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Geschichtsstunde

Meisterschaft und Aufstieg für Werder Bremen

(Fotos: hansepixx.de)

Die Saison 2020/2021 pausiert, und das bereits zum zweiten Mal nach der Auszeit im letzten Frühjahr. Doch es gab ein Leben vor der Corona-Pandemie, auch in der Regionalliga Nord. In dieser Serie blicken wir auf die Spielzeiten seit ihrer Einführung in der aktuellen Form im Jahr 2012 zurück.

Saison 2014/2015

Mit dem amtierenden Meister VfL Wolfsburg II - er verlor in den Aufstiegsspielen knapp gegen Großaspach -, aber ohne einen Absteiger aus der 3. Liga geht es in die dritte Runde. Erstmals dabei: Der direkte Aufsteiger Lüneburger SK Hansa (Meister der Oberliga Niedersachsen) sowie der VfB Lübeck (Schleswig-Holstein) und FT Braunschweig (Niedersachsen).

Der Meister: Der Titelkampf war lange spannend verlaufen, dann ging ihm aber etwas die Luft aus. Zwar wurden der SV Werder II (64 Punkte) und der VfL Wolfsburg II (63) vorm letzten Spieltag durch nur einen Zähler getrennt. Doch während die Bremer das 2:0 in Cloppenburg bereits mit zwei Treffern in der ersten Halbzeit eingeleitet hatten, kam der VfL II nicht über ein 0:0 in Rehden hinaus. Am Ende lag der SVW II (67) also mit drei Punkten vor den Wolfsburgern (64). Auch der Hamburger SV II hatte noch theoretische Chancen besessen, spielte aber 0:0 gegen Goslar und belegte schließlich mit 62 Zählern den dritten Rang. In den Aufstiegsspielen traten die Bremer wenig später gegen Borussia Mönchengladbach II (Meister Regionalliga West) an. Nach einem torlosen Hinspiel an der Weser setzte sich das Team in Mönchengladbach mit 2:0 nach Verlängerung durch. Der Aufstieg in die 3. Liga war der erste nachhaltige Erfolg von Alexander Nouri, der das Traineramt erst im Oktober von Viktor Skripnik (Aufstieg zum Profiteam) übernommen hatte. 

Die Überraschung: Als Aufsteiger sicherte sich der VfB Lübeck den siebten Rang. Er verschaffte sich damit auf Anhieb einen Platz unter den arrivierten Teams wie dem VfB Oldenburg (10.), dem SV Meppen (8.), Weiche Flensburg (5.) und dem TSV Havelse (4.). Der erste Erfolg kam offenbar nicht zufällig: Schon bald zählten die Lübecker zu den Spitzenmannschaften, und 2020 stieg der VfB sogar in die 3. Liga auf.

Der Torjäger: 19 Treffer reichten Ahmet Arslan (Hamburger SV II) zum Titel. Der Stürmer setzte sich damit klar vor Roman Prokoph (Hannover 96 II) mit 15 Treffern sowie Christopher Kramer (VfR Neumünster) und Tim Wernke (BV Cloppenburg) mit jeweils 14 Toren durch. Für Arslan war die Torjägerkrone der Beginn einer sehr ordentlichen Karriere: Nachdem er 2015 ein Bundesligaspiel für den HSV absolviert hatte, folgten ein Wechsel zum VfL Osnabrück sowie die Rückkehr zum VfB Lübeck, für die er noch in der Aufstiegssaison getroffen hatte. Im Sommer 2020 wechselte der mittlerweile 26-jährige Arslan zu Holstein Kiel in die 2. Bundesliga.

Die Absteiger: Das war richtig spannend: Zwar standen der VfR Neumünster (17.) und FT Braunschweig (18.) deutlich vorm letzten Spieltag als Absteiger fest. Um den 16. Rang lieferten sich die am Ende punktgleichen BV Cloppenburg und Goslarer SC aber ein enges Rennen. Es ging schließlich zugunsten der Goslarer aus, die beim 0:0 gegen den HSV II einen wichtigen Zähler gewannen. Allerdings wurde trotz des 0:2 gegen den SV Werder II auch in Cloppenburg gejubelt: Nachdem die Bremer den Aufstieg perfekt gemacht hatten, mussten nur zwei Teams abstiegen, und so reichte der 16. Platz zum Klassenerhalt.

Die Aufsteiger: Als Meister der Oberliga Niedersachsen sicherte sich die SpVgg Drochtersen/Assel den Gang in die kommende Regionalliga-Saison. Zudem setzen sich der VfV Borussia 06 Hildesheim (Niedersachsen) und der TSV Schilksee (Schleswig-Holstein) in der Aufstiegsrunde gegen den Bremer SV durch.          
 


(Text: Stefan Freye)

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