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„Man muss immer das Ziel haben, eine Liga höher zu kommen“

Daniel Jurgeleit über den SC Weiche Flensburg

(Foto: hansepixx.de)

Er sitzt nun seit fast zehn Jahren auf der Bank des SC Weiche Flensburg und tritt mit seinem Team seit ihrer Einführung 2012 in der aktuellen Regionalliga Nord an: Daniel Jurgeleit ist zweifellos ein ebenso erfahrener wie erfolgreicher Trainer. In der laufenden Saison belegt sein Team den dritten Rang, nach durchwachsenem Start haben die Flensburger wieder den Anschluss zum Führungsduo aus Lübeck und Wolfsburg hergestellt. Das 1:1 bei Altona 03 passte allerdings nicht ganz ins Konzept des SC Weiche.

Herr Jurgeleit, das Unentschieden beim Aufsteiger kam etwas unerwartet. Wie groß ist die Enttäuschung?

Daniel Jurgeleit: Man muss enttäuscht sein und sich ärgern, wenn man 80 Minuten ein ordentliches Spiel macht und nicht gewinnt. Wir waren überlegen, hatten viele Möglichkeiten und haben selbst einen Elfmeter nicht zu einem weiteren Tor nutzen können. Dann muss man sich zwar auch mal mit einem 1:1 begnügen, ärgert sich aber trotzdem. Unsere Aufgabe besteht jetzt einfach darin, entschlossener im Abschluss zu sein. Wir hatten nun auch schon vier Elfmeter und haben bislang alle verschossen. Da muss auch mal einer rein, denn das kostet uns nur Punkte.

Das Spitzenduo ist nach der Punkteteilung in Altona wieder vier beziehungsweise drei Punkte entfernt. Galt die Enttäuschung auch dem Rückschlag in der Tabelle?

Wenn ich ehrlich bin, gucken wir schon seit Wochen nicht mehr darauf, was die beiden da oben machen. Wenn wir dort nochmal eingreifen wollen, müssen wir einfach Boden gut machen. Wir müssen also unseren Job machen. Aber auch die Ergebnisse der beiden Spitzenmannschaften zeigen: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen. Es ist noch alles sehr eng, und es kann noch viel passieren.

Dann zählt der SC Weiche also nach wie vor zu den Teams mit Ambitionen auf den Titel?

Das wird sich zeigen. Man möchte aber ja immer das Bestmögliche und in dieser Saison auch ausnutzen, dass der Meister direkt in die 3. Liga aufstiegt. Wir sind nach einer schwierigen Phase wieder zurück. Jetzt müssen wir an unseren Abschlüssen arbeiten und weiterhin stabil stehen – wir sind ja nach wie vor die Mannschaft mit den wenigsten Gegentreffern. Am Ende entscheiden auch die direkten Duelle, die Rückspiele gegen den VfL Wolfsburg II und den VfB Lübeck. Dann hat man die Chance, das Optimale herauszuholen. Stand jetzt liegen sowohl Wolfsburg als auch Lübeck aber aufgrund ihrer Möglichkeiten vorn.

Sie sprechen die schwierige Phase zu Beginn der Saison an. Welche Rolle spielte dabei eigentlich die unglückliche 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Wolfsburg II im Eröffnungsspiel?

Vielleicht wollten wir zu viel und haben deshalb verloren. Wir hatten uns jedenfalls etwas ausgerechnet, und so war die Niederlage ärgerlich. Aber wir hatten uns danach berappelt, bis zur dummen Niederlage gegen Rehden. Danach haben wir auch diese Widerstände überwunden, und gegen die beiden Spitzenmannschaften haben wir uns trotz der Niederlagen auch gut behauptet. Das ist eine Basis für eine erfolgreiche Entwicklung. Jetzt geht es aber erst einmal zum Lüneburger SK, und die machen es richtig gut. Das ist ein Qualitätsspiel, also müssen wir unsere Qualität defensiv wie offensiv abrufen.

Sie sind seit der Einführung der Regionalliga Nord in ihrer jetzigen Form dabei. Hat sich diese Spielklasse in den vergangenen rund sieben Jahren verändert?

Ich sage das immer wieder: Es wird jede Saison besser, da hebt sich die Qualität. Deshalb muss man auch immer gucken, dass man sich gleich zu Saisonbeginn gut positioniert. Das Niveau steigt ja in jedem Jahr.

Wenn die Liga ein so gutes Niveau hat, dann ist der SC Weiche Flensburg vielleicht richtig aufgehoben in dieser Spielklasse, oder?

Mit unseren Möglichkeiten haben wir das immer gut gemacht. Wir haben uns stetig gesteigert bis zur Meisterschaft im letzten Jahr und auch im Pokal einige Erfolg vorzuweisen. Das ist alles schon sehr positiv. Aber man muss am Ende immer das Ziel haben, eine Liga höher zu kommen.

 

(Text: Stefan Freye)

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