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Gemeinsames Warten

Sabine Mammitzsch zur Situation in der Frauen-Regionalliga

Sabine Mammitzsch bei der nachträglichen Übergabe der Meisterschale an den SVHU im vergangenen September (Foto: Thorsten Witt)

Es war ein gutes Treffen, respektvoll im Umgang und von Konstruktivität geprägt. Nur eines vermochte die Videokonferenz des NFV-Frauen- und Mädchenausschusses und den Vereinen der Frauen-Regionalliga Nord vor wenigen Tagen nicht herzustellen: Absolute Klarheit. „Wir haben im Moment einfach keine Ahnung, wann wir wieder spielen dürfen“, sagt Sabine Mammitzsch, die Ausschussvorsitzende. Noch immer befindet sich die Liga in einer Spielunterbrechung. Der Re-Start ist abhängig von der mittlerweile vielzitierten Verfügungslage, und diese richtet sich nach den politischen Vorgaben. Am 3. März kommt es nun erneut zu einer Sitzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsident:innen. Im Anschluss sollte ein bisschen klarer sein, ob und in welcher Form Lockerungen zu erwarten sind. „Danach wissen wir hoffentlich, ob und wann wir auf den Platz zurückkehren können“, sagt Mammitzsch.

Ihr Ausschuss wird vorbereitet sein - dank Dagmar Thißen und Joachim Dietzel. Das Duo entwarf zuletzt einige Szenarien, die sich mit verschiedenen Einstiegsterminen beschäftigten. Nach diesem Stufenplan erscheint ein Re-Start möglich zwischen Anfang April und Mitte Mai. Wenngleich auch im Fall der Frauen-Regionalliga Nord natürlich das Motto gilt: je eher, desto besser. Schließlich zählt die mangelnde Planungssicherheit in diesen Tagen doch zu den dringendsten Problemen der Regionalligisten. So gibt es mit SV Henstedt-Ulzburg, Holstein Kiel, dem Hamburger SV und Hannover 96 gleich vier Vereine, die sich um einen Aufstieg in die 2. Bundesliga bemühen. Eines hat der Ausschuss den beteiligten Vereinen aber zugesichert: Jedes Team soll eine Vorbereitungszeit von drei Wochen erhalten, bevor es ihr erstes Punktspiel austragen wird.

Der Rest ist Warten. Der Wiedereinstieg in den Spielbetrieb setzt schließlich nicht nur eine positive Prognose der Infektionszahlen voraus. Er ist auch abhängig davon, dass in den vier Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und Bremen vergleichbare Spiel- und Trainingsbedingungen herrschen - und das war in den vergangenen Monaten auch nicht immer der Fall. Die aktuelle Situation, sie wird also nach wie vor von diversen Fragezeichen begleitet. Für den Moment war es allerdings wichtig, sich zu verständigen und die notwendigen Informationen auszutauschen. „Die Vereine wissen zu schätzen, dass wir die Situation gemeinsam meistern“, sagt Sabine Mammitzsch.
 


(Text: Stefan Freye)

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