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„Es ging nicht ums Kalkül“

Sabine Mammitzsch zur „neuen“ Frauen-Regionalliga Nord

(Foto: hansepixx.de)

Man könnte es so sagen: Sabine Mammitzsch ist immer noch begeistert. Wenn die Vorsitzende des NFV-Frauen- und Mädchenausschusses über die „neue“ Frauen-Regionalliga Nord spricht, dann merkt man ihr die Freude förmlich an. „Das ist eine sehr sportliche Lösung“, sagt Mammitzsch überzeugt. Darauf musste man ja auch erst einmal kommen: Nachdem feststand, dass es nach dem Abbruch im letzten Jahr keine Absteiger geben würde, waren gleich 15 Teilnehmer für die kommende Saison vorgesehen. Weil das aber zu viele für eine normale Doppelrunde sind, war schnell klar, dass in zwei Staffeln gespielt werden musste. Diese wurden aber nicht wie eigentlich üblich nach regionalen Gesichtspunkten ermittelt.

Auf Vorschlag der Vereine kam der Ausschuss zu einer ganz anderen Lösung – es wurde sportlich. Denn die Staffeln der Frauen-Regionalliga wurden nach der Abschlusstabelle der letzten Spielzeit eingeteilt. In der einen treten die Mannschaften von den ungeraden Abschlussrängen an (1. bis 11.), in der anderen jene mit gerade Plätzen (2. bis 12.). Die drei Aufsteiger aus Osnabrück, Hamburg-Wellingsbüttel und Bremen-Buntentor wurden den Staffeln schließlich zugelost. Der Hintergrund dieser Idee: Im letzten Jahr hatten sich überwiegend die Teams aus Hamburg und Schleswig-Holstein in der Spitzengruppe befunden. „Hätten wir jetzt nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt, wären die vermeintlich stärksten Mannschaften in einer Staffel gewesen“, sagt Sabine Mammitzsch. Für sie lag die „innovative Lösung“ deshalb auf der Hand.

Für die Vereine offenbar auch. Dabei spielte es nicht einmal eine Rolle, dass eine regionale Staffeleinteilung mit deutlich geringeren Fahrtkosten verbunden gewesen wäre – was einige Vereine angesichts des in diesem Jahr ausbleibenden Fahrtkosten-Zuschusses sicher geholfen hätte. „Es ging nicht ums Kalkül“ betont Sabine Mammitzsch. Bei den intensiven Diskussionen habe immer die Suche nach einer sportlich fairen Lösung im Vordergrund gestanden. Und deshalb wird voraussichtlich ab Oktober in zwei bunten Staffeln mit acht bzw. sieben Mannschaften gespielt. Diese Qualifikation wird dabei als einfache Runde ausgetragen, mit sieben bzw. sechs Spieltagen. Später treten die Teams in den sich anschließenden Auf- und Abstiegsrunden zu Hin-und Rückspielen an. Dort ergeben sich weitere zehn Spieltage (Aufstiegsrunde mit sechs Teams) und 18 Spieltage mit dann 16 Spielen pro Mannschaft (Abstiegsrunde mit neun Teams).

Während die Plätze sieben bis neun der Abstiegsrunde in die jeweilige Oberliga führen, tritt der Erste der Aufstiegsrunde (oder der Bestplatzierte mit Aufstiegsberechtigung) zum Aufstiegsspiel in die 2. Bundesliga an. Er trifft dann auf den Bewerber der Regionalliga Nordost. Und dann wird irgendwann eine Saison beendet sein, die allen Beteiligten bereits vorm Start eine Menge abverlangt hatte. Immerhin geschah das im besten Einvernehmen. „Bei uns herrscht ein großes Miteinander“, sagt Sabine Mammitzsch.
 


(Text: Stefan Freye)

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