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Geschichtsstunde

Holstein Kiel feiert 2013 erste Meisterschaft

(Foto: Holstein Kiel)

Der Fußball in der Regionalliga Nord pausiert, und das bereits zum zweiten Mal nach der Auszeit im letzten Frühjahr. Doch es gab ein Leben vor der Corona-Pandemie, auch in der Regionalliga Nord. In dieser Serie blicken wir auf die Spielzeiten seit ihrer Einführung in der aktuellen Form im Jahr 2012 zurück.

Saison 2012/2013

Nach einer Ligareform gehört die dreiteilige Regionalliga (Nord, West und Süd) der Geschichte an. Ab sofort wird in insgesamt fünf Staffeln gespielt, und die Regionalliga Nord setzt sich nun ausschließlich durch Vertreter der Landesverbände Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen zusammen. Also steigen gleich acht Mannschaften aus den jeweiligen Oberligen auf, und Werder Bremen II komplettiert als Absteiger aus der 3. Liga das Feld der 18 Teilnehmer.

Der Meister: Bereits vor dem letzten Spieltag hatte sich Holstein Kiel seinen Platz an der Sonne gesichert. Am Ende lagen die Störche mit 67 Punkten (74:27 Tore) vier Zähler vor dem Vizemeister TSV Havelse (63). Auf den weiteren Plätzen folgten die Nachwuchsteams VfL Wolfsburg II (56), Hannover 96 II (54) und Werder Bremen II (48). Mit einem gewissen Abstand sortierte sich der VfR Neumünster (38) als bester Aufsteiger auf Platz sechs ein. In Kiel wurde nach dem abschließenden 3:0 über Viktoria Hamburg allerdings nur kurz gefeiert. Wenige Tage später stand schließlich die Aufstiegsspiele zur 3. Liga gegen Hessen Kassel auf dem Programm – und diese brachte Holstein ebenfalls erfolgreich zum Abschluss. Nach einem 2:0 im Hinspiel gewann der Titelträger aus dem Norden auch beim Südwest-Meister (2:1) und sicherte sich den Gang in die nächsthöhere Spielklasse. „Es ist einmalig, vor 17.000 Zuschauern zu gewinnen und den Aufstieg zu feiern“, kommentierte Kiels Marcel Gebers die Partie. Der Abwehrspieler hatte mit dem Siegtreffer in Kassel für die endgültige Entscheidung gesorgt. Während Gebers zwei weitere Jahre für den Drittligisten spielte und später noch für Kickers Offenbach, den FSV Zwickau und den SV Meppen antrat, hat man sich in Kiel längst an große Zuschauerkulissen gewöhnt: Holstein stieg 2016 in die 2. Bundesliga auf und zählt auch dort mittlerweile zu den Spitzenteams.

Der Torjäger: Niemand erzielte in der Spielzeit mehr Treffer als Rogier Krohne vom BV Cloppenburg. Er verließ den BVC nach 24 Toren allerdings noch im Sommer in Richtung Preußen Münster, für das er in 101 Drittligaspielen 20 weitere Treffer nachlegte. Über den FC Emmen und Schalke 04 II gelangte der mittlerweile 34-Jährige 2017 zu VV Winsum, wo er im letzten Jahr seine Karriere beendete. Auf den weiteren Plätzen der Torschützenliste folgten Marcel Schied (19/Holstein Kiel) und Deniz Kadah (18/Hannover 96 II)

Die Absteiger: Beide Absteiger wurden am grünen Tisch ermittelt, musste nach dem VfB Lübeck doch kurz vorm Saisonende auch der FC Oberneuland in ein Insolvenzverfahren. Der SV Wilhelmshaven wäre dem Duo als 16. der Abschlusstabelle gefolgt, hätte Holstein Kiel nicht den Aufstieg in die 3. Liga perfekt gemacht. 

Die Aufsteiger: Die Mannschaft von Eintracht Braunschweig II sicherte sich das Regionalliga-Ticket als Meister der Oberliga Niedersachsen. Nach einer Aufstiegsrunde gingen zwei weitere Plätze an den SV Eichede (Schleswig-Holstein) und Eintracht Norderstedt (Hamburg). Sie setzten sich gegen U.L.M. Wolfsburg (Niedersachsen) und den Brinkumer SV (Bremen) durch.
 


(Text: Stefan Freye)

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