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Die meisten Plätze sind vergeben

Die Lage der Liga (Staffel Süd)

(Foto: hansepixx.de)

Mit einem Punkt zurück an die Spitze. Der VfB Oldenburg (10-4-1) blieb beim 1:1 gegen Atlas Delmenhorst zwar sieglos, holte sich aber die Tabellenführung von Werder II zurück. Die mittlerweile für die Meisterrunde qualifizieren Oldenburger sind nun allerdings bereits seit drei Partien ohne dreifachen Punktgewinn. Der ersten Saisonniederlage – 1:2 gegen Hildesheim – schlossen sich zuletzt die Unentschieden gegen Jeddeloh (0:0) und eben Delmenhorst an. Dabei gelang dem VfB der Ausgleich im Derby gegen Atlas erst in der Schlussphase. Keine Frage: Die Oldenburger haben in den vergangenen Wochen etwas von ihrer Souveränität eingebüßt. Aber vielleicht leiden sie auch nur unter der vorzeitigen Qualifikation zur Meisterrunde. Über welch große Qualität er verfügt, hatte der VfB ja bereits zuvor unter Beweis gestellt.

Der Tabellenzweite SV Werder Bremen II (10-3-1) kann sich mit drei Punkten gegen HSC Hannover im Nachholspiel am Mittwoch wieder an die Spitze setzen. Im Gegensatz zum VfB Oldenburg stimmt auch die aktuelle Form, denn das Team landete beim 2:1 im Auswärtsspiel gegen Hannover 96 II den vierten Sieg in Folge und ist jetzt seit 13 Partien ungeschlagen. Dabei spielt ein Mann eine Rolle, der vor nicht allzu langer Zeit noch in der Bundesliga angetreten war: Philipp Bargfrede. Der 32-Jährige – Siegtorschütze in Hannover – führt die junge Mannschaft und gilt damit als unverzichtbarer Faktor. „An ihm wachsen die Jungs, wie er seine Rolle angenommen hat, macht schon Spaß“, sagt Thomas Wolter, der Sportliche Leiter in Bremen.

Mittlerweile unangefochten auf dem dritten Platz liegt der VfV Borussia 06 Hildesheim (8-1-6). Ein Vorsprung von sieben Punkten vor dem sechsten Rang lässt das Team einigermaßen entspannt auf die kommenden Wochen blicken – angesichts von nur drei ausstehenden Spielen sollte der VfV ebenso wie das sicher qualifizierte Spitzenduo in der Meisterrunde antreten. Möglich machte dies eine ziemlich beeindruckende Entwicklung: Das späte 3:2 beim HSC Hannover markierte am Wochenende bereits den vierten Sieg in Serie. Man darf wohl sehr gespannt sein, welche Rolle die erstarkten Hildesheimer unter all den anderen Topteams einnehmen werden. Die ersten Hinweise gibt es bereits in wenigen Wochen.

Atlas Delmenhorst (5-6-4) hat sich als Tabellenvierter eine gute Ausgangsposition verschafft, und dabei könnte der eine Punkt vom 1:1 in Oldenburg noch einmal Gold wert sein. Das zweite Remis in Folge machte aber auch klar: Absetzen vom ungeliebten sechsten Rang konnte sich Atlas zuletzt nicht. Nach wie vor trennen die Delmenhorster (21 Punkte) lediglich drei Punkte vom Gang in die Abstiegsrunde. Das ist nicht viel, und so wird man bei Atlas sicher wachsam bleiben. Am besten wäre natürlich mal wieder ein dreifacher Punktgewinn – er könnte den Einzug in die Meisterrunde ja nahezu perfekt machen.

Auch Hannover 96 II (6-2-7) besitzt richtig gute Chancen auf die Meisterrunde und den vorzeitigen Klassenerhalt. Allerdings wird der Tabellenfünfte (20 Punkte) nur durch zwei Zähler vom Sechsten aus Jeddeloh (18) getrennt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass 96 II lediglich ein Sieg in den vergangenen sechs Partien gelang (1-1-4). Die Tendenz spricht also nicht unbedingt für den Talentschuppen. Seine Leistung dagegen schon: Das Team lieferte beim engen 1:2 gegen den SVW II am Wochenende einen guten Auftritt ab. Klappt es nun auch wieder vor dem gegnerischen Tor, ist nach wie vor alles möglich.

Alles möglich, das gilt auch für den SSV Jeddeloh (4-6-5). Seine Tendenz spricht nämlich eindeutig für den Tabellensechsten. Neben der Niederlage gegen Atlas (0:1) und dem 0:0 gegen den VfB Oldenburg landete der SSV drei Siege aus den vergangenen fünf Partien. Dabei entschied er am Wochenende das so wichtige Duell beim BSV Rehden mit 3:2 für sich und tauschte daraufhin die Plätze mit diesem Gegner. Die Jeddeloher können also auch mal drei Tore schießen, wenn es drauf ankommt – zuvor hatte der SSV in 14 Spielen lediglich 13-mal getroffen. Er zählt nun zu den heißen Anwärtern auf einen Platz unter den ersten Fünf.

So war das nicht geplant: Das 2:3 gegen den SSV Jeddeloh kostete dem Siebten BSV Rehden (4-4-7) drei wichtige Punkte im Rennen um die Meisterrunde. Die zweite Niederlage in Folge könnte den Rehdenern (16 Punkte) also noch einmal richtig weh tun. Allerdings: Es ist noch nichts verloren angesichts von vier Punkten Rückstand auf Rang fünf und drei ausstehenden Partien. Nur darf sich der BSV keine weiteren Rückschläge erlauben – und das wird angesichts der nun folgenden Spiele gegen Atlas Delmenhorst und den VfB Oldenburg gar nicht so leicht.

Der Lüneburger SK Hansa (2-6-7) hat als Achter wohl nur noch theoretische Chancen auf den Einzug in die Meisterrunde. Ein Rückstand von acht Punkten auf Rang fünf dürfte sehr schwer aufzuholen sein. Zumal die Tendenz – der LSK ist nun seit vier Partien sieglos (0-2-2) – nicht gerade für die Lüneburger spricht. Sie werden sich nun darauf konzentrieren, die nötige Form für die Duelle in der Abstiegsrunde zu erreichen. Dort wird der LSK vermutlich zu den aussichtsreichen Kandidaten zählen. Das gilt es zu nutzen.

Der Tabellenneunte HSC Hannover (3-3-8) wartet nach dem 2:3 gegen Hildesheim bereits seit vier Partien (0-1-3) auf einen dreifachen Punktgewinn. Zuletzt verspielte das Team also eine ordentliche Ausgangsposition. Es wird wohl ziemlich sicher in die Abstiegsrunde einziehen müssen - auch wenn der Rückstand von acht Zählern und ein Nachholspiel immer noch eine theoretische Chance auf die Meisterrunde bieten. Beim HSC geht es derzeit aber auch noch um ein anderes Thema. Gerade erst wurde Vural Tasdelen als Nachfolger von Martin Polomka vorgestellt. Der bisherige Nachwuchsleiter ersetzt den im Dezember aus eigenem Antrieb scheidenden Chefcoach. „Wir freuen uns sehr mit Vural einen fachkundigen Fußballexperten in den eigenen Reihen zu haben, der nun den nächsten Schritt in seinem Verein geht und die HSC-Philosophie auch in der Regionalliga fortschreibt“, sagt Sportmanager Frank Kittel.

Der FC Oberneuland (3-3-9) landete beim 0:0 in Lüneburg am Wochenende mal wieder einen Punktgewinn. Auf einen Sieg warten die Bremer nun bereits seit dem September, also seit neun Spielen. Kein Wunder, dass sich der FCO mittlerweile auf dem zehnten und letzten Platz der Staffel wiederfindet. Er verfügt zwar auch über theoretische Möglichkeiten, stellt sich aber aus guten Gründen bereits auf die Teilnahme an der Abstiegsrunde ein. Hoffnung macht dabei die Personalsituation: In den vergangenen Tagen kehrten einige Langzeitverletzte in den Kader zurück. Sie sollen nun für mehr Stabilität sorgen. Ihr Fehlen hatte die Talfahrt des gut gestarteten Teams jedenfalls begleitet.

 


(Text: Stefan Freye)
 

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