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„Ich hoffe es und glaube fest daran.“

Hannes Drews muss mit dem HSV zweimal "nachsitzen"

(Fotos: Hamburger SV)

Der HSV-Coach findet, mit „phasenweise“ ist die Saison seiner Mannschaft ganz treffend beschrieben: Mal lief es einige Spiele lang richtig gut, dann fehlten wochenlang die Ergebnisse. Aber so ist das nun mal, wenn sich junge Spieler an eine neue Liga gewöhnen müssen – und an eine neue Mannschaft. Es ist ja auch eine Menge passiert im vergangenen Sommer. Der HSV verlor Leistungsträger wie Fiete Arp, Matti Steinmann, Mats Köhlert, Janos Behounek oder Arianek Ferati. In der aktuellen Saison stehen regelmäßig nur zwei, drei Stammkräfte der letztjährigen Spielzeit zur Verfügung. „Andere Mannschaften verstärken sich im Sommer nur punktuell, aber das ist das Los einer U-Mannschaft“, sagt Hannes Drews.

Er weiß ja nur zu gut, was mit seiner Rolle verbunden ist: Beim HSV II geht es nicht in erster Linie um Punkte und Tore. Die Entwicklung der zahlreichen Talente steht im Vordergrund. „Deshalb haben wir viele Spieler, die aus der U19 zu uns kommen, und gerade für sie ist es nicht so einfach“, unterstreicht der Trainer. „Es wäre zwar schöner, wenn wir mehr Punkte auf dem Konto hätten, aber ich kann das einschätzen“, so Drews, der in den vergangenen Monaten auch den einen oder anderen Verletzten zu beklagen hatte. Mit neun Punkten aus fünf Spielen war sein Team gestartet, die erste Niederlage kassierte der HSV II am 6. Spieltag. Die Hoffnungen, die dieser „richtig gute Start“ (Drews) schürte, wurden allerdings nicht erfüllt – derzeit belegen die Hamburger den 13. Platz der Regionalliga Nord.

Der Serie von fünf ungeschlagenen Spielen hatten sich nämlich gleich fünf Niederlagen angeschlossen. Es war kein Wunder, dass der HSV schon bald zum unteren Drittel der Liga gezählt wurde. Allerdings enttäuschten die Hamburger auch in diesen Partien nicht unbedingt. „Wir haben teilweise guten Fußball gespielt“, sagt Hannes Drews. Schon bald stellte sich ja auch wieder der Erfolg ein: Drei Siege aus vier Spielen standen in der Bilanz des Herbstes. Nun liegen allerdings wieder fünf sieglose Partien hinter der Drews-Elf (0-2-3). Phasenweise trifft es ganz gut.

Bevor das Fußballjahr vorbei ist, stehen jetzt noch die Partien gegen St. Pauli II (14.12.) und Hannover 96 II (19.12.) auf dem Programm. Das sind natürlich Gegner, die dem HSV liegen müssten, zumal die Tabellennachbarn als 14. (St. Pauli) und 12. (96) derzeit auch nicht gerade zu den Spitzenteams zu zählen sind. Allerdings weiß Hannes Drews auch, dass gerade diese Mannschaften in den vergangenen Wochen ihr Potenzial besser als zuvor ausgeschöpft haben. „Es sind zwei Gradmesser“, betont der Trainer – und erwartet Spiele, die sehr von der „Tagesform“ der Talente geprägt werden.

Spätestens im neuen Jahr soll sich die Situation aber verändert haben. Es zählt ja auch zu den festen Grundsätzen der Liga, dass die Nachwuchsteams nach Monaten der Anpassung in der Rückrunde zumeist erfolgreicher sind. Auch Hannes Drews geht davon aus, dass der HSV in 2020 mehr Punkte holen und den einen oder anderen Platz gut machen wird: „Ich hoffe es und glaube fest daran.“
 


(Text: Stefan Freye)

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