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Regionalliga Nord der Herren - Vorschau 10. Spieltag

Gedränge an der Tabellenspitze der Staffel Süd

(Foto: hansepixx.de)

Die Quarantäne machte es nötig: Weil sich ihre Teams derzeit in Isolation befinden, werden Altona 93 (in Flensburg) und Atlas Delmenhorst (in Jeddeloh) am Wochenende nicht antreten können. Die Mannschaften des Hamburger SV II und von Hannover 96 II sind spielfrei.

Staffel Nord:

SpVgg Drochtersen – Lüneburger SK Hansa (Fr., 19.30 Uhr)
Das Flutlicht geht an im Kehdinger Stadion, und die Spielvereinigung Drochtersen/Assel fühlt sich besonders wohl. Dass der Gastgeber als heimstark gilt, verdankt er nicht zuletzt den ebenso stimmungsvollen wie erfolgreichen Auftritten in seinen Abendspielen. Diesmal muss der Tabellensechste dabei etwas gut machen. Das Auswärtsspiel bei Holstein II ging nämlich mit 1:3 verloren. Der LSK wartet nun bereits seit vier Partien (0-2-2) auf einen dreifachen Punktgewinn und fiel zurück auf Rang sieben, punktgleich mit der Spielvereinigung. In diesem Duell geht es also auch um den Anschluss an die oberen Tabellenhälfte.

Phönix Lübeck – Holstein Kiel II (Sa., 13 Uhr)
Der Gastgeber gewann zuletzt bei St. Pauli II (3:0) und gegen den HSV II (1:0). Das könnte natürlich etwas bedeuteten: Liegen dem Aufsteiger die Duelle mit Nachwuchsmannschaften? Nach dem Heimspiel gegen Holstein Kiel II lässt sich diese Frage sicher beantworten – ganz ungelegen dürfte dieser Gegner dem Achten aber nicht kommen. Zumal Phönix sich mit derzeit zwölf Punkten absetzen könnte vom Tabellennachbarn aus Kiel (neun Punkte). Allerdings landete der Gast zwei Siege aus den vergangenen drei Partien. Er befindet sich ebenfalls im Aufwind, das wurde ja auch beim 3:1 gegen Drochtersen/Assel deutlich. „Wir haben ein schönes Fußballspiel gesehen“, meinte Holstein-Trainer Sebastian Gunkel. Die Chancenverwertung seines Teams bezeichnete er gleichwohl als „Manko, an dem wir weiter arbeiten müssen“. 

Heider SV – Teutonia 05 Ottensen (Sa., 14 Uhr)
Die Tabelle spricht eine deutliche Sprache, empfängt das Schlusslicht doch den Zweiten der Staffel. Diese Konstellation könnte allerdings täuschen: Der Heider SV landete beim 0:0 gegen den LSK zuletzt den ersten Punktgewinn, während Teutonia die Partien gegen St. Pauli II (0:3) und Norderstedt (1:2) verlor. So gesehen befindet sich Gastgeber womöglich in einem psychologischen Vorteil. Ob er dem Heider SV zum ersten Saisonsieg verhilft?

FC St. Pauli II – Eintracht Norderstedt (So., 14 Uhr)
Nominell ist die Partie des Vierten gegen den Dritten ein Spitzenspiel. In jeden Fall treffen in diesem Duell zwei Teams aufeinander, die zuletzt recht erfolgreich waren. Der Gastgeber verlor nur eines der vergangenen fünf Spiele und sammelte dabei zehn Punkte. Beim 1:1 im Derby gegen den HSV II hatte das Team indes auch ein bisschen Glück. „Im Endeffekt ein schmutziger Punkt", meinte Trainer Joachim Philipkowski. Nach einer starken Halbzeit habe der Gegner nach der Pause mehr vom Spiel gehabt. Gegen Norderstedt möchte Philipkowski nun eine gute Leistung über 90 Minuten sehen. Ob der Gegner dies zulässt, ist fraglich: Die Eintracht gewann fünf der letzten sechs Spiele und fuhr insgesamt stolze 16 Zähler ein.

Staffel Süd:

VfL Wolfsburg II – SV Werder Bremen II (Sa., 13 Uhr)
Nach dem 1:3 gegen den BSV Rehden am Mittwoch bemängelte Henning Bürger einmal mehr die Chancenverwertung. Allerdings zeigte der Trainer auch Verständnis: „Man muss bedenken, dass unsere Personalsituation momentan sehr angespannt ist und eine wirkliche Besserung diesbezüglich in der nahen Zukunft nicht zu erwarten ist.“ Gleichwohl möchte Bürger natürlich „so schnell wie möglich in die Erfolgsspur zurückfinden“. Nach vier Niederlagen in Folge rutschte sein Team schließlich auf den siebten Platz ab. Ganz anders die Bremer, die punktgleich mit Havelse und Rehden an der Spitze liegen, sich dabei aber mit einem Spiel in Rückstand befinden. Sie stellen noch immer das einzige ungeschlagene Team der Regionalliga Nord – und damit auch eine echte Herausforderung für den VfL II.

TSV Havelse – HSC Hannover (So., 14 Uhr)
Die 17 Punkte aus acht Partien sprechen eine deutliche Sprache: Der TSV Havelse befindet sich in einer richtig guten Verfassung und zählt als Spitzenreiter zu den heißesten Anwärtern auf die Meisterrunde. Allerdings: Beim 1:1 gegen den VfV06 Hildesheim blieb der Gastgeber im letzten Derby sieglos. Besteht darin womöglich eine Chance für den Zehnten HSC? Der Nachbar gewann zwei der letzten drei Partien, vermochte also viel Boden gutzumachen. Und die Punkteteilung des TSV gegen den VfV hat man beim HSC sicher auch registriert.

VfB Oldenburg – BSV Rehden (So., 14 Uhr)
Der VfB war richtig gut gestartet und hatte sogar die Tabellenführung übernommen. Zuletzt gewann der Gastgeber aber nur eines der letzten vier Partien. Dafür siegte das Team von Dario Fossi nun mit 2:0 im Pokalspiel beim Lüneburger SK. Verlernt hat es der Tabellensechste also nicht. Sein Gegner absolvierte einen Weg in entgegengesetzter Richtung: Nach durchwachsenem Start ist der BSV nun seit fünf Partien siegreich. Keine Frage: In Oldenburg ist die Mannschaft der Stunde zu Gast.

FC Oberneuland – VfV Hildesheim (So., 15 Uhr)
In Oberneuland kann man nach wie vor leben mit der Ausbeute von neun Punkten. Nach den klaren Niederlagen in Rehden (0:3) und beim Nachbarn SV Werder (1:4) dürfen es aber ruhig mal wieder drei Zähler sein. Zumal der Gast aus Hildesheim als direkter Konkurrent gilt. Mit acht Punkten folgt der VfV nämlich einen Platz hinter den Bremern auf Rang neun. Man spricht in solchen Zusammenhängen gern von einem Sechs-Punkte-Spiel.
 


(Text: Stefan Freye)

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