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Die Konturen werden sichtbar

6. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Foto: hansepixx.de)

So langsam entwickeln sich die Staffeln: Während im Norden in Holstein II, Teutonia und Weiche gleich drei Mannschaften mit einer vergleichbaren Ausbeute an der Spitze stehen, vermochte sich der VfB Oldenburg in der Süd-Gruppe bereits etwas abzusetzen.

Staffel Nord:

SC Weiche Flensburg – Heider SV 3:1 (2:1)
Das tat gut: Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage beim 0:1 gegen die Teutonia kehrte Weiche gegen den Heider SV in die Erfolgsspur zurück. Nach frühen Treffern von Dominic Hartmann (22.) und Patrick Thomsen (35.) hatte der Gastgeber wie der sichere Sieger ausgesehen, ehe Fabian Arndt (41.) noch vor der Pause den Anschluss folgen ließ. Danach blieb es spannend, und so sicherte erst der eingewechselte Ilidio Pastor Santos (90.+2) den dreifachen Punktgewinn. „Für die Zuschauer ist das ja spannend, aber für mich war es eine Qual“, kommentierte Flensburgs Trainer Thomas Seeliger die Zeit des Wartens. Die leichte Verärgerung beim Sieger bildete sich in einer gewissen Zufriedenheit beim unterlegenen Heider SV ab. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten haben wir eine gute Partie gemacht“, meinte dessen Trainer Sönke Beiroth.

FC St. Pauli II – Holstein Kiel II 0:2 (0:1)
Der Start musste angesichts von zwei Niederlagen in drei Partien als durchwachsen gelten. Beim 2:0 in Hamburg gelang den Kieler Störchen nun aber bereits der fünfte Sieg in Folge – und die Verteidigung der Tabellenspitze. Dabei hatte Phillip König (1.) früh für die Führung der Gäste gesorgt, ehe sich das Spiel relativ offen gestaltete. Erst der zweite Kieler Treffer von Dominique Ndure (80.) sorgte für die Entscheidung zugunsten des Gastes. Er konnte es deshalb auch verkraften, dass Eric Babacar Gueye gleich im Anschluss die Gelb-Rote Karte sah (81.). Für einen Wermutstropfen sorgte der Platzverweis natürlich trotzdem.

Hamburger SV II – Eintracht Norderstedt 2:3 (1:1)
"Wir sind heute echt enttäuscht, denn wir haben fußballerisch gute Akzente gesetzt und spielerisch eine unserer besten Saisonleistungen abgerufen“, kommentierte HSV-Coach Pit Reimers die Niederlage. Kein Wunder: Der HSV war nach Treffern von Robin Velasco (16.) und Jonah Fabisch (51.) zweimal in Führung gegangen, hatte durch Jan Lüneburg (34.) und Philipp Müller (65.) aber jeweils den Ausgleich kassiert. Letzterem gelang nur wenige Minuten nach dem 2:2 sogar der Siegtreffer der Gäste (68.). Seine Mannschaft habe es „verpasst“, für eine Entscheidung zu sorgen, so Reimers. Der HSV-Coach: "Gleichzeitig ist Fußball auch ein Fehlersport, und da haben wir heute zu viel angeboten."

VfB Lübeck – Teutonia 05 Ottensen 0:1 (0:0)
Das war eine echte Energieleistung: Obwohl die Gäste nach der Roten Karte gegen Marcel Andrijanic (41., grobes Foulspiel) bereits im ersten Durchgang dezimiert wurden, verließen sie den Platz als Sieger. Allerdings: Als Marcus Coffie (90.) zum Tor des Tages traf, hatten sich die rund 2.300 Zuschauer längst auf ein torloses Remis eingestellt. Doch selbst beim späten Treffer sollte es nicht bleiben. In der Nachspielzeit sah Lübecks Calvin Brackelmann die Gelb-Rote Karte (90.+7) und sorgte so spät für einen personellen Ausgleich. Der Auswärtssieg dürfte nun vor allem für Ottensens Trainer Dietmar Hirsch eine besondere Bedeutung haben: Er war zwischen 2005 und 2009 selbst für den VfB aktiv gewesen und hatte später die Position des Sportlichen Leiters in Lübeck bekleidet.

Altona 93 – Phönix Lübeck 2:4 (2:1)
 Es ging lange hin und her in diesem Duell: Die Gästeführung durch Kevin Hübner (14.) war noch vor der Pause von Eudel Monteiro (17.) und Dennis Rosin (35., FE) in ein 2:1 für Altona verwandelt worden. In der Schlussphase schlug dann allerdings wieder der Gast aus Lübeck zu: Die Treffer von Michael Kobert (78.), Haris Hyseni (87.) und Morten Knudsen (90.) sicherten den ersten Sieg nach zuvor drei sieglosen Spielen.

Staffel Süd:

FC Oberneuland – Lüneburger SK Hansa 2:1 (1:1)
Ein später Treffer von Ebrima Jobe (90.+4) ließ den Gastgeber jubeln: Beim 2:1 gegen den LSK brachte der FCO ein enges Spiel doch noch über die Runden. Der zweite Sieg im sechsten Spiel sicherte dem siegreichen Team zudem den Sprung auf Rang sechs der Staffel. Der Gast (8.) blieb nach zwei ungeschlagenen Spielen dagegen erstmals wieder ohne Punkte. Er hatte die frühe Führung von Onur Uzun (6.) nach rund einer halben Stunde durch Malte Meyer (29., FE) noch ausgleichen können.

SSV Jeddeloh – BSV Rehden 2:2 (1:0)
Der Gastgeber führte nach Toren von Max Falldorf (2.) und Almir Ziga (57., FE) zweimal, kassierte durch Bocar Djumo (53.) und Michael Seaton (82.) aber jeweils den Ausgleich. Also wartet der SSV auch nach dem vierten Saisonspiel noch auf den ersten dreifachen Punktgewinn (0-2-2). Immerhin sicherte sich das Team von Oliver Reck wenige Tage nach der 0:1-Pokalniederlage in Rehden aber einen womöglich noch wichtigen Zähler. Zudem markierte das 2:2 nach dem 0:0 gegen Delmenhorst bereits das zweite Remis in Folge. Das nennt man einen Aufwärtstrend.

Atlas Delmenhorst - VfB Oldenburg 1:2 (0:2)
Fünf Spiele, fünf Siege – die Bilanz des VfB bleibt makellos. Das einzige noch ungeschlagene Team der Staffel lieferte auch beim Derby in Delmenhorst eine souveräne Vorstellung ab. Die Treffer von Max Wegner (8.) und Rafael Brand (40.) hatten den Gast jedenfalls früh in Führung gebracht, und spannend wurde es erst nach dem Anschluss von Marco Stefandl (82.). Am Ende siegte zweifellos die reifere Mannschaft. Aber Atlas blieb auch angesichts der ersten Saisonniederlage die Erkenntnis, es dem Favoriten am Ende noch mal schwer gemacht zu haben.

VfV Borussia 06 Hildesheim – HSC Hannover 3:1 (2:0)
Festwochen in Hildesheim: Wenige Tage nach dem sensationellen Pokalerfolg gegen Eintracht Braunschweig gewann der VfV das Derby gegen den HSC und kletterte mit einer ausgeglichenen Bilanz (3-0-3) auf Rang drei der Staffel. Nachdem Marco Drawz (13.), Jannik Schulze (17.) und Dominik Franke (52., FE) den Gastgeber bereits mit 3:0 in Führung geschossen hatten, gelang Hannovers Jovan Hoffart (81.) in der Schlussphase lediglich eine Ergebniskorrektur. Für HSC-Coach Martin Polomka war die Niederlage vor allem eine Folge der direkten Duelle auf dem Platz: „Wir verlieren zu einfache Zweikämpfe oder verhalten uns einfach nicht klug in der Zweikampfführung, daran müssen wir arbeiten.

 


(Text: Stefan Freye)
 

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