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Die letzte Runde des Jahres

Vorschau 22. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Foto: hansepixx.de)

Mit dem 22. Spieltag ist zugleich das Jahresfinale verbunden: Nach den Duellen des Wochenendes wird die Regionalliga erst Ende Januar mit einigen Nachholspielen fortgesetzt. In den acht Partien bietet sich also eine letzte Gelegenheit, das Fußballjahr mit einem positiven Ergebnis abzuschließen.
 
SC Weiche Flensburg – Hannover 96 II (Fr., 19 Uhr)
Der Gastgeber war zuletzt an einer dicken Überraschung beteiligt, spielte beim 0:4 gegen den Bremer SV allerdings nur die Rolle eines Statisten. „Es gibt einen alten Spruch: Einstellung schlägt Aufstellung“, meinte Co-Trainer Jan Neujahr nach der Pleite in Bremen vielsagend. Zum Jahresabschluss wünscht man sich bei Weiche also vor allem eine Mannschaft, die bis an ihre Leistungsgrenze geht. Das dürfte angesichts des Flensburger Gegners auch nötig sein: 96 II gewann fünf der vergangenen sechs Partien und reist als Tabellendritter in den Norden. Die Niedersachsen befinden sich also in etwa dort, wo eigentlich der aktuelle Siebte aus Flensburg erwartet worden war.
 
Eintracht Norderstedt – SpVgg Drochtersen/Assel (Fr, 19.30 Uhr)
Mit dem Spiel ist auch ein Abschied verbunden: Elias Saad wird für seine anderthalb Jahre im Eintracht-Trikot geehrt, als Zuschauer dieser Heimpartie. Zum Einsatz gegen die Spielvereinigung kommt der 22-Jährige nämlich nicht mehr. Er befindet sich bereits auf dem Weg zum FC St. Pauli, um in der 2. Bundesliga anzutreten. Auf ihren mit zehn Treffern erfolgreichsten Torschützen muss die Eintracht zukünftig also verzichten. Was das konkret bedeutet, lässt sich derzeit natürlich noch nicht vorhersagen. Das Heimspiel gegen den punktgleichen Tabellennachbarn aus Drochtersen (6.) dürfte aber einen ersten Hinweis geben: Der Gast stellt mit nur 26 Gegentreffern eine der besten Defensiven der Liga.
 
Atlas Delmenhorst – Phönix Lübeck (Sa., 14 Uhr)
Zuletzt wechselten sich Sieg und Niederlage stetig ab, und da Atlas am vergangenen Spieltag mit 0:4 bei Holstein II verlor, müssten nun eigentlich wieder drei Punkte drin sein. Aber so einfach ist es ja nicht: Im Heimspiel gegen Phönix werden die Delmenhorster mit einer der auswärtsstärksten Mannschaften der Liga konfrontiert. Satte 15 Punkte gewann der Gast in seinen neun Auswärtsspielen (4-3-2). Die Lübecker waren auf fremden Plätzen also erfolgreicher als im eigenen Stadion (3-3-4), und sie werden ihre Qualitäten auch in Delmenhorst unter Beweis stellen wollen. Sollte Atlas die harte Nuss jedoch knacken, dann winkt dem 13. der Sprung ins gesicherte Mittelfeld der Liga – vorbei am Neunten aus Lübeck.
 
BSV Rehden – VfV Borussia 06 Hildesheim (Sa., 14 Uhr)
Sie waren nicht chancenlos, aber Punkte gewann der BSV beim 1:3 im Auswärtsspiel gegen 96 II nicht. Nun will der 15. seine ordentliche Form – fünf Punkte aus den letzten vier Spielen – gegen den VfV unter Beweis stellen. Wer hätte auch gedacht, dass die zuletzt zweimal in Folge geschlagenen Gäste nach ihrem tollen Start mittlerweile einen Platz und einen Punkt hinter den Platzherren zurückliegen würden? In den Waldsportstätten geht es also nicht nur um drei Punkte. Es geht vor allem darum, wer sich im letzten Spiel des Jahres noch ein wenig aus dem Tabellenkeller absetzen kann. Es geht also um eine ganze Menge.
 
VfB Lübeck – Bremer SV (Sa., 14 Uhr)
Der Gast vermochte beim 4:0 über Weiche zwar eine sechs Spiele währende Negativserie mit einem Paukenschlag zu beenden. Er tritt an der Lohmühle gleichwohl als klarer Außenseiter an. Nach der überraschenden 0:1-Niederlage in Norderstedt hat der VfB ja wieder in die Spur gefunden und die wichtigen Erfolge gegen den HSV II (2:1) sowie Kickers Emden (0:6) folgen lassen. Der Spitzenreiter dürfte also alles dafür tun, seinen mittlerweile auf sechs Zähler angewachsenen Vorsprung nicht durch einen Fehltritt gegen den Neuling aus Bremen zu gefährden.  Zudem gilt es, für besinnliche Stimmung auf der „Winterparty“ zu sorgen: Nach dem Spiel soll sich das Stadion in einen großen Weihnachtsmarkt verwandeln.
 
TSV Havelse – Kickers Emden (Sa., 14 Uhr)
Seit sieben Spielen warten die Kickers nun auf einen Sieg, zuletzt kassierten sie sogar zehn Gegentore in zwei Partien. Das mittlerweile fast abgeschlagene Schlusslicht würde wohl nur mit einem Erfolg beim TSV für ein bisschen Hoffnung im Abstiegskampf sorgen. Aber wie soll der gelingen? Der Emder Schwäche steht ja recht ordentliche Bilanz des Gastgebers gegenüber: Zwar verloren die Havelser zuletzt mit 1:2 beim HSV II. Sie hatten zuvor aber zehn Punkte aus vier Spielen gewonnen und treten nun immerhin als 14. zum Duell mit den Kickers an. Für den TSV geht es also langsam aber sicher bergauf. Wohin der Weg des Gastes führt, könnte maßgeblich vom Spiel in Havelse abhängen.
 
SSV Jeddeloh – Hamburger SV II (Sa., 16 Uhr)
Das Überraschungsteam schwächelte zuletzt etwas: Seit vier Partien vermochte der SSV keinen Sieg mehr zu landen (0-2-2). „Norderstedt hat verdient gewonnen: Im zweiten Durchgang waren wir gar nicht mehr da“, meinte Jeddelohs Trainer Björn Lindemann nach dem 1:3 gegen die Eintracht am vergangenen Spieltag. Der mittlerweile auf den vierten Platz abgerutschte SSV möchte das an sich gute Jahr nun natürlich mit einem positiven Ergebnis abschließen. Er trifft allerdings auf einen recht ambitionierten Gegner: Die zuletzt zweimal siegreichen Hamburger treten als Tabellenzweiter in Jeddeloh an. Dabei vermochten sie sowohl beim 3:2 in Lohne als auch beim 2:1 über den TSV Havelse einen Rückstand in drei Punkte umzuwandeln. „Das spricht für uns als Mannschaft und zeigt, dass wir immer an uns glauben und das Vertrauen in uns haben, bis zur letzten Sekunde alle Chancen zu haben“, meinte HSV-Coach Pit Reimers zufrieden. Der Gast befindet sich also in der richtigen Verfassung für dieses Spitzenspiel.
 
Teutonia 05 Ottensen – Holstein Kiel II (So., 14 Uhr)
Sie sind wieder da: Vier der vergangenen fünf Partien gingen an die Teutonia – lediglich beim 0:2 gegen den HSV II gab es nichts zu holen. Der Gastgeber tritt gleichwohl nur als Tabellenelfter zum letzten Spiel des Jahres an, und das unterstreicht deutlich, wie schlecht er gestartet war. Beim nun seit sieben Spiel ungeschlagenen Gast (2-5-0) sieht es ganz ähnlich aus: Die Kieler verbessert sich zuletzt, sind als Zwölfter aber noch nicht im gesicherten Mittelfeld zuhause. Insofern könnte auch diese Partie mit einer Weichenstellung verbunden sein: Wer die drei Punkte holt, wird sich vom Tabellenkeller absetzen.
 

 


(Text: Stefan Freye)

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