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Geschichtsstunde

VfL Wolfsburg zum Zweiten...

(Fotos: Patrick Franck)

Die Saison 2020/2021 pausiert, und das bereits zum zweiten Mal nach der Auszeit im letzten Frühjahr. Doch es gab ein Leben vor der Corona-Pandemie, auch in der Regionalliga Nord. In dieser Serie blicken wir auf die Spielzeiten seit ihrer Einführung in der aktuellen Form im Jahr 2012 zurück.

Saison 2015/2016

Ohne den amtierenden Meister SV Werder II, der sich über die Aufstiegsspiele gegen Borussia Mönchengladbach II für die 3. Liga qualifiziert hatte, geht es in die neue Spielzeit. Einen Absteiger aus der dritthöchsten Spielklasse gibt es dagegen nicht. Dafür sind ab sofort die drei Aufsteiger dabei: Die SpVgg Drochtersen/Assel als Meister der Oberliga Niedersachsen sowie der VfV Borussia 06 Hildesheim (Niedersachsen) und der TSV Schilksee (Schleswig-Holstein).

Der Meister: Als Vizemeister war der VfL Wolfsburg II angetreten, und diesmal reichte es zum zweiten Titel innerhalb von nur drei Jahren. Die Niedersachsen hatten die Tabellenführung am 28. Spieltag vom zuvor monatelang dominierenden VfB Oldenburg übernommen und diese dann Stück für Stück ausgebaut. Am Ende lag der VfL II (79 Punkte) fünf Zähler vor dem VfB (74). Mit Abstand folgten Weiche Flensburg (64) und die SpVgg Drochtersen/Assel (62) vor dem SV Meppen (55). Die Aufstiegsspiele in die 3. Liga begannen gut, nämlich mit einem 1:0-Heimerfolg über den SSV Jahn Regensburg. Bei den Bayern kassierte der Meister aus dem Norden dann allerdings eine 0:2-Niederlage – die Wolfsburger verpassten den Gang in die nächsthöhere Spielklasse also einmal mehr ausgesprochen knapp. “Leider waren wir zu Beginn der zweiten Hälfte nicht auf dem Platz. Da kam der Druck und beide Gegentreffer“, meinte VfL-Coach Valérien Ismael damals enttäuscht. Er stieg wenige Monate später zum Cheftrainer der Wölfe auf, musste sein Engagement aber bereits im Frühjahr 2017 beenden. Über Smyrnis (Griechenland) und Linz (Österreich) gelangte Ismael im vergangenen Herbst zum FC Barnsley (2. Liga England).

Die Überraschungen: Diesmal wussten eigentlich gleich zwei Teams mit einem eher unerwarteten Saisonverlauf zu überzeugen: So galt der VfB Oldenburg um seinen Trainer Dietmar Hirsch lange als heißer Titelkandidat, musste sich am Ende aber mit dem zweiten Rang begnügen. Die SpVgg Drochtersen/Assel trat dagegen als Aufsteiger an, sammelte unter ihrem Trainer Enrico Maaßen aber genug Punkte, um schließlich als Tabellenvierter einzulaufen.

Die Torjäger: Dino Medjedovic (VfL Wolfsburg II) und Kwasi Okyere Wriedt (Lüneburger SK Hansa) teilten sich die Krone mit jeweils 23 Treffern vor Roman Prokoph (18/Hannover 96 II). Kwasi Okyere Wriedt wechselte anschließend zum VfL Osnabrück, ging aber bereits 2017 weiter zum FC Bayern II und schloss sich im letzten Sommer Willem II (1. Liga Niederlande) an. Auch Dino Medjedovic wechselte nach dem Gewinn der Torjägerkrone, er ging zum SC Paderborn, wo er indes nur ein halbes Jahr blieb. Über Mazedonien, Zypern und Nordhausen (Oberliga) führte sein Weg in die vierte Liga Österreichs.

Die Absteiger: Der Goslarer SC zitterte mit dem VfL Wolfsburg II, vergeblich: Nur der Aufstieg des Meisters hätte den 16. vor dem Abstieg gerettet. So musste sich der GSG (39 Punkte) gemeinsam mit dem BV Cloppenburg (23) und dem TSV Schilksee (8) aus der Regionalliga Nord verabschieden.  

Die Aufsteiger: Neben Lupo Martini Wolfsburg, dem Meister der Oberliga Niedersachsen, qualifizierten sich diesmal der SV Eichede (Schleswig-Holstein) und der FC Germania Egestorf-Langreder (Niedersachsen). Sie setzten sich in der Aufstiegsrunde gegen den Bremer SV durch.
 


(Text: Stefan Freye)

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