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Lübeck marschiert

2. Spieltag Regionalliga Nord der Herren

(Fotos: hansepixx.de)

Sie selbst wollen ja nichts wissen von einer Favoritenrolle. Aber die Lübecker haben sich nach dem Abstieg aus der 3. Liga schon in beeindruckender Weise zurückgemeldet: Nach zwei klaren Siegen führt der VfB die Nord-Staffel mit 10:0 Toren an. Ebenso noch ohne Punktverlust ist der Primus im Süden. Und der VfV Borussia 06 Hildesheim brachte es dabei immerhin auf 6:2 Tore.

Staffel Nord

VfB Lübeck – Altona 93 7:0 (3:0)
Das nennt man wohl einen Traumstart: Dem 3:0 gegen Pauli II ließ der VfB nun einen 7:0-Heimsieg gegen Altona 93 folgen. Nach Treffern von Mirko Boland (6.) und Malek Fakhro (15., HE) hatte der Gastgeber die Weichen frühzeitig auf Sieg gestellt. Auch in der Folge sollte sich am Geschehen nichts ändern, der VfB Lübeck dominierte und erzielte regelmäßig weitere Tore. Dabei zeichneten sich aus: Vjekoslav Taritas (28./68.), erneut Malek Fakhro (60./80.) sowie Samuel Abufade (90.). „Dass wir so früh die Tore machen, hat uns natürlich unglaublich geholfen“, kommentierte VfB-Coach Lukas Pfeiffer. Er lobte sein Team aber auch für dessen Konsequenz: „Wir haben in der zweiten Halbzeit den Fuß auf dem Gas behalten.“ Das bekam ein Gegner zu spüren, der nun im dritten Spiel die dritte Niederlage kassierte. Keine Frage: Altona ist noch nicht angekommen in der Liga, hat jetzt aber immerhin die Duelle mit den Schwergewichten aus Flensburg und Lübeck hinter sich gebracht.

Heider SV – Phönix Lübeck 2:3 (0:2)
Hinten raus wurde es noch einmal eng: Nachdem Haris Hyseni (8.) und Fabian Graudenz (37.) für Phönix getroffen hatten, sah der Gast bereits wie der sichere Sieger aus. Doch zunächst traf Oke Paulsen (59.) zum Anschluss, und dem dritten Lübecker Treffer von Kevin Hübner (70.) ließ Marvin Ehlert (74., FE) nur wenig später das 2:3 folgen. An Einsatz mangelte es dem Gastgeber also nicht. Am Ende setzte sich in den Lübeckern aber das Team mit den spielerischen Vorteilen durch.

Holstein Kiel II – SC Weiche Flensburg 2:3 (1:1)
Der Favorit setzte sich durch, aber dem Underdog gelang immerhin ein Ausrufezeichen. Schließlich hielt Holstein II lange mich und musste sich erst nach einem Gegentreffer in der Schlussphase geschlagen geben. Anders formuliert: Nach den beiden Doppelschlägen hätte das Spiel auch gut und gern mit einem Remis enden können. Dabei hatte Weiche die Treffer von Laurynas Kulikas (6./74.) jeweils postwendend durch Marcel Cornils (7.) und Christopher Kramer (81.) ausgleichen können. Aber dann kam Patrick Herrmann: Der Verteidiger – zwischen 2011 und 2019 in Diensten von Holstein Kiel – traf in den Schlussminuten zum etwas glücklichen Auswärtssieg der Flensburger (86.).

Eintracht Norderstedt – FC St. Pauli II 2:2 (0:0)
Nach dem Wechsel nahm die Partie an Fahrt auf: Zunächst sorgten Holger Nils Brüning (51.) und Jan Lüneburg (65.) für eine 2:0-Führung des Gastgebers. Doch in der Schlussphase glichen die Treffer von Serkan Dursun (83.) und Aurel Loubongo-M'Boungou (85.) das Duell aus. Für St. Pauli war damit der erste Punkt im dritten Spiel verbunden. „Es hat zwar nicht alles geklappt, aber man darf nicht vergessen, dass das eine ganz junge Mannschaft ist“, fasste Pauli-Coach Joachim Philipkowski das Geschehen zusammen. Seine vorsichtige Prognose: „Der Punkt tut uns hoffentlich sehr gut.“

SpVgg Drochtersen/Assel – Teutonia 05 Ottensen 1:1 (0:1)
Lange musste der Gastgeber einem Rückstand hinterherlaufen: Bereits in der 36. Minute hatte Fabio Parduhn die Teutonia mit 1:0 in Führung geschossen. Als sich bereits alle Beteiligten auf einen Erfolg der Gäste eingestellt hatten, schlug die Spielvereinigung aber doch noch zu: Mit dem 1:1 in der Nachspielzeit versetzte Nico von der Reith (90.+4, FE) die Besucher des Kehdinger Stadions in einen Jubelsturm – sofern sie auf Seiten des Gastgebers waren.

Staffel Süd

Hannover 96 II – Atlas Delmenhorst 1:1 (0:1)
Das ist mal ein ordentlicher Start: Beim 1:1 in Hannover sicherte sich Atlas in seinem ersten Saisonspiel einen nicht unbedingt erwarteten Punkt. Dabei wäre dem Aufsteiger aus 2020 beinahe der erste Regionalliga-Sieg seit 1998 gelungen. Denn nachdem Dimitrios Ferfelis zu Beginn des zweiten Durchgangs die Führung erzielt hatte (51.), sollte es bis in die Schlussphase hinein dauern, ehe 96 II der Ausgleich glückte. Erst das Tor von Thilo Töpken (73.) sicherte dem Gastgeber einen Zähler – und zugleich vier Punkte aus zwei Spielen.

SV Werder Bremen II – BSV Rehden 3:0 (2:0)
Die ersten Punkte im zweiten Spiel, das konnte sich sehen lassen. „Ein sehr guter Auftritt“, lobte Werder-Coach Konrad Fünfstück nach dem 3:0 gegen den BSV. Vor dem Wechsel hatten Tim van de Schepop (3.) und Tim Dietrich (19.) zur 2:0-Führung getroffen, im zweiten Durchgang legte Malik Memisevic kurz nach seiner Einwechslung nach (87.). Zwischendurch hatte Rehdens Bocar Djumo wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen (68.). Es war also auch ein bisschen Pech im Spiel für den Gast, und so wartet der BSV auch nach der zweiten Partie noch auf den ersten Dreier.

HSC Hannover – Lüneburger SK Hansa 0:2 (0:2)
Das Endergebnis stand bereits zur Pause fest: Malte Meyer (16.) und Jonas Seidel (30.) hatten für den Gast getroffen und den HSC damit offenbar vor eine unlösbare Aufgabe gestellt. Der Gastgeber bemühte sich danach zwar weiter um einen Treffer, blieb aber ohne Erfolg. Im Gegenteil: Die Rote Karte gegen Pascal Gos (89., Notbremse) machte den gebrauchten Tag des HSC in der Schlussphase perfekt. Der LSK feierte dagegen im zweiten Saisonspiel den ersten Saisonerfolg.

VfV Borussia 06 Hildesheim – SSV Jeddeloh 4:1 (0:0)
Weil er dem 2:1 beim LSK nun ein 4:1 gegen Jeddeloh folgen ließ, kletterte der VfV06 einstweilen an die Spitze der Süd-Staffel. Dabei machte Dreifach-Torschütze Thomas Sonntag (63./84./86.) beim zweiten Saisonerfolg besonders auf sich aufmerksam. Während der eingewechselte Silas Steinwedel (74.) den vierten Treffer beisteuerte, hatte Max Falldorf zwischenzeitlich sogar zum Ausgleich der Gäste getroffen (66.). Der SSV vermochte also lange mitzuhalten und geriet erst in der Schlussphase auf die Verliererstraße.
 

Der ganze Spieltag zusammengefasst in 90 Sekunden



(Text: Stefan Freye / Video: Die Ligen)
 

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