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Vorschau 12. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Foto: hansepixx.de)

Der 12. Spieltag steht auf dem Programm, und mit ihm verbunden sind einige sehr interessante Fragen: Wird sich die SpVgg Drochtersen/Assel (beim BSV Rehden) an der Tabellenspitze behaupten oder übernimmt der VfB Lübeck (gegen Atlas Delmenhorst) nach seiner kurzen Pause wieder den Platz an der Sonne? Und gelingt es dem Schlusslicht Kickers Emden (gegen Phönix Lübeck), den ersten Schritt zum Anschluss an die Konkurrenz zu unternehmen?
 
BSV Rehden – SpVgg Drochtersen/Assel (Fr., 19 Uhr)
Es wäre mal wieder an der Zeit für einen dreifachen Punktgewinn: Mittlerweile wartet der BSV Rehden seit drei Spielen auf einen Sieg, blieb zuletzt aber auch zweimal in Folge ungeschlagen. Dabei galt das 1:1 bei der Teutonia am vergangenen Spieltag auch deshalb als Erfolg, da es von diversen Ausfällen begleitet wurde. Die Form des Gastgebers stimmt also, sie sollte aber eben mal wieder zu drei Zählern führen – derzeit belegt der BSV ja nur den 14. Platz der Regionalliga Nord. Sein Gegner machte es besser, und damit ist auch gleich ein Problem verbunden: Die Spielvereinigung vom Elbdeich leistete sich zwar den einen oder anderen Ausrutscher, reist aber gleichwohl als Spitzenreiter an. Der Gast ist in einer sehr guten Form und gilt damit als Favorit in diesem Duell.
 
Hannover 96 II – VfV Borussia 06 Hildesheim (Fr., 19.30 Uhr)
Drei Siege in Folge hatte 96 II gefeiert, dann kam die Niederlage bei D/A am letzten Spieltag. „Der Sieg für geht in Ordnung, Drochtersen hat auch einfach eine gute Mannschaft“, kommentierte Daniel Stendel die 0:2-Pleite. Für den 96-Coach stand allerdings fest, dass diese Erfahrung einen positiven Effekt haben kann: „Wir müssen einfach lernen, bei uns zu bleiben, auch wenn es mal hektisch wird - das ist alles Teil der Entwicklung, wir haben eine junge Mannschaft.“ Vielleicht macht der Gastgeber also gerade im Derby den nächsten Schritt. Der Gast reist jedenfalls nach einer herben Enttäuschung, nämlich einem 0:4 gegen den Bremer SV zum Spiel in der Landeshauptstadt. Der Saisonstart des VfV war furios, nun wartet er aber bereits seit vier Spielen auf einen Sieg und verliert einen Platz nach dem nächsten: Die Hildesheimer treten als Siebter zum Spiel beim Sechsten an.
 
VfB Lübeck - Atlas Delmenhorst (Fr., 20 Uhr)
Der VfB musste einmal aussetzen, tritt also nach einer rund zweiwöchigen Pause zum Heimspiel gegen Atlas an. „Wir haben es bislang geschafft, die Aufgaben gut zu meistern. Aber jeder Gegner kann es uns an einem guten Tag schwer machen, das haben wir auch schon erlebt“, sagt Sebastian Harms, Sportvorstand in Lübeck. Er denkt vermutlich an die beiden letzten Spiele, die jeweils mit einer Punkteteilung endeten. Weder gegen den HSV II (1:1) noch gegen St. Pauli II (1:1) vermochte der VfB drei Punkte zu holen. Die einzige noch ungeschlagene Mannschaft wartet also seit zwei Partien auf einen Sieg. Der Gast aus Delmenhorst trennte sich zuletzt ebenfalls zweimal mit einem Remis, stellte dabei aber gerade beim 2:2 gegen Weiche Flensburg seine Qualitäten unter Beweis. Sie liegen auch im Sturm, nämlich bei Dimitrios Ferfelis. Der zweifache Torschütze erhöhte seine Bilanz auf insgesamt acht Treffer und belegt nun gemeinsam mit Pingdwinde Beleme (HSV II), Moritz Göttel (VfV Hildesheim), Alexander Neumann (SpVgg Drochtersen/Assel) und Elias Saad (Eintracht Norderstedt) die Spitzenposition der Goalgetter.
 
SC Weiche Flensburg – Teutonia 05 Ottensen (Sa., 13.30 Uhr)
Der SC Weiche leidet in dieser Saison zweifellos unter einer ungewohnten Heimschwäche und blickt nach fünf Spielen auf eigenem Platz sogar auf eine negative Bilanz zurück (2-0-3). Nach zwei Heimniederlagen in Folge ist in der Teutonia auch noch eine Mannschaft zu Gast, die den Flensburgern in der vergangenen Saison weder einen Punktgewinn noch einen Torerfolg gestattete (3:0, 1:0). Allerdings sind die Hamburger in dieser Spielzeit noch nicht mit der Elf des Vorjahres vergleichbar. Zuletzt reichte es zwar zu zwei Unentschieden, aber mit zwölf Punkten aus zehn Spielen belegt die Teutonia lediglich den 15. Platz der Liga. Ein Grund für den Misserfolg wird in der Fairnesstabelle deutlich: Das Gast kassierte bereits vier Platzverweise, hat also nahezu die Hälfte aller Spiele in Unterzahl bestreiten müssen. Mit einer weiteren Roten Karte würden die Hamburger wohl nicht erneut in die Rolle des Flensburger Angstgegners schlüpfen können.
 
Kickers Emden – Phönix Lübeck (Sa., 14 Uhr)
Es bliebt schwierig: Beim 0:7 in Kiel kassierten die Kickers bereits die neunte Niederlage im zehnten Spiel. Kein Wunder, dass sich der Neuling auf dem 19. Platz der Liga wiederfindet. Es geht für das Schlusslicht nun erst einmal darum, irgendwie den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herzustellen - die sind mittlerweile ja schon neun Punkte entfernt. Also kann jeder Zähler helfen, und vor allem das Ostfriesland-Stadion mit seiner guten Stimmung bietet sich natürlich an zum Punktesammeln. In Phönix Lübeck ist ein Team zu Gast, das sich zuletzt deutlich stabilisierte, zweimal in Folge gewann und insgesamt vier Partien ungeschlagen blieb. Woran es bei den Lübeckern in den ersten Wochen der Saison gleichwohl noch haperte, wird angesichts der Statistik deutlich: Phönix zählt zu den Teams mit den meisten Torchancen, verwertet diese aber nicht effektiv genug. Nachdem der Gast nun gegen Norderstedt (3:2) und den HSV II (3:1) jeweils drei Tore erzielte, scheint er aber auf einem guten Weg zu sein.
 
SSV Jeddeloh – FC St. Pauli II (Sa., 16 Uhr)
Drei Siege in Folge, ein 0:0 bei Phönix und am Mittwoch ein 3:1-Pokalerfolg gegen Kickers Emden – es läuft recht gut für den SSV Jeddeloh, der nun allerdings zwei Wochen pausieren musste. Der Tabellenvierte geht dabei sehr effektiv vor, verwandelt er doch gleich 40 Prozent seiner Torchancen, was einer Quote von nur 2,5 Chancen pro Treffer entspricht. Lässt der SSV gegen St. Pauli einen weiteren kaltschnäuzigen Auftritt folgen, würde er sich vermutlich für einige Wochen in der Spitzengruppe festsetzen. Der Gast benötigt nach drei sieglosen Spielen mit nur einem Zähler dagegen jeden Punkt. Schließlich reist St. Pauli als 17. an, und hinter dem Team liegt eine echte Enttäuschung: Vor rund 1.500 Zuschauern ging das letzte, im großen Millerntor-Stadion ausgetragene Heimspiel gegen den TSV Havelse mit 0:2 verloren. „Die Rahmenbedingungen mit den vielen Fans in diesem tollen Stadion waren exzellent, aber wir haben nicht so mutig gespielt wie in den letzten Wochen und sind wir das erste Mal unter unseren Möglichkeiten geblieben“, kommentierte Trainer Elard Ostermann die Heimniederlage.
 
Eintracht Norderstedt – SV Werder Bremen II (So., 14 Uhr)
Der Gastgeber reagierte vor wenigen Tagen auf die Personalnot und verpflichtete in Cemal Sezer einen vertragslosen Spieler. Der Stürmer fügte sich denn auch gut ein und erzielte beim 2:1-Pokalerfolg über Eimsbüttel am Mittwoch denn auch gleich einen Treffer. Nun kommt allerdings eine vermeintlich schwerere Aufgabe auf Sezer und sein neues Team zu: Der SV Werder reist als Neunter zum Spiel beim 16. und zählt mit neun Punkten aus fünf Spielen zu den erfolgreichsten Auswärtsmannschaften der Liga. Dabei befinden sich die Bremer noch mitten in der Entwicklung. „Uns war bewusst, dass wir zunächst einmal eine neue Mannschaft formen müssen“, sagt Konrad Fünfstück. Der Trainer spricht deshalb auch von einer „Expedition“. Sie führt Werder an diesem Wochenende ins Edmund-Plambeck-Stadion.
 
Bremer SV – Holstein Kiel II (So., 15 Uhr)
Da zeichnet sich ganz deutlich ein Trend ab: Während der BSV regelmäßig mit Auswärtssiegen überrascht – zuletzt mit einem 4:0 in Hildesheim , läuft es auf dem Panzenberg noch nicht richtig rund. Angesichts der Niederlagen gegen den HSV II (0:1) und 96 II (0:3) warten die Bremer nun seit dem August auf einen Dreier im eigenen Stadion. „Wir waren zu Hause zu weit weg von unseren Gegenspielern, das haben wir auswärts besser gemacht – warum auch immer“, sagt BSV-Trainer Torsten Gütschow. Er erwartet nun von seinem Team, dass es auch gegen Holstein in die Zweikämpfe kommt: „Ohne Einstellung und Leidenschaft haben wir keine Chance.“ Zumal der Gegner ausgesprochen formstark in Bremen antreten dürfte: Die Kieler sind seit drei Spielen siegreich und gewannen dabei zuletzt glatt mit 7:0 gegen Kickers Emden.
 


(Text: Stefan Freye)

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