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Die nächsten Entscheidungen

Die Lage der Liga – Staffel Süd

(Foto: hansepixx.de)

Der Tabellenführer marschiert weiter: Beim 4:2 über den SSV Jeddeloh blieb der SV Werder Bremen II (13-3-1) im siebten Spiel siegreich und bereits im 16. Spiel in Folge ungeschlagen – hätte es dieses 0:3 in Oldenburg zum Saisonauftakt nicht gegeben, wären die Bremer sogar ohne jede Niederlage. Nach der Partie gegen den SSV verriet Björn Schierenbeck zudem, dass die Erfolgsserie nicht gerade erwartet worden war. „Vor der Saison wäre die Qualifikation zur Meisterrunde ein Riesenerfolg gewesen“, so der Nachwuchs-Direktor. Die Anpassung an die Liga gelang dem jungen Team offenbar schneller als gedacht. Der Einzug in die Runde der besten fünf Team ist jedenfalls seit Wochen fix. Man darf sehr gespannt sein, wie sich der Talentschuppen gegen die Top-Mannschaften aus dem „Norden“ schlägt.

Auch der VfB Oldenburg (12-4-1) ist längst gesichert und wird in der Meisterrunde dabei sein. Dem Tabellenzweiten fehlen lediglich zwei Punkte zum Spitzenreiter, er liefert sich mit Werder II ein recht enges Rennen um den Staffelsieg. Das verdankt der VfB nicht zuletzt seiner Rückkehr in die Erfolgsspur. Bevor er zuletzt deutlich gegen den LSK (4:0) und beim BSV Rehden (4:1) gewann, war er nämlich drei Spiele sieglos geblieben. Nun zeigte sich auch die Offensive wieder ganz auf der Höhe: Mit 38 Toren aus 17 Spielen stellen die Oldenburger den zweitbesten Angriff hinter den Bremern (47). Im Hinblick auf die Meisterrunde vielleicht noch wichtiger: Die Abwehr kassierte gerade elf Gegentreffer und liefert damit den Bestwert der Staffel.

Der Tabellendritte VfV Borussia 06Hildesheim (9-1-7) kann mit seinen 28 Punkten dem Spitzenduo aus Oldenburg (40) und Bremen (42) zwar nicht folgen. Er ist mittlerweile aber ebenfalls sicher qualifiziert für die Meisterrunde. Dabei setzte der VfV seine beeindruckende Serie fort: Beim 3:0 in Oberneuland landete das Team bereits den fünften Sieg aus den vergangenen sechs Partien. Lediglich beim späten 1:2 gegen Werder II waren die Hildesheimer ohne Punkt geblieben. Ihr Beispiel unterstreicht, wie schnell es in einer vergleichsweise kleinen Spielklasse gehen kann: Noch im Oktober hatte der VfV als Tabellenfünfter um den Einzug in die Meisterrunde bangen müssen. Das Kuriosum des Dritten: Sein Torverhältnis (30:32) ist nach wie vor negativ. Die 1:8-Hinspielniederlage gegen Werder II macht sich dort nach wie vor bemerkbar.

Auch Hannover 96 II (7-2-8) besitzt gute Chancen auf den Einzug in die Meisterrunde – trotz des 0:1 gegen den LSK am Wochenende. Bei noch einem ausstehenden Spiel trennen 96 II zwei Punkte und zehn Tore vom Tabellensechsten SSV Jeddeloh. Mit einem Punkt im Derby gegen den VfV Hildesheim ließe sich die Runde der Besten also buchen. Allerdings: Auf den angestammten Trainer muss das Team nun erst einmal verzichten. Nachdem er als Interimscoach mit 1:0 gegen den HSV gewann, wurde Christoph Dabrowski bis zur Winterpause zum Trainer des 96-Profis befördert. Im Regionalliga-Team wurde er zuletzt ersetzt durch Lars Fuchs, den U17-Coach der Niedersachsen. Man darf wohl gespannt sein, wie das Team mit dieser wichtigen Personalie umgeht. Und dann ist da ja noch die Torflaute: In den vergangenen vier Partien gelangen 96 gerade vier Treffer. Es dürfte wohl ein bisschen mehr sein.

So war das nicht geplant: Der Tabellenfünfte Atlas Delmenhorst (5-7-5) verlor am Wochenende mit 1:3 beim HSC Hannover und verpasste damit die vorzeitige Qualifikation zur Meisterrunde. Das wäre nicht ganz so schlimm, müsste das Team nicht am letzten Spieltag zum Derby gegen den SV Werder II antreten. Als Favorit gilt Atlas in dieser Partie sicher nicht, und so ist es fraglich, ob die Delmenhorster den Vorsprung von einem Punkt gegen den SSV Jeddeloh verteidigen werden. Aber in Hannover – beim vierten sieglosen Spiel in Folge - setzte sich nun fort, was sich in den Vorwochen bereits angedeutet hatte: Ausgerechnet in den entscheidenden Spielen am Ende der Qualifikation scheint Atlas ein wenig die Luft auszugehen. Da ist es derzeit wohl nur ein sehr schwacher Trost, dass man im Fall der Fälle mit einem sehr guten Punktekonto in die Abstiegsrunde einziehen würde.

Der Vorteil liegt beim SSV Jeddeloh (5-6-6): Gewinnt der Tabellensechste gegen den FC Oberneuland und blieb Atlas gegen den SV Werder II sieglos, dann zieht das Team von Oliver Reck doch tatsächlich noch in die Meisterrunde ein. Die 2:4-Niederlage beim SV Werder II am Wochenende könnte dabei sogar noch für ein bisschen Rückenwind sorgen: Zwar war der SSV seinem Gegner unterlegen, aber er gab auch angesichts eines 0:4-Rückstandes nicht auf, sondern stemmte sich gegen die Niederlage. Die Mentalität in Jeddeloh scheint also zu stimmen. Und an Oberneuland hat man ja sowieso gute Erinnerungen. Dort war dem SSV am 9. Oktober der erste Saisonsieg gelungen. Nun fehlt nur noch ein Schritt und eine tolle Aufholjagd könnte belohnt werden.

Klarheit herrscht nun auch beim BSV Rehden (4-5-8) – der Tabellensiebte wird nach dem 1:4 gegen den VfB Oldenburg in die Abstiegsrunde einziehen. Am Ende waren die Ergebnisse der Rehdener zu wechselhaft, um einen Anspruch auf höhere Ziele untermauern zu können. Besonders bitter: Nach einem Zwischenspurt, der ihn bis auf den vierten Platz geführt hatte, ging dem BSV im Finale der Qualifikation die Luft aus. Aus den vergangenen fünf Partien holte das Team jedenfalls nur zwei Punkte. Beim LSK geht es am Wochenende also um wichtige Zähler für die Abstiegsrunde. Das ist denn auch ein kleiner Trost in Rehden: Man dürfte im Vergleich zu den Kellerkindern eine ordentliche Ausbeute in die kommenden Aufgaben mitnehmen.

Der Lüneburger SK Hansa (3-6-8) wusste am Wochenende mit einem 1:0 bei 96 II zu überraschen. Er beendete damit eine Serie von fünf Spielen ohne dreifachen Punktgewinn, scheint also gerüstet für die nächsten Aufgaben. Sie sehen das Spiel gegen den BSV Rehden sowie den Einzug in die Abstiegsrunde vor. Zu mehr reichte es angesichts der schwankenden Leistungen des LSK nicht. Eines steht allerdings fest: Den Lüneburgern fehlte oft nicht viel zu einem Sieg, lediglich die Partien gegen die Topteams SV Werder (0:5) und den VfB Oldenburg (0:4) gingen klar verloren. Ansonsten kassierte der LSK nur selten mehr als zwei Gegentreffer. Auf seine gute Defensive dürfte er in den kommenden Wochen bauen können.

Zu spät: Das 3:1 über Atlas verhalf dem HSC Hannover (4-3-10) zwar zum Sprung auf den neunten Tabellenplatz. Die Meisterrunde hatten die Niedersachsen aber bereits vor dieser Partie verpasst. Warum eigentlich? Zwischenzeitlich war der HSC ja immer wieder mal dran gewesen an den aussichtsreichen Plätzen. Offenbar rief er sein Potenzial aber nicht mit der nötigen Konstanz ab. Es blitzte allenfalls immer mal wieder auf, wie am vergangenen Wochenende. Der Sieg gegen Atlas markierte zudem den letzten Heimspieleinsatz von Trainer Martin Polomka. Er wird sich nach Abschluss der Qualifikation aus persönlichen Gründen von seinem Posten zurückziehen und durch Vural Tadelen ersetzt.

Nun ist die Serie im zweistelligen Bereich: Beim 0:3 gegen den VfV Hildesheim blieb der FC Oberneuland (3-3-11) bereits zum zehnten Mal in Folge sieglos. Kein Wunder, dass das Team von Kristian Arambasic wieder ans Tabellenende der Staffel Süd rutschte. „Im Moment reicht es einfach nicht“, sagt der Trainer. Sein Team würde bisweilen zu naiv verteidigen – und besonders viele Tore schießt der FCO ja auch nicht. Gerade elf Treffer gelangen in 17 Spielen. Nun sollen einige Personalwechsel für eine andere Qualität in der Abstiegsrunde sorgen. Denn auch das Schlusslicht hat sich noch längst nicht aufgegeben.

 


(Text: Stefan Freye)
 

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