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Es fehlt nicht mehr viel

Der Bericht zum Hinspiel der Aufstiegsrunde zur 3. Liga

(Fotos: Patrick Skrzipek)

Da hat der VfB Oldenburg aber mal vorgelegt: Nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg bei Dynamo Berlin tritt der Regionalliga-Meister mit einem starken Polster zum Rückspiel um den Aufstieg in die 3. Liga an. Die Situation ist komfortabel, und der VfB ist nun auch klarer Favorit vor seinem Heimspiel am kommenden Sonnabend (14 Uhr). In Sicherheit wiegen sich die Oldenburger allerdings nicht.

Der richtige Torjäger war enttäuscht. „Jetzt hat uns jeder abgeschrieben“, meinte Dynamo-Stürmer Christian Beck nach der Niederlage. Sein Team werde nun aber nach Oldenburg fahren, um „das Unmögliche noch möglich zu machen“. Auch Robert Zietarski, Mittelfeldspieler vom VfB Oldenburg, verwies darauf, dass der Aufstieg keineswegs perfekt sei: „Ich bin beruhigt, aber noch ist es nicht vorbei.“ Vor allem wunderte sich Zietarski über die eigene Treffsicherheit. Ganze drei Tore hatte er in der abgelaufenen Saison erzielt. Nun offerierten seine beiden Kopfballtreffer (27., 78.) dem VfB die richtig gute Ausgangsposition. „Das ist etwas Besonderes für mich“, kommentierte Oldenburgs Nummer acht, der Torjäger vom Hinspiel.

Natürlich galt das Interesse nach diesem 2:0 vor allem dem Umgang mit der veränderten Statik des Aufstiegsduells. Die Berliner taten sich recht leicht. „Oldenburg hat richtig gute Karten, aber wir sagen jetzt nicht: das war’s“, kündigte Dynamo-Coach Christian Benbennek an. Sein Team hat nach der Enttäuschung nichts mehr zu verlieren, und der Gegner trägt mit der Favoritenrolle natürlich auch eine Bürde. Dabei geht nicht nur Benbennek davon aus, dass die Berliner am kommenden Sonnabend nicht noch einmal so schwach auftreten werden. „Wenn man ehrlich ist, hat gar nichts geklappt“, fasste ihr Trainer das Spiel zusammen. Mit anderen Worten: Es kann nur besser werden in Oldenburg.

Dort ist man sich der guten, aber eben auch etwas komplizierten Lage bewusst. „Wir werden den Sieg feiern, aber das heißt nicht, dass wir durchdrehen“, meinte VfB-Trainer Dario Fossi. Er darf sich wohl bereits auf die ein oder anderen Gratulation in diesen Tagen einstellen – und weiß doch, dass es dafür noch viel zu früh ist. Zieht der VfB sein Programm durch, sollte nach dem zweiten Spiel der Aufstieg stehen. Lassen die Oldenburger dagegen nur ein wenig nach, wird es vermutlich noch einmal richtig eng. „Wir sind nicht durch und werden deshalb noch einmal 90 Minuten lang Gas geben“, betont Dario Fossi also. 

 

(Text: Stefan Freye)

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