschlagen und spielten nur noch drei Mal gegen den VfB Lübeck (1:1), Teutonia 05 Ottensen (2:2) und am letzten Spieltag gegen Holstein Kiel II (2:2) unentschieden. Am Ende stand damit die erstmalige Meisterschaft des VfB Oldenburgs in der Regionalliga Nord und damit die Qualifikation für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen den BFC Dynamo als Meister der Regionalliga Nordost zu Buche.

 

Name: Verein für Bewegungsspiele von 1897 e. V. Oldenburg

Gegründet: 17. Oktober 1897

Farben: Blau-Weiß

Präsident: Wolfgang Sidka

Stadion: Marschweg-Stadion (Kapazität: 15.200)

Website: www.vfb-oldenburg.de

Trainer: Dario Fossi

Bester Torschütze: Ayodele Adetula (10 Tore)

 


(Text: NFV / Niklas Tietjen)

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